Gewaltige raubtiermäßige Wellen
Volker Weidermann erzählt von Thomas Mann und dem Meer. In der Hörbuchfassung feiert Hanns Zischler mit ihm den „Zauberer“.
Volker Weidermann erzählt von Thomas Mann und dem Meer. In der Hörbuchfassung feiert Hanns Zischler mit ihm den „Zauberer“.
Vor achtzig Jahren ging Hamburg im Feuersturm alliierter Luftangriffe unter. Der Autor und Grafiker Hans Leip machte sich ein Bild der ungeheuren Verluste. Seine Texte und Zeichnungen beeindrucken noch immer.
Die Rückkehrer kamen mit leeren Händen: Hans Blumenbergs „Höhlenausgänge“ enthalten einen Schlüssel zum Wächteramt der Kritischen Theorie. Aus dem Tagebuch vom 3. Januar 1990.
Wie man zum Mann wird, was ein solcher eigentlich ist, sein könnte, sein sollte: Mit einem Lesefest am Berliner Wannsee wurde jetzt der Sammelband „Oh Boy“ vorgestellt. Wie weit ist die Debatte wirklich?
À la recherche de Rainer Maria Rilke: Der Nimbus Verlag versammelt in einem dreibändigen Kompendium Texte von Zeitgenossen des Dichters.
So nah wollte er sich mit dem Alltag gar nicht einlassen: Wilhelm Genazinos Nachlass erlaubt einen ersten Blick aufs Werktagebuch.
Er kam aus Westfalen und blieb seiner schwäbischen Alma Mater genauso treu wie seinen bevorzugten Autoren: Zum neunzigsten Geburtstag des Literaturwissenschaftler Helmut Koopmann.
Die Hauptfigur in Norman Maneas neuem Roman „Der Schatten im Exil“ hat keinen Namen – aber die gleiche Biographie wie der Autor selbst. Dabei steht das Werk für die Zerrissenheit während und nach der Flucht.
Bunt, queer und inklusiv: Thomas Manns „Zauberberg“ wird auf der Wuppertaler Bühne in der Inszenierung von Henri Hüster zum Menetekel der großen Fragen unseres kurzen Lebens.
Steven Lavine leitete fast dreißig Jahre lang das California Institute of the Arts. Heute sieht er die Kunstfreiheit in Amerika in Gefahr – und plädiert im Gespräch dafür, weiter zwischen Kunst und Aktivismus zu unterscheiden.
Rezension zu neuem Sammelband, warum Frauen in der katholischen Kirche bleiben +++ Dieter Borchmeyer über Thomas Mann +++ Krönungskonzert für Charles III.
Hoffen, obwohl man es besser weiß: Sieben Kulturschaffende aus der Türkei, die ihr Land verlassen haben, weil sie in Gefahr waren oder das Leben unter Erdogan nicht mehr aushielten, erzählen von ihrem Leben zwischen zwei Welten.
Das Jüdische Museum Frankfurt befasst sich anlässlich des Jubiläums der Nationalversammlung damit, wie Demokratie in der Paulskirche verhandelt wurde. Eine Klanginstallation wandert dafür durch die Stadt.
Sie hofften, obwohl sie es insgeheim wussten: Erdogan bleibt an der Macht. Sieben Menschen erzählen vom Leben zwischen zwei Welten
Die Rache für die männliche Überheblichkeit folgt auf dem Fuß: Olga Tokarczuks neuer Roman „Empusion“ führt in die Zeit und das Setting des „Zauberbergs“ von Thomas Mann, erzählt jedoch ganz anderes.
Eine Ausstellung im Historischen Museum in Frankfurt erzählt von der Hyperinflation im Jahr 1923. Das Thema ist heute wieder aktuell, doch die Kuratoren warnen vor übereilten Vergleichen mit der Gegenwart.
Die ARD will die NS-Vergangenheit ihres einstigen Programmchefs Hans Abich klären. Eine persönliche Recherche bringt viele Widersprüche zutage. Ein Gastbeitrag.
