Karl Wolfskehl: „Der Abgesang“
Bis nach Neuseeland musste der deutsche Jude Karl Wolfskehl vor den Nationalsozialisten flüchten. In diesem Gedicht verarbeitet er seinen Schmerz.
Bis nach Neuseeland musste der deutsche Jude Karl Wolfskehl vor den Nationalsozialisten flüchten. In diesem Gedicht verarbeitet er seinen Schmerz.
Trotz seiner Liaison mit dem Fernsehen ist Kolja Kleeberg vom Berliner Restaurant „Vau“ seinem Handwerk nicht untreu geworden. Der frühere Schauspieler ist mehr als ein Sternekochdarsteller.
Eine von Freibierphantasien benebelte Bibliothekslobby lässt alles digitalisieren und bringt es kostenlos in Umlauf. Und der Bundesgerichtshof gibt auch noch seinen Segen dazu. Es ist eine Schande. Ein Gastbeitrag.
In seinem Pariser Salon trafen sich die berühmten Dichter und Künstler des 19. Jahrhunderts. Nun wird die Bibliothek des Schriftstellers Stéphane Mallarmé versteigert. Darin befinden sich einzigartige Manuskripte.
Meisterköche öffnen für einen Bildband aus dem Taschen Verlag ihre Kühlschränke. Aber blickt man hier wirklich in eine Blackbox?
Vielen Hochschulen wollten qualifizierten Flüchtlingen ein Studium ermöglichen. An Willkommensangeboten fehlt es nicht. Aber es gibt auch einige Hindernisse.
Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst soll ihren heißersehnten Neubau auf dem alten Bockenheimer Gelände der Goethe-Universität bekommen. Manch einer dürfte sich allerdings grämen. Ein Kommentar.
Die öffentliche Bibliothek erfährt gerade eine gewaltige Transformation von der altehrwürdigen Bildungsstätte zum multiplen Kultur- und Veranstaltungsort. Im dänischen Aarhus kann man die Zukunft schon besichtigen.
Die Hofheimer Wohnungsbau präsentiert mehrere Vorschläge für Bau und Finanzierung der Stadtbücherei am Kellereiplatz. Nach einer der möglichen Finanzierungs- und Bauvarianten müsste die Stadt Hofheim null Euro Miete auf elf Jahre zahlen.
Völlig verwürzt, üppig lackiert: Der Fernsehkoch Steffen Henssler spricht Jugendsprache, kocht aber ein Essen, das mit seinen starken Reizen eher für ältere Konsumenten geeignet ist.
Tortendiagramme fördern das sensorische Denken: Mit seinem neuen Buch „Richtig gut backen“ hilft Christian Hümbs den Lesern über die klassischen Sahne- und Zuckermassen hinweg. Das kann sich schmecken lassen.
Putin und Erdogan eröffnen in Moskau Europas größte Moschee. Im Inneren sollen bis zu 10.000 Gläubige beten können. Kleinere Projekte scheiterten zuletzt immer wieder an der Stadtverwaltung oder an Nationalisten.
Mit hehren Zielen begann vor 125 Jahren die Geschichte der Volkshochschule. Sie ist nicht bloß Spiegel, sondern auch Akteur des gesellschaftlichen Wandels.
Das Sigmund-Freud-Institut hat nach dem Umbau wieder geöffnet. Gleich mehrere Einrichtungen finden sich hier unter einem Dach und die Goethe-Universität will die Kooperationen mit dem Institut verstärken.
In Frankreich denkt man bei Gemüse nicht zuerst an Gesundheit, sondern an Genuss. Gärtner Serge Schall erklärt die feinen Unterschiede zwischen den Kohlsorten.
Überraschend, erkenntnisstiftend, bisweilen sogar verstörend: Das neu gebaute Museum „Grimmwelt“ ist endlich der Gedächtnisort, den Kassel für seine berühmtesten Söhne brauchte.
Das Farbenspektrum der heimischen Obstarten wird unterschätzt: Helmut Pirc von der Baumschule in Schönbrunn lehrt uns sehen, sammeln und schmecken.
Die Rüdesheimer Hildegardisschule wird umgewandelt - in eine Integrierte Gesamtschule. Es ist die erste ihrer Art im Rheingau. Der Schulleiter freut sich über die „unheimliche Resonanz“ unter den Eltern.
