Frag den Baum um Erlaubnis
Von wegen rückständig: Die Weltnaturkonferenz in Kolumbien erkennt an, dass indigenes Wissen hilft, Biodiversität zu erhalten. Die Wissenschaft zweifelt daran sowieso nicht mehr.
Von wegen rückständig: Die Weltnaturkonferenz in Kolumbien erkennt an, dass indigenes Wissen hilft, Biodiversität zu erhalten. Die Wissenschaft zweifelt daran sowieso nicht mehr.
Digitale genetische Informationen spielen eine Schlüsselrolle auf der Weltnaturkonferenz in Cali. Der globale Süden verlangt Zahlungen von der Pharmaindustrie.
Vor vier Jahren wüteten verheerende Brände auf Kangaroo Island im Süden Australiens. Jetzt zeigt die Insel eine nie dagewesene Artenvielfalt.
Umweltschützer reichen Verfassungsklage auf umfassenden gesetzlichen Schutz der Natur ein. Die Gefahren seien noch größer als die des Klimawandels.
Die Staaten haben sich viel vorgenommen für den internationalen Naturschutz. Jetzt wird sich zeigen, ob es den Willen und das Geld gibt, die Ziele umzusetzen.
Zahl und Vielfalt der Wirbeltiere sind in den vergangenen 50 Jahren um fast drei Viertel geschrumpft. Besonders betroffen ist Lateinamerika.
Sie entziehen der Atmosphäre CO₂, speichern Wasser und kühlen ihre Umgebung. Doch in Deutschland gibt es kaum mehr intakte Moore. Warum das ein Problem ist.
Eine umfassende Bestandsaufnahme der Biodiversität in Deutschland zeichnet ein ernstes Bild – der „Faktencheck Artenvielfalt“ nennt aber auch Wege zum Erhalt der Ökosysteme
Die erste große Bestandsaufnahme zur Artenvielfalt in Deutschland beschreibt nicht nur, wie es um die Biodiversität steht – sondern auch, wie ihr Rückgang gestoppt werden kann. Ein Gespräch mit Mitherausgeber Josef Settele.
Ein Drittel der Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet. Das ist eines der alarmierenden Ergebnisse der ersten Biodiversitäts-Bestandsaufnahme für Deutschland. Auch für die Zukunft sieht es in vieler Hinsicht düster aus.
Ein Langgedicht von Stephanie Bart
Die Entscheidung der Schweizer gegen eine Biodiversitäts-Initiative zeigt, wie dringend die Narrative der Verhinderer im Naturschutz Konkurrenz bekommen müssen. Mutmachen statt Angstmachen sollte die Devise sein.
Auf der Suche nach der ökologische Mitte: Wie die hippe Münchener DLD-Konferenz die Natur entdeckte und TV-Star Maria Furtwängler zwei Spitzenpolitikern die grüne Karte zeigte.
Es wird viel mehr Wein erzeugt als getrunken: Wird die Rheingauer Kulturlandschaft als Folge der Weinmarktkrise zum Flickenteppich? Mehr Engagement für die Artenvielfalt könnte ein Ausweg sein.
Mehr also 270 Arten Obst und Gemüse, von Tomaten und Kartoffeln bis hin zu exotischen Pflanzen – mit dem „Obschützer Vielfaltsgarten“ haben Petra und Michél Simon-Najasek in Sachsen-Anhalt eine Oase der Biodiversität geschaffen.
Die Artenvielfalt ist fast überall auf der Erde bedroht. Doch selbst Studenten der Umweltwissenschaften wissen nicht immer, warum das so ist. Das zeigt eine Umfrage von Frankfurter Forschern.
Mit romantischen Vorstellungen hat die Almwirtschaft wenig zu tun, sie ist vielmehr harte Arbeit. Deshalb ist es schwierig, Personal dafür zu finden – und die Landwirtschaft am Berg hat noch weitere Probleme.
