Zu Tode gefeiert
Der Fernmeldeturm als stummer Zeuge: Der Kölner „Tatort: Colonius“ führt den Zuschauer in eine verhängnisvolle Partynacht im Jahr 1993 zurück. Auch weil die Gegenwart offenbar jedwede Spannung verloren hat.
In der Oper Köln wird diesmal nicht nur auf der Bühne gemordet: Im Fall „Die Schöpfung“ geht es im neuen „Tatort“ hinter die Kulissen der holden Kunst. Wer hat im Alltag etwas zu verbergen, wer tut in seiner oder ihrer Rolle nur so?
Der Fernmeldeturm als stummer Zeuge: Der Kölner „Tatort: Colonius“ führt den Zuschauer in eine verhängnisvolle Partynacht im Jahr 1993 zurück. Auch weil die Gegenwart offenbar jedwede Spannung verloren hat.
Im „Tatort: Restschuld“ aus Köln geht es um das Verschwinden eines Inkasso-Geldeintreibers. Alle Verdächtigen stehen vor dem finanziellen Ruin. Und am Ende zahlen hier alle Menschen drauf. Der Krimi wirkt altbacken, aber das passt.
Überdeutlich: Der Kölner „Tatort“ versteht sich als Aufklärungsfilm für ein Publikum, das sich über Sexarbeit und deren Leidtragende noch keine Gedanken gemacht hat.
Liebe und Erpressung: Der „Tatort“ aus Köln vertraut diesmal ganz auf innere Wallungen und wird – bis auf ein paar schwache Wendungen – wahrlich davon getragen.
Die Kölner „Tatort“-Kommissare Ballauf und Schenk ermitteln gegen Finanzbetrüger. Das gerät so plakativ, dass man nicht weiß, ob die Episode „Pyramide“ Satire sein soll. Das Ende macht klar: Soll sie nicht.
Der „Tatort“ ist immer noch das Vorzeigeformat der ARD. Die Reihe verliert aber Jahr für Jahr an Zuspruch. Nur der „Münster“-Tatort ist ein garantierter Quotenhit. Ulrich Tukur und der „Tatort“ aus Wien sind es nicht.
Im Kölner „Tatort: Des anderen Last“ werden Paketboten überfallen. Wie sie als moderne Sklaven schuften müssen, schildert der Film mit vorweihnachtlicher Sozialkritik. Ein echter Adventsstimmungskiller.
Im Kölner „Tatort“ ermitteln Ballauf und Schenk in einem Dorf, das dem Kohleabbau zum Opfer gefallen ist. Das gerät nicht krawallig und laut, sondern leise und sehr traurig.
Tanz der Feinkostflöten: Der Neujahrs-„Tatort“ erfreut mit gut gefilmter Familiendramatik. Vor dem Thema der organisierten Kriminalität aber kneift der Film.
Mehr Mut oder doch mehr „Tatort“? Das Film Festival Cologne eröffnet mit der Verfilmung eines Skandals und starken Forderungen für die Zukunft.
Seit 25 Jahren spielen Dietmar Bär und Klaus J. Behrendt die „Tatort“-Kommissare Schenk und Ballauf. Ihr Jubiläumsfall ist eine souveräne Vorstellung. Sie sind engagiert und emphatisch wie seit jeher und – bescheiden.
Im Schatten steiler Gangsterträume: Joe Bausch führt in „Maxima Culpa“ in die dunkelsten Abgründe des Menschen.
Der Kölner „Tatort: Vier Jahre“ handelt von einem Mord und dem Schicksal zweier dafür Verurteilter, von denen einer wohl zu Unrecht ins Gefängnis ging.
Bislang war der Kölner „Tatort“ eine Show für die altgedienten Kommissare Ballauf und Schenk. Das ändert sich in „Der Reiz des Bösen“ radikal. Ihr phlegmatischer Assistent Jütte ist bei der Jagd nach einem Frauenmörder nicht mehr er selbst. Eine echte Offenbarung.
Soviel Elend im Wohlstand: Die Kommissare Ballauf und Schenk ermitteln im Kölner „Tatort“ unter obdachlosen Frauen. Ist eine von ihnen eine Mörderin?
Altes Unrecht: Im Kölner Tatort „Der Tod der Anderen“ werden Rechnungen aus der DDR-Zeit beglichen.
Kölns „Tatort“ kommt aufs Sozialgesetzbuch: In der Episode „Niemals ohne mich“ geht es um zerrüttete Familien, Unterhaltszahlungen und Hartz IV. Mit einem Krimi hat der Film nichts zu tun. Die Kommissare sind unterfordert.
