Carl Schmitt auf dem Zauberberg
Der Germanist Pierre-Paul Sagave versuchte schon früh, hinter der Figur des reaktionär- revolutionären, jüdisch-jesuitischen Leo Naphta in Thomas Manns Roman reale Personen zu sehen.
Der Germanist Pierre-Paul Sagave versuchte schon früh, hinter der Figur des reaktionär- revolutionären, jüdisch-jesuitischen Leo Naphta in Thomas Manns Roman reale Personen zu sehen.
Seit dem Tod des Gatten Oberstleutnant von Tümmler bei einem Automobilunfall zehn Jahre zuvor lebt Rosalie von Tümmler mit ihren zwei Kindern in Düsseldorf,
Sie wissen, gerät er in die Fänge der USA, erwartet ihn die Todesstrafe. ... Wo der Staat auch der Täter ist, wie hier, hat kein Angeklagter etwas zu hoffen von der Justiz.
Von Florian BalkeFrankfurt. Wer Tagebücher anderer liest, entwickelt einen Hang zur ungerührten Grausamkeit. Cristina Herbst freut sich, wenn sie in den ...
„Die komische gewichtige Gangart, die Verwachsenen manchmal zu eigen ist“ - in dieser szenischen Lesung der frühen, weichenstellenden Novelle Thomas Manns ist
Die Aktualität der Psychoanalyse im öffentlichen Bewusstsein, sofern sie überhaupt gelegentlich noch in den Brennpunkt rückt, wird schon lange nicht mehr an
Unermüdlich verteidigt Gerhart Baum die bürgerliche Freiheit. Bei einer Filmpräsentation in Frankfurt zeigt er, dass Politik mehr ist als nur ein Programm.
Ein Meisterwerk der Abstraktion, ein Pendant zu Prousts „Recherche“ und ein magisches Theater in der Psyche des Autors: Was Hermann Hesses „Das Glasperlenspiel“ heute noch an Geheimnissen zu entbergen hat.
Sie haben einen guten Mann begraben: Die Trauerfeier für Walter Jens bringt es, mit Mozarts Requiem, ans Licht: Wahre Aufklärung gibt es nur im Himmel. Eine Tübinger Abschiedsszene.
ZÜRICH, 16. JuniEr war ein Egomane sondergleichen und ein sächsisch salbaderndes Ekel. Er brachte die Finanzen eines ganzen Staates in Unordnung und spannte ...
Genau so, das hatte Walter Jens immer wieder gesagt und geschrieben, genau so durfte es auf keinen Fall zu Ende gehen mit ihm: Als „Es“, als „Kreatur“, als
ler. WIESBADEN/BRÜSSEL. Die Finanzkrise untergräbt das Vertrauen in die Europäische Union (EU). In einer vor kurzem veröffentlichten Umfrage äußerten nur noch ...
Peter Schneider, Chronist und Romancier der Studentenrevolte, hat die Briefe seiner Mutter gelesen - und nicht nur eine große Liebende darin entdeckt. Die Briefe erzählen auch die Geschichte seiner eigenen Kindheit.
Heros der Wagner-Rezeption: Hans-Jürgen Syberberg hat den Diskurs über die Verstrickung des Werks und der Familie in den Nationalsozialismus angestoßen. Jetzt fordert er gar den Regie-Eingriff in die Partituren.
Es ist Unsinn, es geht einfach nicht, Wagners Musik von Wagners Leben und den schrecklichen Schriften abzutrennen. Sprechen wir also, zum 200. Geburtstag, von der Musik.
Am Pfingstsamstag traf ich Herrn Lang von DeutschlandRadio wieder. Es war in der Frauenkirche in Dresden, kurz vor acht, die meisten Musiker standen schon ...
Die Erinnerung an das Fernsehen ist schöner als das Fernsehen je war. Vorabendserien, Trickfilme, Kinoreihen in Schwarz und Weiß, donnerstagabends, Viertel ...
Louis Vuittons neuer Stützpunkt in München zeigt, wie man heute eine Handtasche kaufen könnte - nämlich in großräumigen Erlebnisgeschäften, zwischen moderner Kunst und Filmvorstellungen.
