Die Ausweitung dessen, was auszuhalten ist
Der Telefonscherz in der Klinik der Herzogin von Wales, der einen Suizid nach sich zog, ist nur das jüngste Beispiel für die zunehmende Gnadenlosigkeit der medialen Verulkungsmaschine.
Der Telefonscherz in der Klinik der Herzogin von Wales, der einen Suizid nach sich zog, ist nur das jüngste Beispiel für die zunehmende Gnadenlosigkeit der medialen Verulkungsmaschine.
„Haremskonfekt“ nannte Thomas Mann Marzipan, das zum Markenzeichen seiner Heimatstadt Lübeck geworden ist. Sechs Firmen stellen es heute her, allen voran das Traditionshaus Niederegger.
Für diese Jahre fehlen seine Tagebücher, doch die Briefe, die Thomas Mann von 1924 bis 1932 schrieb, bieten mehr als nur Ersatz, wenn es um Einblick in sein Leben geht.
Wir lieben Familienunternehmen. Sie gelten als solide und vorausschauend geführt. Der Familienunternehmer denkt nicht - wie angeblich der bezahlte Manager - ...
Ägyptens Prä-Naissance: Zum hundertsten Jahrestag der Entdeckung von Nofretetes Büste zeigt das Neue Museum in Berlin eine unglaubliche Ausstellung über Kunst und Kultur der Amarna-Zeit.
Siebzig Jahre feiert der Autor Peter Handke: Über durchsichtige Buchstaben, den Briefwechsel mit seinem Verleger, Reisen an die stillsten Orte der Welt und sein vorerst letztes Buch.
Poesie in diplomatischen Diensten: Heinrich Deterings neuer Gedichtband „Old Glory“ durchkreuzt geografische und literarische Räume.
Ein Foto aus Berlin, schwarzweiß, 1929. Ein Mann, seine Frau, zwei Stöcke und eine Tasche. Es ist das Jahr des Nobelpreises für die „Buddenbrooks“, vielleicht ...
In Lübeck sind Postkarten aufgetaucht, die Thomas Mann an seinen Bruder Heinrich schrieb. Der Fund im Nachlass von Heinrichs Tochter Leonie ist eine kleine Sensation.
Sind Sie ein Bewunderer der Werke Robert Walsers? Klaudia Reinders, BremenEigentlich nicht.Sie gelten als großer Bewunderer der Prosa Thomas Manns.
Bildbiographien, in denen Leben bloß durch Abbildungen und allenfalls noch kurzen Kommentaren dokumentiert wird, können nur ein flaches Schaubedürfnis
Vom Schwarzen Peter zum Sekretär des Volkes: Der bekennende Föderalist Peter Gauweiler liebt politische und juristische Alleingänge. Das gefällt nicht allen, aber vielen. Eine Langzeitbeobachtung.
Der Kritiker Fritz J. Raddatz galt als stilvolle Persönlichkeit. Mit F.A.Z.-Redakteur Timo Frasch sprach er vor drei Jahren über Kunst als Dekor, die Verwüstung der Sprache und Stil als Korsett für Unsichere. Das Interview zum Nachlesen.
Erschöpft notierte Thomas Mann in eines seiner allerspätesten Tagebücher, er glaube kaum an die Poesie ums Wort „Herz“, aber das, was das Wort dabei meine,
Seit wenigen Wochen darf sich Deutschlands kleinstes Bundesland in dem Ruhm sonnen, eine Elite-Universität zu haben. Mehr als vierzig Jahre hat es gedauert, ...
Um Erwin Panofskys verschollenes Manuskript rankten sich Legenden. 1934 verließ der jüdische Kunsthistoriker Deutschland. Jetzt wurde seine Schrift gefunden - in einem ehemaligen Panzerschrank der NSDAP.
Die Emigration war nach 1933 für eine halbe Million Deutsche die einzige Möglichkeit, sich vor Verfolgung zu retten. Das dokumentiert eine Ausstellung in der Deutschen Nationalbibliothek.