In Deutschland ist Kirschlorbeer als blickdichte Hecke beliebt, in der Schweiz wird die Pflanze nun verboten: Der invasiven und giftigen Art soll vom 1. September an Einhalt geboten werden.
Wilde Natur könnte sich vor allem in Skandinavien, Schottland und auf der iberischen Halbinsel ausbreiten. In anderen Gegenden Europas müsste der Mensch nachhelfen.
Als Bio Frankfurt bündeln seit 20 Jahren namhafte Institutionen ihre Kompetenz, um sich für biologische Vielfalt im Rhein-Main-Gebiet einzusetzen.
Büffel und Haie hat der Mensch schon dezimiert. Weitere Tierarten könnten folgen, denn das Aussterben einer Art befördert dasjenige einer anderen. Wie mehr Daten gegen das Artensterben helfen könnten.
Elf bisher unbekannte Arten haben Meeresforscher des Frankfurter Senckenberg-Instituts in einer neuen Publikation vorgestellt. Diese soll helfen, das Überleben dieser Tiere zu sichern. Denn der Tiefseebergbau bedroht ihre Existenz.
In den rumänischen Karpaten helfen Touristen, die Wildnis zu schützen und die Biodiversität zu erhalten – die Braunbären sind dabei mit Vorsicht zu genießen.
Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt hat den Wispertaunus für ein Naturschutzgroßprojekt auserkoren. Die Stadt Lorch erwartet für ihren Wald im Gegenzug einen Geldsegen. Doch der ist keineswegs sicher.
Eine detaillierte Berichterstattung über ökologische Ziele ist erforderlich für Klima- und Biodiversitätsschutz. Unternehmen dürfen allerdings nicht überfordert werden.
Engagement für mehr Artenvielfalt: Hessen Mobil lässt im Rheingau Randstreifen erblühen und schafft neue Lebensräume.
Biodiversität zu erhalten ist viel schwieriger als Klimaschutz zu betreiben. Geht das Potential für Ökosystemdienstleistungen verloren, wird die Wirtschaft es spüren.
Der Naturschutz ist die nächste große Herausforderung für Finanzkonzerne. Die Bedeutung wird aber noch nicht erkannt. „Es geht um die Sicherung der Lebensgrundlage und nicht um den Schutz von Kröten“, sagt eine Expertin.
Von wegen „nichtproduktive Fläche“: Im ungenutzten Raum entstehen unverzichtbare Biotope – in der Stadt wie auf dem Acker. Warum die Aufweichung der Umweltstandards in der Landwirtschaft fatal ist.
Lasst es wachsen: Der Hype um den mähfreien Mai zeugt einmal mehr von einer sensationell oberflächlichen Betrachtungsweise von Flora und Fauna. Eine Polemik wider die Gärtner aus dem Liegestuhl.
Waschbären gelten als Allesfresser. Sie können sich aber auch spezialisieren, wie eine Frankfurter Studie zeigt. Die Forscher warnen vor den Folgen für die Artenvielfalt.
Graslandschaften dienen Wildtieren als Lebensraum und Vieh als Weidegebiete. Doch ihre Bodenqualität schwindet, warnt ein UN-Bericht.
Vögel und Insekten haben es schwer, sich in unseren Großstädten zuhause zu fühlen. Zur Mailänder Möbelmesse hat die Leipziger Designerin Johanna Seelemann ein Projekt für sie vorgestellt.
Die Finanzierung von Biodiversität kann der Staat allein nicht stemmen. Unternehmen brauchen Anreize.
Abbau schädlicher Subventionen, Einbeziehung des Privatsektors, Schuldenerlass gegen Naturschutz – das sind einige Ideen für den globalen Biodiversitätsschutz. Ein entsprechendes Papier soll am Freitag an Bundesumweltministerin Steffi Lemke übergeben werden.
Die Gentrifizierung tut der Artenvielfalt gut – und diese wiederum fördert das Wohlbefinden der Menschen. Was bedeutet das für die Planung in den Städten?