Der Westen leuchtet heller
Die russische Propaganda schimpft uns als weich und dekadent. Viele Deutsche glauben, da sei etwas dran. Aber das Gegenteil ist der Fall.
Die russische Propaganda schimpft uns als weich und dekadent. Viele Deutsche glauben, da sei etwas dran. Aber das Gegenteil ist der Fall.
Schauspieler, Musiker, Maler, Autor: Armin Mueller-Stahl, einer der wenigen deutschen Weltstars, hat enorm viele Talente - vor allem aber viel Charakter. Das hat er in der Sendung von Reinhold Beckmann wieder einmal bewiesen.
Das Elternhaus ist verwaist. Doch vor dem Verkauf wartet eine Herkulesaufgabe auf die Erben: Wohin mit dem Tafelsilber, den Büchern, dem Biedermeierschrank und all den Dingen, an denen so viel Erinnerung hängt?
Kitsch ohne Reue, pure närrische Kraft und ein Massenauflauf von Stars: Akiva Goldsman verfilmt den Fantasy-Bestseller „Winter’s Tale“. Colin Farrells Frisur spielt auch mit.
Was andere über Thomas Mann schreiben, wird immer banaler und langweiliger. Schon wieder erscheint ein Roman über den Schriftsteller. Schuld an der Tendenz zur reinen Oberfläche sind Breloers Doku-Dramen.
Die Hessen-CDU setzt bei der Europawahl auf die alten Routiniers. Landeschef Bouffier gibt sich auf dem Parteitag in Stadtallendorf sicher, dass die Union die Wahlen in Hessen gewinnen wird.
Thomas Mann wurde Kosmopolit, weil ihm nichts anderes übrigblieb. Was ist geblieben von den kosmopolitischen Ideen der Literaten? Ein Gespräch mit der Germanistin Sigrid Thielking und dem Soziologen Ulrich Beck.
Was bleibt von Albert Camus, der am 7. November hundert Jahre alt geworden wäre, am Ende des Jubiläumsjahres? Sein Biograph Martin Meyer sagt: Von ihm sei zu lernen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was könnte das sein?
Ihr ging es stets um den Menschen, um Moral und Lebenslügen, Selbstbetrug und Enttäuschungen. An diesem Mittwoch wird Nadine Gordimer, die Literatur-Nobelpreisträgerin von 1991, neunzig Jahre alt.
Als engagierter, liberaler und weltoffener Direktor des Düsseldorfer Kunstvereins hat der Kunsteinkäufer Hitlers nach dem Krieg eine vielbeachtete und sehr erfolgreiche Karriere hingelegt. Eine Spurensicherung.
Maxim Biller begibt sich mit seiner Novelle „Im Kopf von Bruno Schulz“ auf die Spur eines der größten und tragischsten jüdischen Schriftsteller.
Es kommt mir so vor“, schrieb Bruno Schulz in sein Notizbuch, das er aufgeklappt gegen die halbgeöffnete Tischschublade drückte, „als hätten die Menschen von
Die Universität Zürich opfert eine unliebsame Gelehrte. Das unsaubere Verfahren nutzt vor allem dem bekannten SVP-Politiker Christoph Mörgeli. Dass die Universität der Staatsanwaltschaft freiwillig Zugriff auf den gesamten E-Mail-Verkehr der Hochschule einräumt, ist ein Skandal.
Mit dem Herbst kommt auch die Saunazeit. Das Schwitzen tut Körper und Seele gut. Doch Saunieren kann noch viel mehr bewirken. Zu Besuch in einem finnischen Saunaclub.
Die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt zeigt Brasilien als Zufluchtsort deutscher Emigranten.
Wir hätten noch so viele Fragen gehabt. Marcel Reich-Ranicki ist gestorben. Uns bleibt, außer einer großen Traurigkeit, das Staunen über diesen wunderbaren Mann.
Die Erstplazierten der Bestsellerliste in Literatur, Daniel Kehlmann, und Sachbuch, Rüdiger Safranski, über Goethe, Lebensexperimente und den richtigen Umgang mit Widersachern.
