Habeck in Schwedt: „Ich will Sie nicht verkackeiern“
In Schwedt ganz im Osten Deutschlands endet eine Pipeline aus Russland. 1200 Mitarbeiter sind in der Raffinerie beschäftigt. Nun hat sie Minister Habeck besucht.
In Schwedt ganz im Osten Deutschlands endet eine Pipeline aus Russland. 1200 Mitarbeiter sind in der Raffinerie beschäftigt. Nun hat sie Minister Habeck besucht.
Minister Habeck arbeitet am Ölembargo – und warnt zugleich vor Engpässen. Nehmen die aktuellen Benzin- und Dieselpreise den Einfuhrstopp schon vorweg? Was auf die Verbraucher im Alltag zukommt
Anleger, die derzeit auf ihren russischen Werten sitzenbleiben, erhielten für diese jüngst Kaufangebote. Aber wer kauft die Titel – und wer nimmt so ein Angebot an?
Schwedt wurde groß mit dem russischen Öl. Jetzt sind die Befürchtungen groß.
Deutschland bekommt sein erstes Flüssiggasterminal, Kanzler Scholz den nächsten Offenen Brief. In Großbritannien wird gewählt und Eintracht Frankfurt steht kurz vor dem Einzug ins Finale der Europa League. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Die zu Rosneft gehörende PCK-Raffinerie in Schwedt versorgt Berlin und Brandenburg mit Benzin und Heizöl. Ein Ölembargo könnte die Energieversorgung gefährden, sagen Politiker, denn Rosneft will nur russisches Öl verarbeiten.
Nach langem Zögern hat sich die EU-Kommission jetzt zu einem Ölembargo gegen Russland durchgerungen. In Brandenburg könnte das besonders heftige Auswirkungen haben. Denn dort versorgt ausgerechnet der russische Konzern Rosneft die Region mit Kraftstoff.
Der britische Energiekonzern BP meldet einen satten Quartalsgewinn von sechs Milliarden Dollar. Labour will höhere Steuern. Die Regierung fordert Investitionen.
Die Quartalszahlen von BP zeigen trotz gestiegener Umsätze einen Verlust in Milliardenhöhe. Verantwortlich ist die Trennung von einem russischen Ölkonzern.
Das Embargo soll nicht unmittelbar gelten, sondern gestaffelt im Verlauf von Monaten greifen. Sorge bereitet jedoch die Raffinerie Schwedt – die verbleibenden 12 Prozent Öl, die Deutschland aus Russland bezieht, entfallen auf sie.
Setzt die EU ein Öl-Embargo gegen Russland um? Deutschland soll mitmachen, aber andere Länder bremsen wohl noch. Habeck warnt vor höheren Preisen.
Die Raffinerie in Schwedt spielt eine Schlüsselrolle bei der Versorgung des Ostens. Die Bundesregierung plant nun wohl die Enteignung der Raffinerie des russischen Staatskonzerns Rosneft. Möglich machen soll das ein Gesetz aus den 1970er Jahren.
Robert Habeck sinniert über Zeit „nach Rosneft“ in Schwedt.
Nach dem Lieferstopp für Polen und Bulgarien ist die Gasversorgung in Deutschland aktuell gesichert. Die Bundesregierung ist trotzdem beunruhigt. Unterdessen rückt ein Ende der Öl-Lieferungen aus Russland näher. Aktivisten versuchen derweil, den Ölfluss jetzt schon zu stoppen.
Deutschland ist nach Worten des Wirtschaftsministers auf einen Stopp russischer Öl-Lieferungen gut vorbereitet. Nur für eine wichtige Raffinerie brauche es noch eine Lösung.
Sollte die EU kein Gas und Öl mehr aus Russland kaufen, hätte das schwere Folgen für die russischen Energiekonzerne. Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Gazprom schon erheblichen Schaden zugefügt.
Der Wirtschaftsminister setzt die Netzagentur als Treuhänder für das Deutschlandgeschäft ein. Es ist ein bislang einmaliger Schritt.
Ein Feuer in einem russischen Treibstoffdepot soll laut russischen Angaben auf einen ukrainischen Luftangriff zurückgehen. Zwei Kampfhubschrauber sollen das Lager angegriffen haben, behauptet der Gouverneur des Gebiets.
Gut ein Monat lang konnten an der russischen Börse keine Titel gekauft und verkauft werden. Nun ist der Handel wieder möglich - jedoch nur eingeschränkt.
Die „Big Four“ brauchen länger für Russland-Abzug
Die Sanktionsliste gegen russische Oligarchen wird immer länger. So fallen die Milliardäre Abramowitsch und Deripaska mit viel Besitz in London darunter.
Rückzug auch von Pipeline mit Gazprom
Der Ukraine-Krieg hinterlässt seine Spuren auch auf deutschen Baustellen. Fachleute befürchten einen Engpass bei Bitumen, damit würde der Straßenbau gebremst. Schon jetzt sei Baustahl knapp.
BP und Shell hielten den Kreml-Konzernen Rosneft und Gazprom lange die Treue. Jetzt stoßen sie ihre Beteiligungen mit großem Verlust ab.
Anleger, die sich von ihrem russischen Engagement trennen wollen, stoßen aktuell auf einige Hürden. Viele Fonds und ETF mit Russland-Fokus sind derzeit vom Handel ausgesetzt.
Geschäftspartner und Mitarbeiter wenden sich vom ehemaligen Kanzler ab, weil der weiterhin für Staatskonzern Rosneft arbeitet. In der SPD ist man ratlos. Außerdem berichtet F.A.Z.-Korrespondent Konrad Schuller aus der Ukraine über seine Eindrücke.
Als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine gibt es für VTB, Sberbank und Co. keine aktuellen Kurse an westeuropäischen Börsen mehr. In Gazprom und Rosneft lässt sich aber noch Geld anlegen.
Der Druck auf den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder wächst. Nun haben sich seine vier Mitarbeiter von ihm getrennt. Ebenso Unternehmen, für die er bislang tätig ist. SPD-Chef Klingbeil sagt: „Die Uhr tickt.“
Russlands Zentralbank kämpft mit Kapitalkontrollen und Leitzinserhöhung gegen die Abwertung.
Westliche Unternehmen verlassen in nie gesehener Geschwindigkeit Russland: die Ölkonzerne BP und Shell, der Lastwagen-Riese Daimler Truck oder der Autozulieferer ZF Friedrichshafen. Liegt es an den Sanktionen oder an ihren Werten?
Knapp ein Fünftel des russischen Unternehmens gehörte dem britischen Ölkonzern – bis jetzt. Wie Medien berichten, gibt BP mit dem Verkauf dem Druck der heimischen Regierung nach.
Premier Johnson verkündet neue Sanktionen und kappt den Zugang zum wichtigen Finanzplatz London. Die Regierung spricht von „verheerenden wirtschaftlichen Schmerzen“ für Russland. Einige Fachleute bezweifeln das.
Mehrere Ex-Premierminister treten aus Protest gegen die Invasion zurück. Andere reden nur.
Nach den kräftigen Kursverlusten am Montag, erholten sich die Kurse an der Moskauer Börse am Dienstag wieder etwas. Viele erwarten weitere Sanktionen gegen den Finanzsektor.
Nord Stream 2 zeigt, wie Pipelines zum Politikum werden. Dabei dominieren Öl und Gas aus Russland den deutschen Markt – und die Ostseeleitung ist bei weitem nicht die einzige Röhre, die staatsnahe russische Konzerne in Deutschland betreiben.