Der Speisesaal ist ein Relikt aus den Zeiten, als das Essen noch ein soziales Schauspiel war. Heute übernimmt das Büffet, die zeitgemäße Form der Massenverköstigung, die Herrschaft.
Literaten, Künstler und normale Sterbliche: Sie alle sind fasziniert von der Welt der Berge. Den einen ist sie Inspiration, den anderen Freizeitpark, und manchen Ort von Gipfelglück und Niederlage.
Ein Mann läuft an und verschießt. Schon wieder oder zum ersten Mal. Verliert das Spiel deswegen. Verliert in Serie, das dritte, vierte Mal hintereinander.
Wahrscheinlich ist Lissabon sehr schön. Genau wusste Thomas Mann es nicht, denn er ist ja selbst nie da gewesen. Aber seine Schwiegermutter war mal da und ...
Marcel Reich-Ranicki bekam langsam wirklich schlechte Laune. Er hatte den Vorschlag für einen Ausflug aufs Land ohnehin sehr reserviert aufgenommen.
Welches Buch von Franz Kafka würden Sie einem Erwachsenen als Einstieg empfehlen, der Kafka noch nie gelesen hat?Günter H.
Die Enteignung des demokratischen Souveräns muss das zentrale Thema der Debatte werden: Warum Europa sein Verlangen nach Weltmachtstatus aufgeben und dem Vorbild der Schweiz nacheifern sollte.
Das Flugblatt „Die Andere Seite“ veröffentlichte Dokumente und Nachrichten zum Kriegsverlauf, zur deutschen Militärstrategie und zu NS-Verbrechen. Von der Royal Air Force mit Luftpost zugestellt, fand es seine Leser in Deutschland.
Warum schreibe ich kostenlos Hunderte Artikel für die Online-Enzyklopädie Wikipedia? Aus Enthusiasmus für die Sache. Dafür nehme ich den einen oder anderen „Edit-War“ in Kauf.
Mit dieser Pädophilen-Novelle bekäme man heute Schwierigkeiten: Vor 100 Jahren erschien Thomas Manns „Tod in Venedig“ - und stellte die Toleranz der Literaturkritik auf die Probe.
In der „Frankfurter Anthologie“ sind viele Gedichte von Conrad Ferdinand Meyer. Was halten Sie von seiner Prosa - ist sie heute noch aktuell? Dr.
In seinem Romandebüt inszeniert Michael Maar den Menschen als ein umwegiges Wesen und erweist sich als liebevoll ironischer Chronist menschlicher Leidenschaften.
Frankfurts Verwüstung, aus der Fremde betrachtet. Ein Komponist, ein Schriftsteller und ein Requiem: Paul Hindemith schreibt an Erwin Walter Palm.
Janusz Kica inszeniert den „Zauberberg“ bei den Festspielen in Bad Hersfeld.
In ihrem Roman „Family History“ von 1932, der als „Eine Frau von vierzig Jahren“ 1950 erstmals auf Deutsch erschien, zeichnet Vita Sackville-West das bewegende Porträt ihrer Generation. Jetzt ist das Meisterwerk in neuer Übersetzung zu entdecken.
In der Bibel ist Joseph der Mann im Hintergrund, der an der Wiege die Laterne halten darf. Patrick Roth zeigt ihn nun als einen, der Gottes Plan zu durchschauen versucht.
Der Literaturtheoretiker Georg Lukács darf bei Google mittlerweile nur noch „György“ heißen. Doch dieser nationalen Festlegung nicht genug: Einwanderern wird neuerdings verboten, deutsche Nachnamen anzunehmen.
Die wilde Debatte um den Nazi-Vorwurf hat sich beruhigt, aber eine Frage bleibt: Gibt es einen Kern in den Büchern von Christian Kracht? Eine Spurensuche.