Ein wienerischer Kohlhaas?
Paul Zifferer erzählte vor hundert Jahren im Roman „Die Kaiserstadt“ den Untergang Alt-Österreichs als Gesellschaftsallegorie.
Paul Zifferer erzählte vor hundert Jahren im Roman „Die Kaiserstadt“ den Untergang Alt-Österreichs als Gesellschaftsallegorie.
In der neuen Musik steht nicht mehr die Ästhetik, sondern die politische Haltung im Vordergrund. Schwer haben es Kunstformen, die mehr sein wollen als Gesellschaftstherapie.
Im Werkstattgespräch des Go East Festivals gibt die preisgekrönte bosnische Filmregisseurin und Aktivistin Jasmila Žbanić Einblicke in ihre Arbeit.
Endlose Felder, dichte Wälder, schnurgerade Wege und dann und wann ein Dorf. Doch wohin man auch kommt: Fontane war schon da.
Wenn es in Niederschlesien spukt und raunt, weiß man: Die Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk hat ein neues Buch geschrieben. „Empusion“ spielt mit dem „Zauberberg“ und wirft feministische Rätsel auf.
Zusammengesetztes Porträt eines Idealisten: Quellenforschungen von Friedrich Wilhelm Graf, Heinrich Assel und Robert Norton zeigen die Tragfähigkeit von Ernst Troeltschs Brücke in die Moderne.
Otto Dix zog freiwillig in den Ersten Weltkrieg. Die Fronterfahrung prägte das Schaffen des Malers. Einen Einblick darin gewährt Feldpost, die nun bei Bassenge neben Briefen anderer namhafter Persönlichkeiten versteigert wird.
Wenn Künstliche Intelligenz jeden in die Lage versetzt, Fotos fälschen zu können – wem und welchen können wir dann noch trauen?
Was deutscher und britischer Kolonialismus in Ostafrika für Einzelne bedeuteten: Der Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah erzählt in seinem Roman „Nachleben“ von der Wirkung des Krieges über Generationen hinweg.
Die Historikerin Ute Frevert erforscht Gefühlspolitik. Und sie sagt: Die Meister sitzen in Moskau. Ihre Mittel sind Demütigung, Angst und enttäuschte Liebe.
Der Spezialchemiekonzern Evonik baut eine neue Anlage für Lipide in den USA und bekommt dafür großzügige Staatshilfen. Für Konzernchef Christian Kullmann ist der Wettlauf um Subventionen neue Normalität.
Beim Spaziergang durch ein schön gelegenes Tal Wissen aufsaugen: Das ist im rheinland-pfälzischen Freilichtmuseum Bad Sobernheim möglich. Die Kleinen erkennen die Landmaschinenhersteller aus den Fünfzigerjahren, die Großen verstehen die Gründe für Bauweisen an der Mosel und finden ihr Kinderspielzeug wieder.
Der Historiker Peter Hoeres wirft uns vor, wir hätten ein Zerrbild der deutschen Philosophie im Ersten Weltkrieg gezeichnet. Das stimmt so nicht. Eine Replik.
Die jährliche Surrealismus-Auktion wird bei Sotheby’s in Paris zur festen Einrichtung. Deutscher Expressionismus aus der Sammlung Ehret ergänzt das Angebot.
Waren die deutschen Philosophen während des Ersten Weltkriegs tatsächlich derart vom Nationalismus infiziert, wie ein neues Buch suggeriert? Oder ist das die Phantasie von Philosophiehistorikern? Ein Gastbeitrag.
Ein Glück, dass Gabriele Münter sich stilistische Flexibilität erlaubt hat: Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg präsentiert ihre teils unbekannten Menschenbilder
Das Wirtschaften auf Pump stößt selbst für die Vereinigten Staaten irgendwann an eine Grenze.
Infolge ungenauer Grenzziehung nach dem ersten Weltkrieg gab es vier Jahre lang im Rheingau den „Freistaat Flaschenhals“. Vor 100 Jahren hatten die Franzosen dann genug von der Kuriosität am Rhein.
