Der Kritiker als Kuppler
Er brachte und dachte brillant zusammen, was andere nicht wagen - vor allem nicht so emphatisch. Zum Tod des Intendanten und Theatergedankenmachers Ivan Nagel.
Er brachte und dachte brillant zusammen, was andere nicht wagen - vor allem nicht so emphatisch. Zum Tod des Intendanten und Theatergedankenmachers Ivan Nagel.
Bereits vor drei Jahren hat John von Düffel Thomas Manns „Joseph“-Romane für das Theater adaptiert. Seiner Version widerfährt in der Berliner Inszenierung von Alize Zandwijk nun ein Himmelfahrtskommando.
Aus erzwungenem Anlass: Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki äußert sich erstmals zu dem umstrittenen Gedicht von Günter Grass „Was gesagt werden muss“. Er attackiert den Nobelpreisträger scharf.
Zum Jubiläum scharen sich Kenner und Liebhaber um das Lagerfeuer ihrer Jugendträume: Hundert Jahre nach seinem Tod wird Karl May jedoch mehr interpretiert als gelesen.
Ein denkwürdiger Platz ist frei. Wer möchte, kann Thomas Manns Haus am San Remo Drive im Westen von Los Angeles beziehen, allerdings nur zur Miete.
Wenn es dem Ende zu geht, kehren alle Anfänge zurück: Christoph Schmitz erinnert sich an gelebtes Leben im Zeichen des Sterbens.
Wir treffen den bedeutendsten Lyriker Polens in einer Frankfurter Apfelweinkneipe. Er spricht entspannt über Dichtung und wie sie entsteht, wie er seine Bilder schreibt und warum Fotografen immer zu früh kommen.
Mehrere tausend sind zum Flughafen gekommen, um abermals gegen Lärm und für ein längeres Nachtflugverbot zu demonstrieren.
Wer etwas zum aktuellen Deutschland-Bild der Franzosen erfahren möchte, kann die Zeitungen lesen oder die Leute auf der Straße befragen. Das Ergebnis ist jeweils erschütternd.
Winfried Papenfuß schreibt über Selbstheilung, Antonio Damasio versucht Bewusstsein zu erklären und Dominique Eigenmann schwärmt von Roger Federer. Dies und mehr in den F.A.Z.-Sachbüchern der Woche.
Bierdurst und Gemütlichkeit, Vereinsmeier und Waldeinsamkeit: Thea Dorn und Richard Wagner blicken mit einer dicken Anthologie tief in die deutsche Seele. Ein Buch für alle und jeden.
Schwäbische Kunde oder Erinnerung eines Kindes an schlechtere Tage, aber bessere Zeiten und einen fabelhaften Mann namens Theodor Heuss. Aus gegebenem Anlass.
Das Kleist-Jahr geht zu Ende - ist noch etwas zu sagen? Wenn man sich kurz fasst, ja. Adam Soboczynski braucht nicht viel Platz für erhellende Thesen.
Am 21. November richtete der Dichter Heinrich von Kleist eine Waffe gegen sich selbst und starb, nachdem er zuvor schon seine Geliebte umgebracht hatte. Radikaler sind höchstens seine Werke.
Randvoll mit Ereignis und Aktion: Unter den Hörbüchern zum zweihundertsten Todestag Heinrich von Kleists ragen Rolf Boysens Lesungen deutlich heraus.
Der Schriftsteller Martin Walser hat an der Universität Harvard eine Rede zum 9. November gehalten. Darin zieht er die Summe seines Lebens und Werks.
Die Universität Harvard hat Martin Walser eingeladen, eine Rede zum 9. November zu halten. Die Ansprache des Schriftstellers zielt ins Zentrum seines Selbstverständnisses.
Eine Flusskreuzfahrt auf dem Rhein: Die Ausblicke wunderbar, das Personal freundlich und der Service perfekt. Wenn nur das Geklimper von Clayderman nicht wäre.
Der Kanzlerkandidat des Altkanzlers zeigt, was in ihm steckt: Der Gesprächsband von Helmut Schmidt und Peer Steinbrück dokumentiert eine Begegnung in gebremster Lockerheit.
Er habe keine Biographie, hat Friedrich Dürrenmatt einmal behauptet, seine Schriftstellerei ziele von ihm weg. Nun zeigt der Peter Rüedi, wie Autor, Leben und Werk doch zusammenfinden.