Eugen Ruge taucht in seinem neuen Roman in die Welt der römischen Antike ein. Doch statt mit der Geschichte die Gegenwart zu erschließen, klimpert er nur mit historischen Motiven und Zitaten.
Chatbots übernehmen den Literaturbetrieb, aber die Großkritiker wehren sich mit allen Mitteln: Die Suada des F.A.S.-Feuilletons zur Leipziger Buchmesse kämpft gegen die eigene Abschaffung.
Wenn es in Niederschlesien spukt und raunt, weiß man: Die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk hat ein neues Buch geschrieben. „Empusion“ spielt mit dem „Zauberberg“ und wirft feministische Rätsel auf.
Im Taiwan-Konflikt auf Distanz zu Washington +++ Ostermärsche +++ Borchmeyer über Thomas Mann +++ Mit 250 Euro Kindergeld zum vollfinanzierten Studium
Sie spielte in Serien wie „Ich heirate eine Familie“ und „Die Wicherts von nebenan“. Nun ist die Schauspielerin Maria Sebaldt im Alter von 92 Jahren gestorben.
Der rechte Mann zur vergangenen Zeit: Dieter Borchmeyer hat sich selbst sehr zufrieden gezeigt mit seinem 1500-Seiten-Buch über Thomas Mann. Und er hat Grund dazu.
In Schwalbach streiten Stadt und Bürger um die Umbenennung von drei Straßen. Die Stadt ist dafür, viele Anwohner dagegen.
Der Thomas-Mann-Biograph Dieter Borchmeyer feiert das eigene 1500 Seiten lange Werk in einer Zeitung. Gibt es denn gar keine Grenzen mehr?
Er schrieb gleichermaßen Standardwerke zur Pest, zu Deutschen in Venedig sowie zur Entstehung der Weihnachtskrippe aus dem Geist der Italianità: Zum Tod des Medizinhistorikers und Kunstgeschichtlers Klaus Bergdolt
Hermann Kurzke gräbt Tunnel in den lebensgeschichtlichen Untergrund des Werks von Thomas Mann: Zum achtzigsten Geburtstag des Mainzer Germanisten.
Georgij Ėfron gibt in seinen Tagebüchern aus den frühen Vierzigerjahren eine Innensicht des Sowjetsystems.
Wer Hugo Ball, den Initiator des Dadaismus, zum Antisemiten abstempelt, wird ihm nicht gerecht. Sein Fall zeigt: Wir können unsere kulturelle Vergangenheit weder umerziehen noch durch Verwerfungsgesten abschütteln. Ein Gastbeitrag.
Die Inszenierung von Thomas Manns „Mario und der Zauberer“ fokussiert sich auf politische Aspekte der Novelle – und überzeugt, bedrückt und begeistert zugleich.
Der Roman „Hauke Haiens Tod“ von Andrea Paluch und Robert Habeck ist neu aufgelegt und verfilmt worden. Braucht es politisches Talent, um als Paar gemeinsam zu schreiben? Ein paar Fragen an die eine Hälfte der beiden.
Mit „Mario und der Zauberer“ in Darmstadt beginnt die Gründungsintendantin des Stuttgarter Jungen Ensembles eine neue Lebensphase: Als freie Regisseurin.
Schon wieder? Immerhin! Zwei Romanadaptionen auf dem Theater: „ÖL!“ nach Upton Sinclair am Wiener Volkstheater und Thomas Manns „Der Zauberberg“ an der Burg.
Wer allein zum Philharmonikerball nach Wien reist, muss kein Mauerblümchen bleiben: Die Stadt bietet ihren Gästen nicht nur Leihkleider, Tanzstunden und Visagisten, sondern auch Taxitänzer. Selbstversuch mit einem gar nicht dressierten Mann.
Narziss zu Tisch bei Thomas Mann: Der nachgelassene Roman des Kunsthistorikers Ernst Michalski ist erstmals gedruckt worden.
Poesie des Taumels: Vito Žuraj und Händl Klaus haben aus Thomas Manns Erzählung „Die Betrogene“ die Kammeroper „Blühen“ gemacht. Brigitte Fassbaender setzt die Uraufführung in Frankfurt ebenso mutig wie diskret in Szene.