Dem Bedrohlichen auf der Spur
Politisch engagierte Kunst setzt einen Schwerpunkt auf der Art Week in Berlin: Vier sehenswerte Ausstellungen des Gallery Weekend und ein Blick auf die Positions Art Fair im Flughafen Tempelhof.
Politisch engagierte Kunst setzt einen Schwerpunkt auf der Art Week in Berlin: Vier sehenswerte Ausstellungen des Gallery Weekend und ein Blick auf die Positions Art Fair im Flughafen Tempelhof.
Verstörende Zerstörung: Das MMK Frankfurt widmet dem Fluxus-Künstler Gustav Metzger die erste museale Einzelausstellung in Deutschland.
Der Künstler Horst Hoheisel hat in Kassel schon mehrere Mahnmale für die ermordeten Juden der Stadt geschaffen. Sein jüngstes Werk ist ein Friedensdenkmal im Stadtteil Niederzwehren, das die Rhetorik der Kriegerdenkmäler umkehrt. Ein Gastbeitrag
Die Antisemitismusvorwürfe auf der Documenta 15 ziehen keine rechtlichen Folgen nach sich. Nachdem bereits die Staatsanwaltschaft Kassel die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens abgelehnt hat, bestätigt nun auch die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt diese Entscheidung.
Im Zentralinstitut für Kunstgeschichte hielt Michael Lüthy einen engagierten Vortrag über die Gefährdung der Kunstautonomie. Seinen Appell richtete er an die Institutionen.
Das Frankfurter Museum für Moderne Kunst zeigt das Schaffen Gustav Metzgers in einer ersten umfassenden Retrospektive. Zu sehen sind auch Rekonstruktionen einiger seiner sich selbst zerstörenden Kunstwerke.
Hoffnungsvoll: Nach dem Rücktritt der alten Findungskommission präsentiert die Documenta-Geschäftsführung ihr neues Team. Die sechs Kuratoren haben den weiten Blick in die Welt der Kunst.
Sie galt einmal als höchste aller Künste, doch dann kam sie im zwanzigsten Jahrhundert auf den Hund: Ein Gastbeitrag zu Glanz und Elend der Historienmalerei.
Die Eingriffsversuche des Staats in die Wissenschafts- und Kunstfreiheit mehren sich. Wie kann er auf demokratische Weise mit antisemitischen Gefahren in der Kultur fertigwerden?
Sie gilt vielen als zu laut – und in entscheidenden Momenten wie der Berlinale und der Documenta als zu leise. Kulturstaatsministerin Claudia Roth kommt nicht aus der Defensive.
Im Kulturausschuss im Bundestag wurde die Frage gestellt, ob wir 2027 in der Lage sein werden, eine Documenta auszurichten. Was kam dabei heraus?
Der bei der vergangenen Documenta ausgebliebene Dialog zwischen den Akteuren soll bei der nächsten Ausgabe gefördert werden. Die Bundespolitik will eine Strukturreform der Weltkunstschau. Aber reicht das?
Essays an der Schwelle zum Unsagbaren: Georges Batailles Überlegungen zur Kunst liegen in einer neuen Ausgabe vor.
Kompetenz, Erfahrung und Diversität der Perspektiven sind wichtigste Kriterien für die künstlerische Leitung der nächsten Documenta: Hessens Kulturminister Timon Gremmels sagt, was mit der Kunstschau geschehen soll.
Eine öffentliche Erklärung zu Menschenwürde und Konzept soll die künftige künstlerische Leitung der Documenta abgeben. Die Reformempfehlung lautete anders.
Steht etwas mehr Kontrolle wirklich der Kunstfreiheit entgegen? Der Documenta-Aufsichtsrat hat sich jedenfalls in seiner entscheidenden Sitzung gegen einen verbindlichen Code of Conduct für die künftige künstlerische Leitung ausgesprochen.
„Fremde überall“ heißt das Leitmotiv der 60. Kunstbiennale in Venedig. Nun haben indigene Künstler die wichtigsten Preise des neben der Documenta weltwichtigsten Kunstereignisses erhalten.
Fast neunzig Pavillons und 331 Künstler: Die 60. Ausgabe der Biennale di Venezia ist so politisch wie die vorige Documenta XV, doch überzeugender.
