Kiefersfelden als Vorort von Lampedusa
Die Debatte über die Flüchtlingspolitik hat immer ein Problem: Sie ignoriert die Fakten. Das ermöglicht, sich vor der Verantwortung zu drücken. Gestern Abend war das wieder zu erleben.
Die Debatte über die Flüchtlingspolitik hat immer ein Problem: Sie ignoriert die Fakten. Das ermöglicht, sich vor der Verantwortung zu drücken. Gestern Abend war das wieder zu erleben.
Goldene Rehe fürs Doktorspielen, fürs Weltmeisterwerden und fürs Flüchtlingenhelfen: Die „Bambi“-Verleihung als langer, rätselhafter Fernsehabend und Wechselbad der Gefühle.
Bei der Steuer hört der Spaß auf. Anne Will versteigt sich zu der Frage „Ist Luxemburg ein Unrechtsstaat?“ Da verliert selbst der „wahnsinnig charmante“ Außenminister des Steuerparadieses die Fassung.
Sky zeigt eine Comedy über das heimliche Machtzentrum der Welt: „Silicon Valley“ handelt von Tüftlern, Tycoons, Genie, Wahnsinn, Geld und Macht. Werden die Helden der Story in dieser Welt untergehen?
Ein Film über den Ersten Weltkrieg, mit Todgeweihten 1918 gedreht. Mit „J’accuse“ von Abel Gance zeigt Arte ein einmaliges Gesamtkunstwerk in bester Restauration.
Was passiert, wenn sieben ältere Damen und sechs ältere Herren sich zum Speeddating treffen? „Altersglühen“! Sieben Minuten entscheiden. Werden dabei nur die Herzen der Senioren schwach?
Am Jahrestag des Mauerfalls vermeidet Günther Jauch eine Diskussion über Probleme der Wiedervereinigung. Zum Glück.
Die Tage von „Wetten, dass..?“ sind gezählt. Noch eine letzte Sendung im Dezember, und dann ist nach 33 Jahren Schluss. In Graz zeigte sich, dass es wohl besser so ist - für alle Beteiligten.
Die Kommissare im Magdeburger „Polizeiruf“ haben Probleme - nicht nur mit Cyberkriminellen, sondern auch mit sich. Daraus entsteht eine ganz eigenwillige, unterhaltsame Folge.
Die müde Debatte bei Frau Illner über den „Unrechtsstaat“ DDR kann man auch positiv sehen. Als Hinweis auf eine geglückte Wiedervereinigung.
Ein Mann, der nicht gern redet, und zwei Frauen, die nichts lieber tun: In „Nord bei Nordwest - Käpt’n Hook“ ist Hinnerk Schönemann an vielen Fronten gefordert.
Es geht schon wieder um Rot-Rot-Grün, wieder um Thüringen und wieder um den „Unrechtsstaat“ – dieses Mal bei Anne Will. Interessant ist das dennoch. Sogar ein ungeschickt vorgetragener Gedanke Edmund Stoibers führt zu neuen Einsichten.
Seit Jahren spielt Horst Krause den Polizisten Horst Krause: Sollte der ein „Geheimnis“ haben, das eine neue Folge des „Polizeirufs 110“ aus Brandenburg nun enthüllt?
Bei Frank Plasberg wird dem Geschichtsgefühl im vereinten Deutschland nachgespürt. Es geht um die feinen Unterschiede zwischen Ost und West. Die sollen, glaubt man den Meinungsumfragen, noch gravierend sein. Aber ist das tatsächlich so?
Was bringt einen Mann dazu, erst Frau und Kinder und dann sich selbst umzubringen? Bei Günther Jauch standen psychologische Antworten im Vordergrund. Andere Aspekte wurden dabei übersehen.
Gar nicht witzig: Die unlustigste Sendung der Welt ist eine Zugabe zum Kölner Comedy Festival, läuft im WDR und heißt „Bus mit lustig“.
Wenn ein Polizist den Rechtsstaat vor kritischen Zeitgenossen verteidigen muss, reibt sich der Zuschauer die Augen. In der Debatte bei Maybrit Illner über die Kölner Hooligan-Demonstration ist genau das passiert.
