Ich Jude, du Muslim
Deutschland diskutiert über Antisemitismus, viele zeigen dabei auf die Muslime. Der israelische Politologe David Ranan findet das unlauter. Auch Forscher würden die Situation verkennen.
Deutschland diskutiert über Antisemitismus, viele zeigen dabei auf die Muslime. Der israelische Politologe David Ranan findet das unlauter. Auch Forscher würden die Situation verkennen.
Er ist DJ, einer der besten DJs überhaupt. Er ist aber auch ein Künstler, der das Private schätzt – und doch hat DJ Koze Angst, in der Öffentlichkeit zu scheitern.
Ein Rechtsanwalt aus Arizona verschickt Doping-Präparate in alle Welt. Prominente Kunden, etwa aus der NFL, sind bekannt – und werden doch nicht gesperrt.
Die Autorin Brigitte Kronauer blickt zurück und spricht über das Plüschige bei Thomas Mann, die Herausforderung von Zeitgenossenschaft und das Älterwerden.
An der ligurischen Küste siedeln sich immer mehr reiche Russen an. Einheimische sehen deren zunehmende Präsenz kritisch – ihr Geld jedoch nehmen sie gern.
Über Ayad Akhtars Stück „Geächtet“ diskutiert die ganze Theater-Welt, „Junk“ hat bald am Münchner Residenztheater Premiere. Ein Gespräch mit dem Dramatiker über das Theater, Deutschland und Vorwürfe der Islamfeindlichkeit.
Rassisten, die sich besser als Kartoffeln verkleiden sollten, in einer Heimat, die man dem rechten Rand überlässt: Die gängigen Meinungen urbaner Medien sind weit weg von der Lebensweise und Politik der Provinz.
Reiseführer, Selbsthilfe-Anleitungen, Gesammelte Essays und Regenschirme – was man in Buchläden nicht mehr findet, sind große Werke aus unserer eigenen Gegenwart. Übersehen wir sie, oder ist ihre Zeit zu Ende gegangen?
Literatur für Männerbünde, für Geheimgesellschaften – mit überraschender Nähe zu Tolkiens „Hobbit“: Eindrücke eines Dichters bei der ersten Lektüre von Ernst Jüngers „Auf den Marmorklippen“.
Keine Spur von Verfall: Dirk Seiger kocht in seinem Restaurant „Buddenbrooks“ im altehrwürdigen Kurhaus von Travemünde eine Küche voller luxuriöser Lebendigkeit.
Seine Aufgabe war es, Menschen zu fotografieren, bevor sie verlorengehen – den kleinen Mann wie die großen Deutschen. Zum Tod von Stefan Moses.
Wohl dem Staat, der das Wort „Galgenhumor“ nur noch im übertragenen Sinne kennt: Norbert Lammerts Parlamentsverständnis reicht weit zurück und sollte ebenso weit in die Zukunft weisen.
Ende Januar stehen traditionell die Stuttgarter Antiquariatsmesse und die Antiquaria im nahen Ludwigsburg im Programm - ein Blick in die Kataloge.
Dass unsere Literaturlandschaft so vielfältig ist, verdankt sie engagierten Kleinverlagen, die bei ihren Bücher auf Qualität und Originalität setzen. Hier sind drei aktuelle Beispiele.
Die Deutsche Bahn möchte einen ICE nach Anne Frank benennen – denn sie sei „neugierig auf die Welt“ gewesen. Aber Anne Frank wurde mit der Bahn deportiert.
Zweiundzwanzig Stunden im Kreis des Zauberers: Eine neue Edition des Hörverlags versammelt Ton- und Filmdokumente von Thomas Mann und erstmals auch von der ganzen Familie.
Egal, wie oft man sie liest – in Thomas Manns Büchern, Novellen und Erzählungen lässt sich immer wieder Neues entdecken. Die Mode ist besonders detailliert beschrieben. Ein Streifzug zum Herbst, zur Lesezeit.
Amélie Nothomb treibt belgische Aristokraten elegant zur Verzweiflung: Das Schloss ist marode, aber die Gartenparty steht bevor – da kommt eine tödliche Weissagung ungelegen.