In Waiblingen wurde er geboren, in New York hat er Karriere gemacht: Christoph Niemann ist einer der gefragtesten Illustratoren. In Wien wird jetzt sein Schaffen gezeigt.
Der Arzt und Autor Wolfgang Geisthövel braucht kein Reisebüro. Er geht mit dem Kopf durch die Welt. In seiner Bibliothek versammelt der Kölner von Homers „Odyssee“ bis zur heutigen Reiseliteratur zahlreiche Erstausgaben.
In Deutschland „studiert“ mehr als die Hälfte der jungen Leute. Viele haben immerhin ein klares Ziel vor Augen: Tiefenentspannung.
Worte und Bücher, Bilder und Imaginationen: In Kassel eröffnet ein Haus, das die ganze Bandbreite abdeckt, die der Sagen- und Märchensammler, die der Sprachwissenschaftler und Politiker.
Beutekunst, Zensur, Vandalismus: In Russland werfen Staat, Kirche und Gesellschaft die Verantwortung für die Kultur ab. Warum russische und deutsche Museen weiter zusammenarbeiten müssen.
„Happy Birthday to you“ ist das vielleicht am meisten gesungene Lied der Welt. Nur, wer hat es komponiert? Ein Bibliotheksdirektor aus Louisville kann diese Frage nun beantworten.
Andree Köthe und Yves Ollech kochen mit seltenen Produkten, die überall zu finden sind, vom Wochenmarkt bis zum Wegesrand: Ein zweites Gemüsebuch aus dem Nürnberger Restaurant „Essigbrätlein“.
So geht Bauen in den Tropen: Das deutsche Architekturmuseum zeigt in Frankfurt neue Architektur aus dem Buchmessen-Gastland Indonesien.
Gut beraten? Trotz Forschungswert nimmt die British Library ein Archiv zum Taliban-Regime nicht in seinen Bestand auf: Es verstößt gegen das Anti-Terror-Gesetz.
Für das Thema Selbstversorgung interessieren sich nicht mehr nur knickrige Kohlrabi-Apostel. Der Forstwirt Peter Wohlleben gibt Tipps für das Schmoren eines Kaninchens aus dem heimischen Stall.
In Bad Dürrheim wurden fast die Hälfte der Regale in der Stadtbücherei leergeräumt. Aber nicht von gelangweilten Lesern auf der Suche nach Lektüre: Die Bücher wurden quasi aus Altersgründen entlassen.
Seit Jahrzehnten sammelt Gundel Mattenklott Kinderbücher. In der Bilderbuch-Bibliothek der Professorin für Musisch-Ästhetische Erziehung haben die wildesten Kinderträume Platz.
Bürgerliche Wirte, die ihren Gästen kein Wurzelgemüse zumuten, kennen die Kundschaft vielleicht doch nicht. Usch von der Winden macht Erdenreste schmackhaft.
Michel Houellebecq gibt diesen Sommer gern Interviews, aber nicht allen. Inzwischen wagt kaum einer, sich noch mit ihm anzulegen.
Familie Rahimi wollte ihr Land nicht verlassen, im Gegenteil: Sie tat viel dafür, um es aufzubauen. Doch als der Vater auf mysteriöse Weise ums Leben kam, floh die Mutter mit vier Kindern. In Hamburg verbringen sie nun die meiste Zeit mit Warten.
Bekannt wurde der australische Streaming-Dienst Baboom durch die vollmundigen Ankündigungen von Kim Dotcom. Doch der stieg im letzten Jahr aus. Jetzt ist der Dienst mit Verspätung gestartet.
Das russische Bildungsministerium verbannt Werke britischer Militärhistoriker aus den Bibliotheken. In der Ukraine wiederum werden russische Bücher und Filme verboten. Beides mit der Begründung, es handele sich um Propaganda.
Gérard Lhéritier, der die berühmte Schriftrolle des Marquis de Sade nach Frankreich zurückbrachte, ist bankrott. Über seine Firma „Aristophil“ hatte er Anteile an Handschriften verkauft. Nun bereiten 20.000 Kunden ihre Sammelklagen vor.