Je später der Abend, desto bewegter die Gäste
Ein Mann ruft ein letztes Mal seine Familie zusammen: Er will sich von allen verabschieden, bevor er zum Sterben in die Schweiz fährt. Doch dann trifft ihn das pralle Leben: „Ein großer Aufbruch“ im ZDF.
Ein Mann ruft ein letztes Mal seine Familie zusammen: Er will sich von allen verabschieden, bevor er zum Sterben in die Schweiz fährt. Doch dann trifft ihn das pralle Leben: „Ein großer Aufbruch“ im ZDF.
Wie realistisch muss ein Sonntagabendkrimi sein? Christian Petzold sagt: so glaubhaft wie ein guter Zeuge. Ein Interview mit dem Autor und Filmregisseur anlässlich seines ersten „Polizeirufs 110“.
Der Regisseur Christian Petzold verwandelt den „Polizeiruf 110“ in einen Modellbaukasten mit winzigen Figuren. So wird der Krimi zum Metafilm. Ist das Kunst oder Langeweile?
Kommissar Kopper wartet daheim, und das Essen wird kalt: Im „Tatort. Roomservice“ werden Lena Odenthals Lebensentscheidungen infrage gestellt. Unterdessen will eine Frau ihren Politikergatten zur Frauenquote bewegen – und zahlt mit Toleranz.
Sie kam, sah und siegte: Auch beim Bayerischen Fernsehpreis räumt Helene Fischer kräftig ab und gewinnt für ihre ZDF-Show den „Blauen Panther“. Wohl nicht nur für die Jury ist der Schlagerstar damit „eine Ausnahmeerscheinung im deutschen Show-Business“.
Was ist mit der „Spiegel-Affäre“, und haben die Privatsender wirklich nichts Ehrenswertes produziert? Der theatralischste und blutigste „Tatort“ aller Zeiten triumphiert bei den Grimme-Preisen.
Der Film „Das Zeugenhaus“ zeigt ein unerhörtes Szenario: Vor den Nürnberger Prozessen wohnen Täter und Opfer des NS-Terrors über Monate Tür an Tür. Mit der räumlichen Nähe gerät die Frage nach der Verantwortung ins Rutschen.
Sex und Macht, ein korrupter Politiker und kriminelle Polizisten. Der neue „Polizeiruf 110“ aus München spart nicht mit Anspielungen auf die schlechte Welt. Aber was daran könnte zutreffen? Der Sonntagskrimi im Realitätstest.
Im „Polizeiruf“ haut Dominik Graf einen bayerischen Freiherrn mit Politambitionen in die Pfanne. Das Drehbuch ächzt, die Schauspieler brillieren.
Festlich, ohne steif zu sein: Zum 25. Mal wird der Hessische Film- und Kinopreis verliehen. Dabei war nicht immer alles so glamourös wie heute in der Frankfurter Alten Oper.
Eigentlich werden im „Polizeiruf“ aus München zwei Mörder gesucht. Aber der Kommissar will lieber mit der Gefängnisleiterin tanzen, statt den Fall aufzuklären. Eine gute Entscheidung.
Der Herausgeber einer Frankfurter Zeitung soll Bundespräsident werden. Ob das eine gute Idee ist? Matthias Brandt und Suzanne von Borsody jedenfalls haben Gelegenheit zu brillieren. Und trotz mancher Schwäche ist der Film sehenswert.
Gleich acht von zwölf Auszeichnungen erhielt die ARD mit den Dritten Programmen und Arte bei den Grimme-Preisen 2014. Der Favorit „Unsere Mütter, unsere Väter“ ging leer aus. Besondere Ehrung wurde dem „Tatort“ zuteil.
Syrien, Krieg ohne Ende: Der Dokumentarfilm „Homs - Ein zerstörter Traum“ begleitet den neunzehnjährigen Baset und seine Freunde von den ersten friedlichen Protesten bis in die Apokalypse ihrer Stadt.
Im Schleswig-Krimi „Falsche Liebe“ gerät ein Behinderter unter Verdacht und Natalia Wörner als Jana Winter unter Druck. Die Kommissarin sehnt sich nach lichteren Tagen. Wir sehnen uns nach einem anderen Drehbuchautor.
Gräber unter Bäumen werden immer beliebter. Frankfurt legt Trauerhaine und Friedhofsgärten an. In der Main-Taunus-Gemeinde Sulzbach debattieren CDU und SPD derweil noch über die Kommerzialisierung von Bestattungen.
