Die französische Ausnahme
Auch zu Beginn des Jahres 2020 ist Frankreich im Teufelskreis zwischen Misstrauen und Glauben an den Staat gefangen. Daran hat allerdings auch die französische Regierung selbst ihren Anteil.
Auch zu Beginn des Jahres 2020 ist Frankreich im Teufelskreis zwischen Misstrauen und Glauben an den Staat gefangen. Daran hat allerdings auch die französische Regierung selbst ihren Anteil.
„Die Rentenreform wird zu Ende gebracht“, kündigt der französische Präsident in seiner Neujahrsansprache an. Ein Festhalten an den bisherigen Regelungen bedeute „Verrat an unseren Kindern“. Macrons Gegner werten dies als „Kriegserklärung“.
Frankreich droht weihnachtliches Verkehrschaos: Bei den Gesprächen der Regierung mit den Gewerkschaften über die geplante Rentenreform gab es weiterhin keinen Durchbruch. Rund 200.000 Bahnkunden müssen an Weihnachten umbuchen.
Der französische Präsident will sein zentrales Reformvorhaben zwar „weder aufgeben noch verfälschen“, ist aber zu Nachbesserungen bereit. Sein Ziel sei es, den Franzosen eine Streikpause an Weihnachten zu ermöglichen.
In Frankreich finden bereits das dritte Mal in diesem Monat landesweite Streiks und Proteste gegen die Rentenreform statt. Zug- und Flugreisende müssen mit Ausfällen und massiven Verspätungen rechnen. In Paris und anderen Städten gibt es Großkundgebungen gegen die Rentenreform.
Jean-Paul Delevoye sollte die Franzosen darauf einstimmen, dass sie bei der Rente kürzertreten müssen. Doch er verschwieg üppige Nebeneinkünfte. Für Präsident Macron wird die Lage immer misslicher.
In der französischen Stadt Bordeaux ist es bei Protesten gegen die geplante Rentenreform zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzutreiben.
Frankreich steht still: Am Samstag fährt nur ein Bruchteil der Züge, Lkw-Fahrer legen gleich mehrere Autobahnen lahm. Und die Gewerkschaften kündigen weitere massive Proteste an – auch zum Beginn der neuen Woche.
Der Zorn der Streikenden in Frankreich richtet sich gegen ein Kernvorhaben des Präsidenten: die Reform des zersplitterten Rentensystems. Ob Macron an seinen Plänen festhalten wird, hängt von der Länge des Ausstands ab.
An diesem Donnerstag beginnt in Frankreich der große Streik gegen die Rentenreform. Spannend wird, wie weit Macron nachgibt. Alles wird von der Länge der Streiks abhängen, doch die ist bisher unklar.
Ein Jahr nach dem Beginn der Proteste der „Gelbwesten“, ist Frankreich immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Präsident Macron konnte den Vorwurf der Arroganz der Macht bisher nicht abschütteln.
In Paris droht an diesem Freitag eine neue Protestwelle gegen Emmanuel Macron. Vor allem bei den Gewerkschaften trifft Frankreichs Präsident dieses Mal auf großen Widerstand. Doch er will sich Zeit lassen.
Die Rentenreform der Bundesregierung hat die letzte Hürde genommen: Das Absicherungsniveau bleibt bei 48 Prozent. Von den Neuerungen bei der Altersvorsorge profitieren zwei Gruppen besonders.
Nicht nur in Deutschland gibt es Streit um die Rente. In Russland besteht zudem ein wichtiger Unterschied zwischen Frauen und Männern.
Der russische Präsident geht auf seine Kritiker zu: So sollen neben Männern auch Frauen zukünftig „nur“ fünf Jahre später in Rente gehen.
Viele Russen haben sich von Präsident Putin eine Rentenerhöhung erhofft. Bekommen haben sie ein höheres Rentenalter. Männer sollen künftig mit 65 Jahren in Rente gehen – und das, obwohl die durchschnittliche Lebenserwartung nur zwei Jahre höher liegt.
Vor allem die Ausweitung der Mütterrente findet Clemens Fuest schlecht. Wer Altersarmut bekämpfen will, sollte seiner Ansicht nach etwas anderes tun. Arbeitsminister Heil wehrt sich.