Thomas Mann und James Joyce, so verschieden sie auch waren, gelten als die bedeutendsten Romanschriftsteller des 20. Jahrhunderts.
Heiter, verrätselt, anspielungsreich und manchmal böse: Thomas Manns Schwiegermutter Hedwig Pringsheim war eine grandiose Briefautorin. Das zeigt die Korrespondenz mit ihrer Tochter Katia.
pik. Berlin, 7. April. Der Gedanke an Thomas Manns „Zauberberg“ liegt nahe. 850 Seiten Text haben Abgeordnete und Sachverständige in den vergangenen zwei ...
Die evangelische Kirche ist darauf aus, Luther eine möglichst große Bedeutung für die Gegenwart zuzuschreiben. Dabei fixiert sie sich merkwürdig auf die Schattenseiten und verliert Entscheidendes aus dem Blick: In Luther haben sich die Deutschen stets auch ein Bild von sich selbst gemacht.
Als Kind tanzte er nackt auf dem Monte Verità: Lisa Zeitz hat eine mitreißende Biographie des Psychoanalytikers und Kunstsammlers Werner Muensterberger geschrieben
Unter den großen Suhrkamp-Autoren ist - das muss man auch bei S. Fischer zugeben - Thomas Mann garantiert einer der größten.
von Dr. Thomas AssmannSeit drei Wochen rauscht durch unsere Praxis keine Grippe- oder Hustenwelle, sondern ein wahrer Husten-Tsunami.
Er ist einer der letzten Heterosexuellen, die noch Kinder adoptieren würden, er fordert uneingeschränkte Solidarität mit Rainer Brüderle und würde seine Show selbst dann weitermachen, wenn niemand sie mehr sähe: Ein Gespräch mit Entertainer Harald Schmidt.
Fünfzig Jahre nach ihrem Tod kennt jeder noch die Sängerin Edith Piaf. Kennt? Sie bleibt ein Rätsel - trotz der akribischen Biographie des Musikwissenschaftlers Jens Rosteck.
Vor hundert Jahren begann Hans Castorps Untergang und die Zeit der großen Gereiztheit hatte die Welt erfasst. Was wir lesen, wenn wir heute den „Zauberberg“ lesen.
Im Nachlass eines Wagner-Enkels ist das Bayreuther Tagebuch Alfred Pringsheims aufgetaucht. Der Schwiegervater von Thomas Mann war 1876 bei Proben zur „Ring“-Uraufführung dabei. Wir drucken erstmals Auszüge.
Sängerfreundlich war er schon damals nicht: Richard Wagners Frühwerk „Die Feen“ gerät an der Leipziger Oper zur Kindergeburtstagsparty.
Ein neuer Machtstil dominiert Europa. Im Interview erklärt der Soziologe Ulrich Beck, wie das Hinausschieben von Entscheidungen durch Angela Merkel Deutschland eine merkwürdige politische Dominanz in Europa erarbeitet.
Der Name Thomas Manns fällt nicht, dennoch trifft dieses Gedicht den Kern des Schriftstellers und das Herz seiner Leser. Eine Interpretation von Heinrich Deterings „Kilchberg“ - mit Lesung.
Von den Anfängen bis zur aktuellen Auseinandersetzung: Wer ist wer, und wer will was beim kompliziertesten Verlag des Landes? Versuch einer Zusammenfassung in schlichten Worten.
Das ganze Jahr über hängen wir am Tropf der digitalen Medien. Nur an Weihnachten besinnen wir uns bei knisterndem Kaminfeuer unserer analogen Wurzeln. Sind unsere Gefühle noch echt, wenn die Nostalgie in 3D daherkommt?
Auferstanden aus Schwefeldämpfen: Michael Rutschky studiert die Notizbücher seiner Vaters und findet darin einen Arbeitsroman aus den Anfängen des deutschen Wirtschaftswunders.
Fehlt japanischen Familienunternehmern der geeignete leibliche Erbe, wird einfach ein Manager adoptiert. Diese Praxis ist überraschend verbreitet und erfolgreich. Von Philip Plickert