Nicht zu fassen, dass wir darauf Jahrzehnte warten mussten: Wilfried F. Schoellers Biographie Alfred Döblins schließt eine klaffende Lücke.
„Der Mann mit dem Fagott“, ein Zweiteiler nach dem Lebensroman von Udo Jürgens, ist trotz einiger Schwächen ein großer Fernsehfilm. Er verbindet die Biographie des Sängers mit der schier unglaublichen Geschichte seiner Familie.
Was haben der amerikanische Schriftsteller Michael Cunningham und der soeben nach Amerika entschwundene Karl Theodor zu Guttenberg gemeinsam? Beide haben viel gelesen und manches abgeschrieben. Während in der Wissenschaft allerdings ...
Welche Dichter der ehemaligen DDR haben Sie besonders beeindruckt? Und sind diese nach dem Ende der Diktatur immer noch lesenswert? Besonders beeindruckt haben mich DDR-Autoren, die im Exil geschrieben haben, also: von Anna Seghers ...
Wein und Bücher passen nicht nur zu Hause zusammen, sondern auch auf dem Rheingau Literatur Festival. Dieses Jahr beginnt die "Wein-Lese" am 15. September um 20 Uhr im Weingut Geheimrat J. Wegeler, Oestrich-Winkel, mit einer Lesung aus Peter Kurzecks neuem Roman "Vorabend".
Für einen inhaltlich sehr informativen Artikel "Wer kann Thomas Mann am besten?" (F.A.Z.-Feuilleton vom 20. August) über den aktuellen Stand der Thomas-Mann-Forschung möchte ich Ihrer Zeitung ein großes Lob aussprechen.
Heute erinnert ein Festakt im Kaisersaal an den 125. Jahrestag der Gründung des S. Fischer Verlags. Die Geschichte des Unternehmens, das seit mehr als sechzig Jahren in Frankfurt ansässig ist, war bewegt.
Hätte Samuel Fischer nicht den Staub der Kleinstadtheimat von den Füßen schütteln wollen, gäbe es heute im Römer nichts zu feiern. Aus dem heute slowakischen Sankt Nikolaus in der Liptau hatte sich der Sohn deutschsprachiger Juden erst nach Wien, dann nach Berlin aufgemacht.
Hinter dem Eingangstor in der Frankfurter Hedderichstraße 114, über das ganz passend Johannes Gutenberg wacht, liegt das Haus des Fischers, der mit starkem Arm sein Netz einzieht. Das 1895 von dem Jugendstilkünstler Otto Eckmann gezeichnete Signet setzt das Selbstverständnis des S.
Er war einer der erfolgreichsten und umstrittensten niederländischen Autoren seiner Zeit, ein leidenschaftlicher Querulant, der schließlich ins Exil nach Paris ging, um von dort aus über die Verhältnisse in seiner hassgeliebten Heimat ...
Einer der berühmtesten Schriftsteller englischer Sprache unterhält eine Art Liebesbeziehung zur deutschen Sprache. Hier erzählt er, warum auf seinem Rasierpinsel ein „Faust“-Zitat prangt.
Bei den meisten Liebesgeschichten ist es leider so, dass das Happy End eher am Anfang kommt und nicht am Ende, wohin es viel besser passen würde. In meiner Beziehung zu Deutschland aber kommt das Happy End genau zum richtigen Zeitpunkt.
Ich habe den "Mann ohne Eigenschaften" von Robert Musil gelesen und ihn beinahe unbewusst mit Thomas Manns "Zauberberg" verglichen. Kann man diese beiden Romane tatsächlich miteinander vergleichen? Es gibt in der Weltliteratur verschiedene ...
Das ist jetzt fast fünfzig Jahre her, dass Monika Schoeller, die damals noch Monika von Holtzbrinck hieß, ihren Vater Georg zu Gottfried Bermann Fischer und seiner Frau Brigitte begleitete. Es war in der Falkensteiner Straße in Frankfurt, damals Stammsitz des S.-Fischer-Verlags.
Lübeck, München und Düsseldorf wetteifern um den Schriftsteller. Jetzt baut nicht nur das Buddenbrookhaus an, sondern alle Gedenk- und Forschungsstätten planen Erweiterungen.
Zur Besprechung des Romans von Michael Degen, "Familienbande" durch Friederike Reents, F.A.Z.-Feuilleton vom 10. August): Der Besprechung des Romans "Familienbande" über Michael Mann ist zu entnehmen, dass auch Degen als bewiesen ...