2003Ich habe Ihnen vor einiger Zeit meinen ersten Roman zugeschickt, Sie aber haben mir nie geantwortet. Warum? Ich lese kein einziges dieser Manuskripte, ...
Es war bei der Feier zum fünfzigsten Jahr des Bestehens des Suhrkamp Verlags. Die kurze Szene spielte sich am kalten Buffet ab.
Marcel Reich-Ranicki ist tot. Der größte Literaturkritiker unserer Zeit verkörperte, in Verfolgung und Ruhm, das zwanzigste Jahrhundert. Er war ein permanenter Protest gegen Langeweile und Mittelmaß. Niemand vermochte einer ganzen Gesellschaft die Bedeutung von Literatur so zu vermitteln wie er.
Die Begeisterung seiner Leser war seine gefährlichste Waffe - er setzte sie ein für die Literatur, die er liebte. Erste Reaktionen auf den Tod von Marcel Reich-Ranicki.
In Frankfurt ist nur sehr wenigen Soziologen bekannt, dass sich das Grab von Max Horkheimer auf dem Jüdischen Friedhof in Bern befindet.
Wabernder Narzissmus: Das Regiestudio zeigt „Wälsungenblut“ in der „Box“ des Frankfurter Schauspielhauses, eine Adaption von Thomas Manns gleichnamiger Novelle.
Am Freitag erscheint ein neues Buch von Imre Kertész, 83, dem Überlebenden eines Konzentrationslagers und Literaturnobelpreisträger, wenn man sein Leben auf
Unordnung und späte Funde: Im Thomas-Mann-Archiv in Zürich wurden dreizehn Kisten mit Briefen aus dem Familienbesitz schlichtweg verlegt. Das erzürnt die Erben und wirft gravierende Fragen auf.
Kein Thema schlägt gebildete Leser heute mehr in Bann als das erotische Begehren der Behinderten. Liegt darin das Symptom einer Ästhetisierung oder die Spur eines emanzipatorischen Impulses?
Wie viel weiß diese Autorin von Sonnenuntergängen, Schneelandschaften, Teerundengeplauder, dem Leben auf Londoner Straßen oder den Studierstuben jüngerer
Das Inzest-Tabu gehört zu den wenigen Sanktionen sexueller Praxis, die ihre Schärfe bis heute bewahrt haben. Zugleich lassen sich starke Argumente zu seiner Aufhebung anführen. Was ist das Inzest-Problem?
An einem Juliabend des Jahres 1901 ging Thomas Mann ins Theater. Er sah eine Inszenierung des „Othello“ im Münchner Schauspielhaus.
Richard Wagner vermengte für sein Erlösungsdrama Juden-, Germanen- und Christentum mit diversen Mystiken und braute daraus seine Menschheitsutopie. Daraus steigt Klarheit, Wahrheit.
Mit dem Kauf der „Washington Post“ landet der Amazon-Chef Jeff Bezos einen Überraschungscoup. Nun rätseln alle, was er mit der Zeitung vorhat. Wird er sie in den Dienst seiner üblichen digitalen Gewinninteressen stellen?
Die Geheimnisse anderer entlarvend, die eigenen Heimlichkeiten nicht ganz verbergend: In ihren klugen und gewitzten Essays zur Literatur macht Ulrike Draesner den Leser zum Helden.
Als Thomas Manns „Der Tod in Venedig“ im Oktober und November 1912 zuerst in der „Neuen Rundschau“ erschien, konnte niemand ahnen, dass diese Erzählung einmal
Schullektüren sind prägende Texte, das gilt vor allem für die verbindlichen Lektüretexte in der Oberstufe, die im Deutsch-Abitur geprüft werden.
Am Strand der brasilianischen Costa Verde verfällt ein kleines Haus. In ihm hat die Mutter von Thomas und Heinrich Mann ihre Kindheit verbracht. Die Sehnsucht nach dem Süden gab sie den Söhnen mit.
Was hätte sein können, aber nie geschah: Der greise Zauberer trifft in Hans Pleschinskis Roman „Königsallee“ auf den schönen Jüngling, den er einst liebte.