Vielleicht ist der Spottumentarfilm die Kunstform unserer Zeit: Salman Rushdies großer, völlig überkandidelter Amerika-Roman „Golden House“ treibt postmodernes Erzählen auf die Spitze.
Gefühllos will die Welt betrachtet werden: Der Schriftsteller Michel Houellebecq wirbt für Arthur Schopenhauer. Doch nicht nur auf ihn hatte der Philosoph großen Einfluss.
Von Erfolgen und Fehlern: Warum der Münchner A1 Verlag, Spezialist für internationale Belletristik, den Betrieb einstellt.
Der 20. Juli 1944 steht für den Widerstand gegen Hitler. Auch im Grundgesetz gibt es ein Widerstandsrecht. Es schließt die Gewalt gegen den freiheitlichen Staat aus. Ein Gastbeitrag.
Hoch lebe das Papiermaché! Ein Besuch im Barockschloss Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern.
Der Schriftsteller und Philosoph Rüdiger Safranski erhält in der Frankfurter Paulskirche den Ludwig-Börne-Preis. Das entschied der alleinige Preisrichter Christian Berkel – und begründet es mit dieser Rede.
Wären doch die Preußen nur zu ihr bekehrt worden! Kaiserin Maria Theresia war als Mutter der Nation die Keimzelle des österreichischen Selbstverständnisses. Heute wäre sie 300 Jahre alt geworden.
Wollte Goethe heute mediterran essen, müsste er nicht mühsam mit der Postkutsche über die Alpen rumpeln, sondern nur in Weimar um die Ecke gehen: ins „Anna Amalia“. Das Gourmetrestaurant befindet sich im berühmten Hotel „Elephant“.
Ungarn wird heftig kritisiert für jene „Transitzonen“, in denen Migranten inhaftiert werden. Menschenrechtler sprechen von einem illegalen Internierungslager. Dabei sei doch alles ganz in Ordnung, heißt es seitens der Regierung.
Blick zurück nach sechzig Jahren: Stephan Kimmig dramatisiert Martin Walsers Debütroman „Ehen in Philippsburg“ als Uraufführung am Schauspiel Stuttgart.
Der Sylt-Krimi des ZDF schickt Kommissar Clüver durch die Tiefen und Höhen und wieder Tiefen des Amourösen. Wer Spannung sucht, ist hier nicht unbedingt richtig – dafür gibt es Sand, Wind und Salzwasser.
Ein Homosexueller, der Minderheiten diskriminiert – wie kann das gehen? Es gab immer auch eine radikal rechte Spielart schwuler Identität. Die Äußerungen von Milo Yiannopoulos zur Pädophilie stehen in dieser Tradition.
Das gibt es nicht auf Rezept: In der Kinogroteske „A Cure for Wellness“ lässt Gore Verbinski in einem wahnsinnigen Sanatorium in der Schweiz die absurden Puppen tanzen.
Jonas Lüscher gilt als Hoffnungsträger der deutschsprachigen Literatur. Sein erster Roman „Kraft“ bestätigt die Erwartungen.
Im Schlaf ist jeder ein Dichter, aber nicht jeder Schriftsteller findet Ruhe im Hotel.
Joachim Gauck trifft in Frankreich auf einen Präsidenten, vor dem er seine Sorge um Europa nicht verbergen muss. Auch was Donald Trump anbelangt, ist er mit François Hollande einer Meinung.
Wenn der Stil zum Protagonisten eines Romans wird: Maxim Billers „Biografie“ ist ein Kampf von Balzac gegen Flaubert. Über Billers Lust am Textexzess und eine Leseerfahrung, die das Selbst des Lesers demontiert. Das Buch hat beinah tausend Seiten, deshalb hat sich der Rezensent etwas Zeit gelassen.
Sahra Wagenknecht gibt der deutschen Politik eine Mitverantwortung am Erstarken des IS, schimpft über den Kapitalismus und lobt den Wettbewerb. Jetzt will sie sogar regieren. Wohin soll das noch führen?