Eine Petition fordert die Wahrung der Kunstfreiheit bei der Documenta. Hintergrund ist ein Verhaltenskodex, der Vorfälle wie den Antisemitismus-Skandal des Jahres 2022 verhindern soll. Von diesem Vorschlag ist der Aufsichtsrat nicht überzeugt.
In Kassel, dem neuen Zion, veranstaltete RTL zum zweiten Mal „Die Passion“, eine Art Jesus-Musical mit vielen C-Prominenten, einem stark ausgeprägten Willen zur Modernisierung und einer Stulle zum Abendmahl.
Pionier der Vermittlung der Videokunst und forschender Museumsdirektor: Zum achtzigsten Geburtstag von Wulf Herzogenrath.
Der Staat darf die Kunst auf politische Zwecke wie den Kampf gegen den Antisemitismus verpflichten, stellt ein Gutachten des Berliner Staatsrechtlers Christoph Möllers fest. Aber wäre das klug?
Ein Aufsatz aus dem documenta Institut beschreibt das Zusammenwirken zweier Bundestagsabgeordneter bei der Gründung der Documenta. Geprägt ist die Perspektive der Studie von der Lektion von 2022: Kunst und Politik können nicht getrennt werden.
Die Documenta ist nicht erst mit ihrer letzten Ausgabe ins Gerede gekommen. Auch die vierzehnte Ausgabe der größten Kunstschau der Welt war schon heftig umstritten: Sieben Jahre später hat Dimitris Athiridis seinen vierzehn Stunden langen Dokumentarfilm „exergue“ darüber fertiggestellt.
Eine Frankfurter Tagung wird aus Angst vor Antisemitismusvorwürfen abgesagt. Kann man in Deutschland wirklich nicht mehr über Postkolonialismus sprechen, wie die Veranstalter behaupten?
Waldsterben, Wettrüsten, Weltfrieden: Zum Tod der international spät entdeckten, dann jedoch umso wirkmächtigeren Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt
Nach der Berlinale hat nun auch die Biennale einen Antisemitismus-Skandal. Künstler fordern den Ausschluss Israels. Der italienische Kulturminister weist dies mit scharfen Worten zurück.
Auf der Abschlussgala der Berlinale haben sich Redner offen israelfeindlich geäußert. Kulturstaatsministerin Claudia Roth kündigte gemeinsam mit dem Berliner Senat eine Untersuchung der Vorfälle an.
Die Leiterin des Jüdischen Museums Frankfurt ist Zielscheibe von Hassreden während einer Lesung in einem Berliner Museum geworden. Inzwischen ermittelt die Polizei. Wie hat Mirjam Wenzel den Vorfall erlebt? Was zieht sie für Konsequenzen für sich selbst – und für ihr Haus?
Timon Gremmels ist seit Januar neuer hessischer Minister für Wissenschaft und Kunst. Der SPD-Politiker spricht über das Gendern in Hochschulen, den Umgang mit Antisemitismus und die Zukunft der Documenta.
Jahrzehntelang forschte der Frankfurter Kunsthistoriker Klaus Herding über Gustave Courbet. Seine Kollegin Regine Prange führt Herdings Interesse am Realismus auf die Folgen von 1968 zurück.
Der Blick in die Antike zeigt: Kunst und Moral sind nicht immer so klar zu trennen, wie in der Diskussion über anstößig erscheinende Literatur gefordert wird. Ein Gastbeitrag.
Die Berliner Antidiskriminierungsklausel hilft der Kulturbürokratie, nicht dem Kampf gegen Antisemitismus. Soll das zum Modell werden?
Nach einer Diskussion um Antisemitismus-Vorwürfe tritt die Findungskommission für die künstlerische Leitung der Weltkunstausstellung komplett zurück. Im Waldstadion geben Football-Teams der NFL zwei Gastspiele
Von Netrebko über „Theater der Welt“ bis Lichterkette: Das Kulturjahr 2023 in Hessen
Warum der Fuldaer Bischof auf dem Weltjugendtag in Lissabon erkannt wird und eine Krippe aus Autoreifen zu einer Ausstellung beisteuert.