Die National Gallery erwirbt ein frühes Porträt von Max Pechstein. Einst hing es in der Berliner Wohnung des Auftraggebers, dessen Tochter es zeigt – in London tritt es nun in einen Dialog mit anderen Erneuerern der europäischen Kunst.
Sein Schaffen war geprägt vom Grauen des Ersten Weltkriegs. Zum 125. Geburtstag des Malers Karl Deppert erinnert das Kunstarchiv Darmstadt an den Künstler.
„Monde vor der Landung“, der neue Roman von Clemens Setz, erzählt die historische und dramatische Geschichte eines Verschwörungstheoretikers.
Das frühere Mitglied des Herrenklubs machte sich als konservativer Revolutionär selbst zum Bischof: Eine Tagung über die Widersprüche des Theologen und Kirchenpolitikers Otto Dibelius.
Wer Hugo Ball, den Initiator des Dadaismus, zum Antisemiten abstempelt, wird ihm nicht gerecht. Sein Fall zeigt: Wir können unsere kulturelle Vergangenheit weder umerziehen noch durch Verwerfungsgesten abschütteln. Ein Gastbeitrag.
Die Stadt Amiens vermisst ein wertvolles Gemälde. Im Besitz der Popikone soll sich eines mit dem gleichen Sujet befinden. Aber ist es überhaupt dasselbe Gemälde?
Der Führer der Nationalsozialisten wurde im In- und Ausland lange sträflich unterschätzt. Widerstand regte sich erst, als es zu spät war. An den Folgen trägt nicht nur Deutschland bis heute schwer.
Vor dem Ersten Weltkrieg kamen viele jüdische Künstler aus Ost- und Mitteleuropa nach Paris, um in der französischen Hauptstadt ihr Glück zu machen. Das Jüdische Museum Berlin zeichnet ihre Schicksale nach.
Nachdenken darüber, was das Schöpferische eigentlich ausmachen mag: Vladimir Jankélévitschs frühe Studie über Henri Bergson
Die gigantische Geldentwertung hatte eine Vorgeschichte – und sie hat Folgen bis heute. Princeton-Professor Harold James blickt im Historischen Museum Frankfurt auf die Zusammenhänge von Globalisierung, Krise und Inflation.
Der neue Film von Hans-Jürgen Syberberg wurde von der Berlinale abgelehnt. Das dreieinhalbstündige Werk ist nichts für ein breites Publikum. Aber eine Sondervorführung müsste drin sein.
Gabriele Tergits Roman „Effingers“ fulminant gelesen
Aber bitte keine Alleingänge: Deutschland wird Schützenpanzer in die Ukraine liefern. Ob bald Kampfpanzer folgen könnten, diskutierte Maybrit Illner mit ihren Gästen.
Wenig intelligente, dafür antisemitische „Kritik der deutschen Intelligenz“: Wie die Künstlerin Hito Steyerl die Schmähschrift des Dadaisten Hugo Ball genau gelesen, die Verleihung des nach ihm benannten Preises abgelehnt und stattdessen lieber eine kritische Konferenz zu ihm initiiert hat.
Ein Gespräch mit dem Historiker Thomas Weber über weihnachtliche Verbrüderung an den Fronten und eine Rereligiösierung des Lebens als Folge des Kriegs.
Mit einem großen Schlag gehen die Sicherheitsbehörden gegen die „Reichsbürger“-Szene vor. Eine terroristische Vereinigung wollte angeblich in den Bundestag eindringen und Abgeordnete als Gefangene nehmen.
Die Ausstellung „Magyar Modern“ erzählt von ungarischen Künstlern, die nach dem Ersten Weltkrieg in die deutsche Hauptstadt flohen – aber nicht, um zu bleiben.
Vom militärischen Ausnahmetalent zu einem der führenden Köpfe der deutschen Menschenrechtler in der Zwischenkriegszeit: Das Leben des Franz Carl Endres passt in keine Schublade. Seine Botschaften sind wieder aktuell.