Toller Charakter! Guter Kapitän?
Überall dabei, aber nicht wirklich nah: Eine Dokumentation über Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich gibt Einblicke in das Privatleben eines Introvertierten. Wichtige Fragen werden nicht gestellt.
Die Größe der Expertenrunde, die das ZDF zum Auftakt der Fußball-WM aufgeboten hat, entspricht dem aufgeblähten Format, das die FIFA ihrem Turnier gegeben hat. Eröffnungsspiel und Analyse sind von ähnlicher Qualität.
Überall dabei, aber nicht wirklich nah: Eine Dokumentation über Nationalmannschaftskapitän Joshua Kimmich gibt Einblicke in das Privatleben eines Introvertierten. Wichtige Fragen werden nicht gestellt.
Clemens Pig übernimmt den ORF. Gewählt unter den Augen eines politisch dominierten Stiftungsrats, will der APA-Chef Unabhängigkeit beweisen.
Der Film „Fleisch“ zeigt auf besondere Weise, wie Arbeiter in der deutschen Fleischindustrie wie Sklaven schuften müssen. Als Konsumenten könnten wir etwas gegen die Ausbeutung tun. Es wäre bitter nötig.
Ein Jobcenter-Mitarbeiter redet im ZDF Tacheles – und ihm wird gekündigt. Er soll seinen Arbeitgeber diffamiert haben.
Eine ZDF-Dokumentation beleuchtet die dunklen Seiten des digitalen Kinderzimmers. Inzwischen sollen schon drei Viertel der Jugendlichen Pornobilder mit der sexuellen Realität verwechseln.
Im ZDF startet die zweite Staffel der Hebammen-Serie „Push“. Sie zeigt, was die Frauen in diesem Beruf für die Menschheit leisten. Das ist herausragend gespielt, dramatisch, anrührend und realistisch. Ein kleines TV-Wunder.
Das ZDF zeigt eine dreiteilige Doku zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Viel ist von den mutigen Reformen die Rede, die Jürgen Klinsmann damals angestoßen hat. Nagelsmann geht andere Wege.
Alexander Held war ein Schauspieler für verwickelte Fälle. Als schräger Kommissar in der ZDF-Reihe „München Mord“ glänzte er besonders. Wie jetzt bekannt wurde, ist er am 12. Mai im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben.
Horst Lichters ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ ist über alle Maßen erfolgreich. Davon wollen windige Händler profitieren.
Das Bundesverfassungsgericht befasst sich mit dem Rundfunkbeitrag. ARD und ZDF klagen auf dessen Erhöhung. Sollten sie gewinnen, ist die Frage, was sie davon haben.
Weil die Länder den Rundfunkbeitrag zum 1. Januar 2025 nicht anhoben, reichten ARD und ZDF Klage beim Bundesverfassungsgericht ein. Nun verhandeln die Richter, was „Rundfunkfreiheit“ mit Blick auf die Einnahmen der Sender bedeutet.
Das ZDF streicht eine Folge der Kindernachrichten „logo!“ aus dem Archiv. Sie wird als einseitig bemängelt. Die Redaktion übt Selbstkritik. Man bedauere, wenn es zu „dem Gefühl mangelnder Ausgewogenheit“ gekommen sei.
Eine Kommission des Landtags von Sachsen-Anhalt fordert mehr Reformen von ARD und ZDF. Die CDU will Gehälter deckeln und kann sich vorstellen, dass ein bundesweiter öffentlich-rechtlicher Sender reicht.
Der Reformstaatsvertrag, den die Bundesländer übergreifend für ARD und ZDF beschlossen haben, muss für einzelne ARD-Sender in Landesrecht gegossen werden. Drei Länder lassen das. Warum wohl?
Friedrich Merz zeigt im ZDF-Interview nur da Gefühle, wo er über Kritik an Parteifreunden spricht. Sobald es um sein Deutschland-Bild geht, übt er sich in maritimem Funktionspatriotismus.
In den Achtzigern wurde Oliver Knöbel zusammengeschlagen, weil er Kleider trug. Heute ist die Dragqueen Olivia Jones eine Ikone. Ein ZDF-Film zeigt, welchen Preis der Mut zum eigenen Leben kostete.
Die Länder arbeiten am Digitale-Medien-Staatsvertrag. In dem geht es um Plattformen, KI und EU-Recht. Um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk geht es nicht. Den will Sachsen weiter reformieren. Wie, das sagt der Chef der Staatskanzlei, Andreas Handschuh.
Die Benelux-Serie „Blind Sherlock“ ist als Krimi langatmig, als Arbeitsplatzdrama aber bemerkenswert ehrlich und ermutigend. Der Hauptdarsteller ist wirklich nahezu blind.
