Kampf um die Kulturvermittlung
Sparvorgaben und Strukturreform: Als Nebenjob hätte Carola Lentz es sowieso nie gesehen, ehrenamtliche Präsidentin des Goethe-Instituts zu sein. Nun aber muss sie mit Einschnitten kämpfen, in Kriegs- und Krisenzeiten.
Sparvorgaben und Strukturreform: Als Nebenjob hätte Carola Lentz es sowieso nie gesehen, ehrenamtliche Präsidentin des Goethe-Instituts zu sein. Nun aber muss sie mit Einschnitten kämpfen, in Kriegs- und Krisenzeiten.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen wird auf dem Römerberg in Frankfurt umjubelt. Die Frankfurter Polizei steht in der Kritik. Und der Skandal um die Documenta will nicht enden. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Schon kurz nach seiner Einberufung übt ein neues Gremium zur wissenschaftlichen Begleitung der Documenta in Kassel deutliche Kritik an der Leitung. Die Fachleute für Antisemitismus fühlen sich bevormundet.
Die Documenta fifteen wird künftig von sieben Experten fachwissenschaftlich begleitet. Das teilten die Gesellschafter der Ausstellung am Montag mit. Die kuratorische Verantwortung liege weiterhin bei Ruangrupa.
Juden, die vor Judenfeindschaft warnen, nerven nur. Was Antisemitismus ist, wissen die Deutschen besser. Die vergangenen Monate lieferten ein beispielloses Protokoll der Ignoranz. Ein Gastbeitrag.
Die Jüdische Gemeinde Frankfurt und der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker (CDU) üben harsche Kritik an der Documenta 15 in Kassel.
Auf der Documenta werden antisemitische Werke gezeigt. Für den Geschäftsführer der Schau, Alexander Farenholtz, ist das kein Grund, an ein vorzeitiges Ende zu denken.
Wenn Politik und Kunst es ernst meinen, hören die Beteiligten jetzt endlich auf mit den Erklärungen zur Documenta. Und fangen an, gemeinsam den Diskurs zu pflegen.
Die Funde antisemitischer Darstellungen auf der Documenta reißen nicht ab. Das American Jewish Committee fordert, die Schau vorzeitig zu beenden.
Kunstministerin Angela Dorn widerspricht der Forderung der FDP-Fraktion im hessischen Landtag, die Documenta zu schließen, und will „mit Hochdruck“ aufarbeiten lassen.
Vor lauter Hakennasen und Davidsternen kann die Documenta keinen Antisemitismus erkennen in antisemitischen Bildern. Leitung und Öffentlichkeitsabteilung sind überfordert, verwirrt und inkompetent.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, will sich nicht vorstellen, dass die Documenta einfach so weiterläuft. Er macht der Leitung der Kunstschau schwere Vorwürfe. Ministerin Claudia Roth tritt für eher kosmetische Maßnahmen ein.
Auf der Documenta werden weitere antisemitische Werke gefunden. Politiker verschiedener Parteien fordern, dass die Kunstschau komplett gesichtet wird. Die Documenta selbst wiegelt ab: Das sei kein Antisemitismus.
Eine Besucherin entdeckt noch mehr antisemitische Karikaturen in Kassel: Sie zeigen Zerrbilder von Soldaten mit Davidstern, dargestellt als Kindermörder. Die Documenta befindet: alles harmlos.
Der neue Documenta-Leiter Alexander Farenholtz vergleicht seine Arbeit bis zum Ende der hundert Tage von Kassel mit der eines Fußballtrainers. Er sollte jedoch nicht nur das Team nach innen beruhigen, sondern auch die Ko-Trainer von außen stärker mitwirken lassen.
Nur eine Beratung, keine „Kontrolle“ sieht der neue Geschäftsführer Alexander Farenholtz in einem fachwissenschaftlichen Gremium, das die Documenta begleiten soll.
Die Sparkassen-Finanzgruppe, einer der Hauptsponsoren der Documenta in Kassel, fordert „kraftvolle Veränderungen über aktuelle Personalentscheidungen hinaus“.
Ausbildung in Antisemitismus oder Anti-Antisemitismus? Nach der Öffentlichmachung des Documenta-Schulungsvideos von Emily Dische-Becker ist klar: Sie führt die Diskussion zu ihrem Thema parteiisch.
