Lasst allen Dante fahren
Millionenauflage garantiert: Dan Brown schickt in „Inferno“ seinen Ermittler Robert Langdon zum vierten Mal auf die Spur einer Weltverschwörung. Das Zeichensystem liefert diesmal Dante.
Millionenauflage garantiert: Dan Brown schickt in „Inferno“ seinen Ermittler Robert Langdon zum vierten Mal auf die Spur einer Weltverschwörung. Das Zeichensystem liefert diesmal Dante.
Die Technische Universität Darmstadt eröffnet ein architektonisch beeindruckendes Hörsaal- und Medienzentrum auf ihrem Außencampus.
Open Access bleibt umstritten. Was kommt - verbrannte Erde in der Verlagslandschaft oder eine neue Ära der Transparenz? Beispiel Irland: Wie die Freischaltung das Selbstwertgefühl der Nation gehoben hat.
Die „Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen“ enthält Wissenswertes über etwa 2000 Kräuter und Pflanzen, die in Mitteleuropa wachsen. Nun erscheint sie in einer famosen Neuauflage. Teil zwei der Serie.
Wohlerzogen in Gotha: Eine Ausstellung auf Schloss Friedenstein zur barocken Schulreform des Herzogtums unter Ernst dem Frommen, bei der die soziale Mobilität bereits, wie heute, durch Bildung wachsen sollte.
Am 10. Mai jährt sich zum achtzigsten Mal die Bücherverbrennung auf dem Berliner Opernplatz. Doch die Werke vom NS-Regime verfemter Autoren brannten schon früher, zum Beispiel am 7.März in Dresden. Und auch dort keineswegs „spontan“.
Der deutsche Jugendliteraturpreis zeichnet Autoren aus aller Welt aus. Manchem ist das zu international. Verdienen deutsche Autoren Artenschutz?
Die Digitalisierung des historischen Filmerbes wird auf europäischer Ebene besser gefördert als in Deutschland. Davon profitiert ein Projekt des Deutschen Filminstituts Frankfurt.
„Mach was aus dir“, sagte der Vater, und der Sohn tat, wie er sollte. Seit 13 Jahren ist Klaus Herzog, ehemals Gymnasiallehrer, der Oberbürgermeister von Aschaffenburg.
Auf der Berliner Museumsinsel steht die bronzene Figur einer Bogenschützin. „Was will die Frau?“ Durs Grünbeins Gedicht „Im Kolonnadenhof“ folgt ihren Pfeilen.
Es gibt unzählige essbare Kräuter, Beeren, Wurzeln und Pflanzen, und immer häufiger werden sie in der modernen Küche eingesetzt. Welche Pflanzenführer sind die besten? Teil eins einer kleinen Serie.
In München warten Hartung & Hartung mit Büchern, Autographen und alten Drucken auf, darunter eine lateinische Bibel aus dem Besitz der Fugger und eine rare Weltkarte von 1496.
Das Deutsche Literaturinstitut ist als Ausbildungsstätte für junge Autoren eine Legende. Aber was genau tut man dort? Ein Erfahrungsbericht.
Ein „Mekka der Altmeister“: Der „Salon International du Livre Ancien, de l’Estampe et du Dessin“ gibt sich sehr erlesen und kann mit Rembrandt, Vasari und Géricault aufwarten.
In Reinhard Jirgls kosmischer Phantasmagorie kulminieren alle Kriege der Geschichte. Es ist eine Abrechnung mit dem Menschengeschlecht und eine Liebeserklärung an das Paralleluniversum der Bibliothek.
Warum haben wir so etwas hierzulande nicht auch? Das Konzept eines Führers durch kleinere Lokale in der Schweiz ist durchaus überzeugend. Schade nur, dass der Autor nicht mit Häme gegen die Spitzenküche geizt.
Die Belgierin Arabelle Meirlaen kocht viel mit Pflanzen und Kräutern und hat ihre Rezepte in einem neuen Buch nach Jahreszeiten sortiert. Das bringt die Leser auf manch schöne Idee.
Peru ist vom Aufbruch erfasst. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Küche, die so vielfältig ist wie keine andere. Und die sich nun selbstbewusst aufmacht, die Welt zu erobern.