Es sah aus wie im Bürgerkrieg. Bei Protesten gegen eine Rentenreform beschossen sich Demonstranten und Polizei in Buenos Aires gegenseitig massiv mit Steinen, Tränengas und Gummigeschossen.
Der Sozialbeirat beim Bundesarbeitsministerium sieht das Rentenniveau sinken und den Beitragssatz steigen. Und empfiehlt: Neue Leistungen sollen voll aus Steuermitteln finanziert werden.
Nur ein Stück weiter, aber noch keine Einigung. Die große Koalition will am 24. November abermals über die geplante Rentenreform sprechen. Noch wird über die Finanzierung gestritten.
Die AfD will sich am Schweizer System orientieren und auch Selbständige und Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen lassen. Ein genaues Konzept hat die Partei dafür allerdings noch nicht.
SPD-Chef Sigmar Gabriel hat die Idee der Rente mit 69 heftig attackiert. Er sollte sich umschauen. Zehn EU-Länder sind weiter als Deutschland.
Alle Bürger sollten sich in Zukunft auf einer Plattform über ihre Rentenansprüche informieren können, fordert ein neues Gutachten. Denn viele Deutsche wissen gar nicht, welche Möglichkeiten sie hätten.
Droht breiten Schichten in Deutschland Armut im Alter? Die Frage steht im Mittelpunkt des neuen Renten-Streits. Das Statistische Bundesamt legt dazu eine wichtige Zahl vor.
CSU und SPD wollen eine Rentenreform. Aus der CDU kam bislang viel Kritik. Nun erklärt ihr Generalsekretär, wie eine kleine Reform doch kommen könnte - noch in diesem Jahr.
Die gesetzliche Rente erlebt derzeit nur ein Zwischenhoch. Eigene Vorsorge bleibt wichtig. Denn die Umlage steht vor großen Belastungen.
Im griechischen Parlament wird es wieder knapp für Alexis Tsipras: Der Premier muss seine Rentenreform durchsetzen. Sie ist zentral für den Reformkurs des Landes.
Die Rentenreform ist einer der Knackpunkte in den Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket für Griechenland. Nun haben Athen und die Gläubiger einen Kompromiss erzielt.
Wann werden Zeiten der Arbeitslosigkeit bei der Rente mit 63 angerechnet? Die IG Metall beklagt in dieser Frage eine „willkürliche Ungleichbehandlung“. Und bereitet einem Medienbericht zufolge bereits Musterverfahren vor.
Wie kann man die Renten künftiger Generationen sichern und Anreize für betriebliche und private Vorsorge schaffen? Darüber diskutierten in Berlin zwei Finanzdienstleister, ein Verbraucherschützer und eine Bundestagsabgeordnete.
Bei der Deutschen Rentenversicherung sind bereits mehr als 100.000 Anträge auf die abschlagsfreie Rente mit 63 eingegangen. Wie viele Antragsteller auch die Voraussetzungen dafür erfüllen, ist jedoch noch unklar.
Bei der Rentenberatung ist die Hölle los. Viele ältere Damen hoffen auf eine Mütterrente. Doch sie bleiben in der Telefon-Warteschleife hängen. Derweil bastelt die Politik am nächsten Rentenpaket.
Die Rente mit 63 ist noch viel attraktiver als gedacht. Rentenexperten haben berechnet: Wer bis 65 arbeitet, muss schon 100 werden, damit sich das lohnt. Viel schlimmer hätten die Ergebnisse der Rentenreform nicht ausfallen können.
Bei der Rentenreform von Andrea Nahles handelt es sich um die teuerste Leistungsausweitung seit Einführung der dynamischen Rente durch Konrad Adenauer. Und den denkbar größten sozialpolitischen Schwachsinn.
Bei der Rentenreform von Andrea Nahles handelt es sich um die teuerste Leistungsausweitung seit Einführung der dynamischen Rente durch Konrad Adenauer. Und den denkbar größten sozialpolitischen Schwachsinn.
In der Union fühlen sich Abgeordnete bei der „Rente mit 63“ hintergangen. Die Fraktionsführung hat die Frage unterschätzt.