Der Künstler Claes Oldenburg war der große Weichmacher des Plastischen. Nun ist der letzte Vater der Pop-Art mit 93 Jahren gestorben.
Der Künstler Claes Oldenburg war viel mehr als nur der große Weichmacher der Skulptur. Am Montag ist der Pop-Artist im Alter von 93 Jahren in New York gestorben.
Schnell und diskret: Der Aufsichtsrat hat mit Alexander Farenholtz einen erfahrenen Verwaltungswissenschaftler zum Interimsdirektor der Documenta 15 gemacht.
Bundeskanzler Scholz fordert eine geopolitische EU. Die Hitze erreicht Deutschland. Und: Wann endet das politische Chaos in Rom? Alles Wichtige im F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Sabine Schormann tritt wegen des Antisemitismus-Skandals als Generaldirektorin der Documenta von ihrem Amt zurück. Der Aufsichtsrat will eine grundlegende Reform.
Einer Documenta, die bis 25. September zum Hort und Ort offener Debatte würde, könnte eine großartige und wegweisende Aufgabe zuwachsen. Man muss halt nach ihr schnappen wollen – wie nach einer Wurst.
Chemnitz wird 2025 eine Kulturhauptstadt, wie es sie noch nie gab: Sie will sich ihrer Zerrissenheit und Gefährdung stellen und ihren unternehmerischen Elan präsentieren. Das weckt schon jetzt die größten Erwartungen.
Kurz vor ihrem Rücktritt hatte Sabine Schormann die Publizistin Emily Dische-Becker als Antisemitismus-Beraterin der Documenta einsetzen wollen. Doch deren Vergangenheit spricht nicht für Neutralität.
Die Documenta-Geschäftsführerin Sabine Schormann wurde ihres Amtes entbunden. Der Aufsichtsrat der Weltkunstschau gelobt eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Fehler. Nun geht es also ans Aufklären und Aufräumen.
Seit Monaten steht die Kasseler Kunstaustellung aufgrund von Antisemitismus-Vorwürfen in der Kritik. Der Aufsichtsrat der Documenta fordert weitere Schlussfolgerungen und eine Überprüfung der internen Strukturen.
Die Documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann muss gehen. Auf einer Sitzung hat der Documenta-Aufsichtsrat damit die Konsequenzen aus dem Antisemitismus-Eklat der letzten Wochen gezogen.
Zukunftslabor Lindau +++ Sasha Filipenko +++ Zivildienstleistender +++ Wehrdienstverweigerer +++ historisches Russland +++ Documenta-Skandal +++ Jurastudium
Israelische Künstler werden nicht eingeladen zu den subventionierten Großveranstaltungen, deren Werke den Staat Israel als Apartheid- und Terrorregime denunzieren. Anscheinend hat die Kunst ein Problem mit den Juden.
Volkswagen und Sparkasse sind die Sponsoren der Documenta und ihrer Chefin Sabine Schormann. Wie reagieren sie auf den Antisemitismus-Skandal?
Lieber ein Ende mit Schrecken: Kulturstaatsministerin Roth und fast alle Verantwortlichen bis auf den Kasseler Oberbürgermeister gehen nach deren öffentlicher Erklärung auf deutliche Distanz zur Documenta-Generaldirektorin Schormann. Nachdem diese nicht freiwillig gehen will, sollte der Aufsichtsrat sie entlassen.
Die Geschäftsführerin der Documenta 15 und deren Kuratoren Ruangrupa kommen nicht aus ihrer Wagenburg heraus. Stattdessen schiebt Sabine Schormann in einer offiziellen Erklärung den Schwarzen Peter weiter.
Hat es einen solchen Eklat wie zur aktuellen fünfzehnten Ausgabe der Weltkunstschau von Kassel jemals gegeben? Eine kurze Geschichte der Documenta-Kritik.
Die documenta 15 will die westlichen Konzepte von individueller Autorschaft und Verkäuflichkeit hinter sich lassen. Wir sind gemeinsam nach Kassel gefahren, um uns das als Feuilleton-Gruppe anzusehen.