Das Kloster Lorsch bekommt derzeit für 12,1Millionen Euro ein neues Gesicht. Der Besucher wird mehr über die Anlage und das Leben in der Karolingerzeit erfahren können.
Wenn es um den Stand der bürgerlichen Küche geht, sind uns die Franzosen noch immer weit voraus. Helfen kann da jemand wie Hans Jörg Bachmeier – allerdings nur zum Teil.
Zwei Landeskunden, die überzeugende Antworten auf das Staatsrätsel Italien liefern: David Gilmour begibt sich auf große Tour, Roberto Zapperi zieht als Archäologe des Geistes und Mikrohistoriker durch die Straßen Roms.
Das Prinzip Bumerang: Seit einem halben Jahrhundert wird über ein angebliches Van-Gogh-Selbstbildnis gestritten. Jetzt stellt ein Museum in Nevada das Bild wieder aus.
Björn Moschinski betreibt in Berlin das „Kopps“, ein Restaurant für vegane Küche. Die Rezepte in seinem neuen Buch sind aber wenig einfallsreich.
Die Provenienzforscherin des Frankfurter Städel sucht in den Beständen des Museums nach Raubkunst. Dazu rekonstruiert sie die Geschichte von 900 Gemälden. Das klappt aber nicht immer.
Ein neuer Film über Google zeigt, wie aus der Idee des freien Internets ein räuberisches Geschäftsmodell wurde. Sein Endzweck ist ein weltumspannendes Großgehirn.
Amazon hat mit dem Kauf der Leserplattform Goodreads nun alle wichtigen Buchrezensionsforen im Internet unter Kontrolle. Und solche Informationen bedeuten heute alles.
Zwischen Brauchtum und strengen Geboten: Das Kochbuch von Gerhard Staguhn zeigt, wie man die Angehörigen verschiedener Religionen kulinarisch an einen Tisch bekommt.
Rabelais deftige Romane sind auch heute noch ein Heidenspaß: Wolf Steinsiecks und Frank-Rutger Hausmanns Neuübersetzungen zeigen die Renaissance in ganzer Fülle.
Salman Rushdies historische Romangroteske „Mitternachtskinder“ behandelt die Entstehung des modernen Indiens. Seine Verfilmung von Deepa Mehta ertrinkt im Chaos.
Maultaschen, Königsberger Klopse, Grünkohl und Thüringer Klöße: Das Kochbuch „Herrn Paulsens Deutschstunde“ stellt den oft verhunzten Brauhaus-Fassungen der Klassiker Rezepte mit Esprit gegenüber.
Das konfiszierte Familienauto, die Hochzeit in Uniform, die Zinnsoldaten im Flüchtlingstreck: Unser Leser Kenneth Anders trägt kleine familiäre Geschichten aus Kriegs- und Nachkriegszeit zusammen.
Lange galten sie in Deutschland als elitär. Heute wollen selbst coole Kreative Mitglied sein. Besuche im jüngsten und im ältesten Club des Landes.
Mal ehrlich: Wie viel Zeit, Geld und Muße bleibt erwachsenen Menschen an der Uni noch für die tiefgründige Debatte, die ausgeruhte Hausarbeit, das stundenlange Brüten in der Bibliothek? Spätestens um 16.30 Uhr ist Schluss damit, dann endet die Kita.
Welchen Aufgabe haben die Medien bei Forschung und Innovation? Darüber diskutierten führende Akademiker, Journalisten, Unternehmer und Politiker in Dublin.
Die Bedrohung des Buchhandels trägt einen Namen: Amazon. Der Internetkonzern ist seinerseits zum größten Buchanbieter der Welt geworden, braucht aber weder Ladenlokale noch Fachpersonal. Unsere Bequemlichkeit ist sein Gewinn.
Das neoliberale Zeitalter der Bibliotheken muss ein Ende haben. Bisher ersetzen undurchsichtige Algorithmen allzu häufig die menschliche Vernunft: Ein Plädoyer zum Auftakt des Kongresses „Bibliothek und Information“.