Gelangweilt und schön: Der Kölner „Der Tatort – Kein Mitleid, keine Gnade“ imaginiert eine brutal selbstsüchtige, moralisch verwahrloste Mobbing-Generation Z – die immerhin gut inszeniert wird.
Überstunden im Denken vermeiden: Der Kölner „Tatort – Bombengeschäft“ leidet an Materialermüdung und kaschiert das mit visuellen Mätzchen.
Im neuen „Tatort“ aus Köln geht es um schlaflose, aber unermüdliche Ermittler, tödliche Verkehrskontrollen und die russische Mafia. Wie viel Realität steckt darin? Wir haben Experten gefragt.
Im Kölner „Tatort - Weiter, immer weiter“ gibt ein Ermittler nicht auf und das ist ziemlich sehenswert. Schade nur, dass durch die Programmplanung und den kurz zuvor gesendetem, im Sujet sehr ähnlichen „Tatort - Damian“ der Aha-Effekt hier abhanden kommt.
Manche können sich am „Tatort“ aus Münster nicht sattsehen. Allmählich aber werden die Folgen mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl zu gemütlich. Sie kümmern sich jetzt um blaue Kartoffeln und weiße Trüffelmousse.
Über den Mord beim Junggesellenabschied rätseln die Kölner Kommissare länger als der eilfertige Gerichtsmediziner. Unser Experte konnte über letzteren nur den Kopf schütteln.
Im Kölner „Tatort“ endet ein Junggesellenabschied fatal. Und Kommissar Schenks private Probleme passen zu dem Fall, den er mit dem Kollegen Ballauf lösen muss: Alles bleibt in der Familie.
Der zweite Platz heißt verloren: Der „Tatort: Unter Kriegern“ bebildert den Horror entfesselter Leistungsideologien.
Im neuen „Tatort“ aus Köln haben die Kommissare es mit einem verzwickten Fall im Autotuner-Milieu zu tun. Wie schneidet der Sonntagskrimi im Realitätstest ab?
Wer sich in Gefahr begibt, der sollte schwimmen können: Im Kölner „Tatort: Mitgehangen“ geht eine Familie unter - und einer der beiden Kommissare fast mit.
Die ARD zeigt den ersten Teil eines hervorragenden Films über das Geiseldrama von Gladbeck vor 30 Jahren. Anschließend bemüht Sandra Maischberger sich mit Hilfe von Zeitzeugen um eine Einordnung – durchaus gelungen.
Im Kölner „Tatort“ ermitteln die Kommissare Ballauf und Schenk in zwei Fällen parallel. Dabei erfahren sie von den Machenschaften eines Architekturbüros bei einem Bauprojekt für die Fußball-WM in Qatar. Ist da was dran?
Der Kölner „Tatort“ verbindet ein Ehedrama mit dilettantischer Wirtschaftskriminalität und verabschiedet den Assistenten Reisser. Hoffentlich bringt der nächste die leicht eingerosteten Kommissare wieder auf Trab.
Verbittert streiten Nachbarn im neuen „Tatort“ aus Köln über Papageien und einen Zipfel Grundstück. Wer wäre im Recht gewesen, und hatte der Rechtsmediziner übersinnliche Kräfte? Wir haben Experten gefragt.
Das echte Grauen wohnt in der Vorstadtsiedlung: Im „Tatort. Nachbarn“ finden die Kölner Kommissare mehr als eine Leiche in scheinbar aufgeräumten Kellern.
Der Karneval steht vor der Tür. Im neuen „Tatort“ aus Köln zeigen sich die Anwärterinnen auf die Rolle des „Tanzmariechens“ aber eher von ihrer dunklen Seite. Ist es hinter den Kulissen tatsächlich so gefährlich?
Man muss den Karneval nicht mögen. Aber man muss ihn auch nicht so plump angreifen wie das der „Tatort“ aus Köln unternimmt. Da kriegt man wirklich einen Affen.
Der neue „Tatort“ aus Köln zeigt eine Stadt im Ausnahmezustand. Aus Angst vor Fremden haben sich Bürgerwehren gebildet, der Waffenschein hat Hochkonjunktur. Wie nah ist der Film an der Realität?
Irgendwann konnte auch der Kölner „Tatort“ nicht mehr an den Ereignissen der Silvesternacht vorbei. Die Kommissare Ballauf und Schenk ermitteln in einer verunsicherten Stadt