These: Grübler sind die besseren Kommissare und Psychopathen die besseren Täter. Gelingt dem jüngsten Borowski-Tatort aus Kiel der Beweis?
Vier Millionen Besucher in fünf Wochen: Der Film der Stunde heißt „Fack ju Göhte“ - und sein Erfolg wird Schule machen. Eine exklusive Kinovorschau.
Jetzt bekommt auch noch Heike Makatsch einen „Tatort“. Wo soll das mit der erfolgreichen Krimireihe der ARD noch hinführen? Was kommt als Nächstes? Wir hätten da ein paar Vorschläge.
Zurück in die Zukunft“ lautet die Devise. Dass die beiden berühmtesten Dystopien des zwanzigsten Jahrhunderts jetzt fast gleichzeitig als ungekürzte Hörbücher ...
Beim Deutschen Fernsehpreis war die Stimmung auf dem Gefrierpunkt. Das lag nicht nur an der Moderation von Cindy aus Marzahn und Oliver Pocher. Zwar gab es Grund zu feiern, aber alles wirkte wenig souverän und deshalb lau.
Im neuen „Polizeiruf“ aus München wiegen sich Supereltern mit Kinderliedern in ihre Lebenslügen. Die Erzählmittel sind verwirrend, Regisseur Leander Haußmann dringt trotzdem tief in unsere Zeit ein.
Von Tobias RütherSeit Wochen denkt man immer wieder: Das ist jetzt aber echt mal die Woche des Matthias Brandt im Fernsehen.
Leander Haußmann hat einen „Polizeiruf“ der besonderen Art gedreht: In „Kinderparadies“ geht die heile Welt eines elitären Kindergartens zu Bruch. Im Interview spricht er über deutsches Fernsehen, amerikanische Serien und darüber, wen er wählt.
Matthias Brandt ist in der Rolle des Stalkers in „Eine verhängnisvolle Nacht“ nicht zu beneiden. Er muss nicht nur gegen den Täterstempel, sondern auch gegen Robert DeNiro anspielen.
Arte und ARD zeigen ein Dokudrama über die Bombardierung zweier Tanklaster bei Kundus auf Befehl des Bundeswehroffiziers Georg Klein. Vieles ist stimmig, aber es bleibt ein großes Unbehagen.
„Am 4. September um 1 Uhr 51 entschloss ich mich“, sagt eine Stimme langsam und so, als würde sie jedes Wort abwägen, „zwei am Abend des 3.
Als Thomas Manns „Der Tod in Venedig“ im Oktober und November 1912 zuerst in der „Neuen Rundschau“ erschien, konnte niemand ahnen, dass diese Erzählung einmal
Seelen-Krimi: Ein überzeugender „Polizeiruf 110“ aus München, der vor allem im Innern der Figuren spielt - und überdies ein grandioses Finale zu bieten hat.
Es gibt beim Münchner Filmfest eine eiserne Regel: Kinofilme werden wiederholt, Fernsehfilme gibt es nur einmal und dann erst wieder zur Ausstrahlung beim
Sie protestieren dagegen, dass sich Ungarn in ein „Rechtsregime“ verwandelt: Rund fünfzig Autoren wie Elfriede Jelinek und Christoph Hein, Schauspieler wie Edgar Selge und Matthias Brandt, Regisseure wie Ulrich Khoun und Roberto Ciulli melden sich zu Wort.
7,63 Millionen Zuschauern hatte der dritte Teil der ZDF-Trilogie. Der Programmdirektor des Senders freut sich über eine generationsübergreifende Debatte.
Drei Männer, eine Frau: „Vier sind einer zu viel“ ist nur vordergründig eine Variation des altbekannten Themas. Hintergründig aber ist gar nichts, dafür taucht auch Matthias Brandt wieder auf.
Seit Wolfgang Petersens „Boot“ träumt das deutsche Kino via Hollywood. Eine Würdigung aus Anlass des Deutschen Regiepreises für sein Lebenswerk.
Kommissar von Meuffels muss ins Krankenhaus. Dort wartet schon der Horror auf ihn. Aber auch der Junkie, der ihn niederschoss - und das ist ganz nett. Der eigentliche Kriminalfall ist nicht weiter der Rede wert.
Olaf Schubert und Oliver Welke machen aus dem Deutschen Fernsehpreis eine Satire-Show: eine noch nie gesehene Selbstironie des ZDF. Das Gedenken an den verstorbenen Dirk Bach fiel etwas knapp aus.