Mit seinen Warnungen vor Niedrigzinsen und Eurokrise stand AfD-Chef Lucke weniger allein da als gewohnt. In „Hart aber fair“ übertrumpfte ihn eine ARD-Journalistin noch mit ihren düsteren Prognosen.
Ist es wirklich unmoralisch, wenn Arbeitgeber das Einfrieren von Eizellen bezahlen? Jauch erlaubte einen kühlen Blick in die Zukunft: künstliche Befruchtung als Standard.
Von der Linkspartei kann die AfD noch viel lernen. Zum Beispiel, wie ein Fisch zu einer klebrigen Angelegenheit werden kann. Oder wie man Ministerpräsident wird.
Wer ist nicht genervt von den Streiks der Lokführer und Piloten? Wahrscheinlich die Busfahrer. Man sollte einmal über deren Arbeitsbedingungen reden.
Die Serie „Dracula“ bei Vox setzt auf Pomp statt Bisse - aber ist das nicht ausgelutscht? Vampire als bessere Menschen und leidenschaftliche Liebhaber haben wir doch schon zu Genüge gesehen.
Unprätentiös präsentiert Günther Jauch die Abschiedsworte von Udo Reiter: Der Sendung über den Suizid des ehemaligen MDR-Intendanten gelang eine relevante Debatte, ohne in Voyeurismus zu verfallen.
Die Musiksendung „Formel eins“ ist wieder da: als Karikatur ihrer selbst, in einer Endlosschleife gefangen. Und doch glimmt da immer noch ein Glutkern, der sich durch alle Bemäntelungen hindurchbrennt.
Dominik Graf hat einen Bayern-Krimi gedreht. In dem lebt Ludwig II. wieder auf und stirbt dann doch: So eine Geschichte säuft leicht ab. Die Hauptdarsteller halten sie über Wasser.
Über eine Reform von Mord und Totschlag kann man reden – und sogar trefflich streiten. Doch Maischberger lässt die interessanten Fragen gar nicht zu.
Die Streiks von kleinen Gewerkschaften wie GDL und Cockpit betreffen Millionen Menschen in Deutschland. Da geht manchen Kritikern allzu leicht der rhetorische Gaul durch.
Einblick in verdrängte Kapitel der Nachkriegsgeschichte: Die ARD blättert „Die Akte D“ auf und widmet sich in der ersten Folge der deutschen Justiz.
Heribert Schwan, früherer Vertrauter Helmut Kohls, hat sich bei Jauch seinen Kritikern gestellt. Der Zuschauer erfährt tatsächlich Neues in der unendlichen Geschichte über Kohls Erbe.
Deutschlands größter Publikumspreis pendelt zwischen Desastern und würdigen Momenten. Westdeutsche dürfte die Sendung in jedem Fall irritieren: Statt Botox-Promis werden Straßenbahnfahrerinnen geehrt.
In zwei Monaten wird Hape Kerkeling 50 und will sich von der großen TV-Bühne verabschieden. Sandra Maischberger blickte schon einmal auf seine Kindheit und Karriere zurück - und war leider wild entschlossen, viel Spaß dabei zu haben.
Nach dem Misshandlungsskandal in einer Asylunterkunft nimmt Günther Jauch NRW-Innenminister Jäger in die Mangel. Richtig gut wird die Sendung aber erst durch die Geschichte einer Syrerin, die zum zweiten Mal nach Deutschland geflüchtet ist.
Die Politik hat sich des Themas organisierte Suizidbeihilfe angenommen. Maybritt Illner zieht in ihrer Sendung nach, interessiert sich aber vor allem für den Tod auf Rezept. Warum eigentlich?
Anne Will beschäftigte sich in ihrer Sendung mit dem Film „Die Auserwählten“. Es ging um sexuellen Missbrauch, aber letztlich um eine Frage: Wann beginnt eigentlich die Vergangenheit?
Zwei Paar Schuhe vor der Duschkabine: Der Spielfilm „Die Auserwählten“ vermittelt das Grauen des Missbrauchs, ohne ihn direkt zu zeigen - eine Fiktionalisierung mit Tiefe und Wucht.
Der Herbst 1989 ist ein Vierteljahrhundert her. Zeit für Sandra Maischberger zu klären, ob die DDR Heimat oder ein Unrechtsstaat war. Es geht unentschieden aus, aber zu erzählen gab es trotzdem viel.