Teil der öffentlich-rechtlichen Erotikoffensive? Die Miniserie „Escort Boys“ im ZDF zelebriert eine mit Camargue-Klischees beladene Nummernrevue, irgendwo zwischen anrührend und lächerlich.
Die deutschen Medien dringen auf schärfere Regeln für Digitalplattformen und die Anbieter von Künstlicher Intelligenz. Privatsender, Presseverleger und öffentlich-rechtlicher Rundfunk formulieren einen gemeinsamen Appell.
Der ZDF-Krimi „Im Grunde Mord: Blutsbande“ führt in die Untiefen von Fauna und Familie. Hier ermitteln Bruder und Schwester gemeinsam. Das klingt vielversprechender, als es ist.
Die Bundesländer drängen auf eine Reform des Kartellrechts. ARD, ZDF und Privatsender sollen leichter zusammenarbeiten können. Die Öffentlich-Rechtlichen sträuben sich dagegen.
Nathalie Wappler, bisher Direktorin des Schweizer Fernsehens SRF, wird Vorsitzende des Medienrats. Das neue Kontrollgremium soll die Leistungen von ARD, ZDF und Deutschlandradio bewerten.
Der Generationenforscher Rüdiger Maas wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe seinen beruflichen Lebenslauf falsch dargestellt. Vor Gericht hat er Erfolg. Das ZDF streicht ihn trotzdem vorläufig von der Expertenliste.
ARD und ZDF erwecken den Eindruck, die Politik zwinge sie zu üblen Programmstreichungen. Das ist Nonsens, das Angebot wird sogar größer.
Julia Löschs Doku „Hass im Netz: Eine bessere Welt“ zeigt digitale Gewalt als reale Bedrohung. Der Film legt dar, wie die Mechanik des Hasses funktioniert und welche Folgen dies hat – für die Betroffenen und die Gesellschaft.
Die ARD nimmt„Immer wieder sonntags“ aus dem Programm. 2026 laufen die letzten Ausgaben mit Moderator Stefan Mross. Der SWR begründet die Absetzung mit Sparmaßnahmen und der Suche nach einem jüngeren Publikum.
Norbert Himmler ist als Intendant des ZDF wiedergewählt worden. Vor dem Fernsehrat pries er seinen Sender als Garanten der Demokratie. Da sollte sich das ZDF mal neu aufstellen.
Norbert Himmler wird als ZDF-Intendant locker wiedergewählt. Davor aber geht es im Fernsehrat in Sachen KI-Fake im „heute journal“ und Fehlerkultur ernsthaft zur Sache. Und was sagt der neue, alte ZDF-Chef?
Der ZDF-Intendant Norbert Himmler ist vom Fernsehrat des Senders mit 48 von 53 Stimmen im ersten Wahlgang für eine zweite Amtszeit von fünf Jahren gewählt worden.
Eine Serie über den Cum-Ex-Skandal, „Maithink X“ und eine RTL2-Doku gewinnen Grimme-Preise. Auch der Frankfurter Tatort und Frank Elstner werden geehrt. Die Direktorin bemängelt fehlende Kriegs- und Klimathemen.
Ihr ging es nur darum, eine Debatte über Sexismus in der Politik anzuregen, sagt die Grünen-Politikerin Zoe Mayer, die das acht Jahre alte Video des CDU-Kandidaten Manuel Hagel postete. Das sollen wir ihr abnehmen?
Sat.1, ARD und ZDF haben dem Influencer Yannis B. die Story abgekauft, dass er als Bürgergeldempfänger dem Staat gerne auf der Tasche liege. Nun kam heraus: Seine Angaben stimmen nicht.
Nachdem bekannt wurde, wie in einer Mitarbeiterbesprechung im ZDF über den KI-Fake im „heute journal“ gesprochen wurde, rechnet ein Personalrat mit dem Hinweisgeber ab: „Du bist für diejenigen, die uns zerstören wollen, nur ein ,nützlicher Idiot‘.“
Im ZDF legt der neue Krimi „Mordufer“ mit Franziska Weisz und Maria Wördemann los. Neu ist hier allerdings nichts. Die Geschichten vom Bodensee laufen nach Schema F. Das ist so gewollt, denn so wird man – Marktführer.
Die Intendantenwahl beim ZDF wird zur Farce: Nur ein Kandidat bleibt übrig, der Amtsinhaber Norbert Himmler. Die Wahl scheint entschieden. Vielleicht haben die Fernsehräte wenigstens noch ein paar kritische Fragen.