Kurse könnten wieder steigen
Anleger verabschieden sich aus den deutschen und amerikanischen Staatsanleihen. Doch dem Renditeanstieg kann eine Korrektur folgen. Denn Analysten zweifeln an der Risikofreude der Investoren.
Anleger verabschieden sich aus den deutschen und amerikanischen Staatsanleihen. Doch dem Renditeanstieg kann eine Korrektur folgen. Denn Analysten zweifeln an der Risikofreude der Investoren.
Stefan Kreuzkamp, Leiter des Managements der DWS-Anleihefonds, bevorzugt in den finanzschwachen Euroländern Bankanleihen, will aber auch in Maßen neue Staatsanleihen zeichnen.
Die Krise ist noch nicht vorbei. Sie hat sich nur gewandelt. Es drohen quälende Jahre ohne Wachstum und ohne vernünftige Zinsen. Wie in Japan.
Bisher wurden Rettungsaktionen für verschuldete Eurostaaten mit den systemischen Risiken für die Eurozone durch eine Insolvenz begründet. Zypern macht daraus einfach ein Gewohnheitsrecht.
Wie weit hat die Politik ihr Versprechen eingelöst, Banken schärfer zu überwachen und Steuerzahler vor Verlusten zu schützen? Welche Regeln gelten, was wird diskutiert?
Die portugiesische Regierung hat am Mittwoch früher als erwartet eine fünfjährige Anleihe begeben und so von Anlegern 2 Milliarden Euro eingesammelt. Die Nachfrage nach dem Papier war groß.
Die großen Telefonanbieter in Spanien und Portugal müssen knapp 80 Millionen Euro EU-Geldbuße wegen verbotener Absprachen zahlen. Die spanische Telefónica trifft es am härtesten.
Der Schuldenstand in den 17 Ländern der Eurozone bleibt auch im dritten Quartal weiter hoch. Spitzenreiter ist Griechenland, gefolgt von Italien und Portugal.
Irland und Portugal wollen mehr Zeit bekommen, um Hilfskredite ihrer europäischen Partnerländer zurück zu zahlen. Dadurch kämen beide Länder leichter vollständig an die Kapitalmärkte zurück.
Die demographische Entwicklung der Industrienationen könnte ihnen bald ökonomisch zum Verhängnis werden. Davor hat die amerikanische Ratingagentur Fitch in einer am Montag veröffentlichten Studie gewarnt. Den Experten zufolge droht ohne Reformen der Rentensysteme eine neue Finanzkrise.
Die Sorgen um das weitere Wachstum von Apple gewinnen die Oberhand. Trotz eines neuerlichen Rekordergebnisses brach die Aktie des Elektronikkonzerns am Mittwoch im nachbörslichen New Yorker Handel um mehr als 10 Prozent ein. Mit einem Schlag verpufften annähernd 50 Milliarden Dollar oder umgerechnet 38 Milliarden Euro an Börsenwert. Der Nivea-Hersteller Beiersdorf kommt dagegen dank der Neuausrichtung im Kosmetikgeschäft immer besser voran. Der Konzern steigerte den Umsatz im abgelaufenen Jahr organisch um 4,7 Prozent auf 6,04 Milliarden Euro.
Ein Großteil der jungen Menschen in Spanien und Portugal sind durch die Krise arbeitslos. Und immer mehr von ihnen bewerben sich im Ausland. Volkswagen etwa verzeichnet einen Bewerbungsboom aus beiden Ländern.
Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sich dafür ausgesprochen, den Spielraum für die Dispozinsen zu begrenzen. Er sprach von einem Vorgehen gegen Wucher. Doch von Bundesregierung und Kreditwirtschaft hagelt es Kritik.
Die Euro-Krisenländer Irland und Spanien haben sich erneut frisches Geld zu günstigen Konditionen am Kapitalmarkt besorgt, während Portugal anscheinend plant, schon bald an den Kapitalmarkt zurückzukehren.
Ein Kölner Unternehmen baute vor hundert Jahren in Rio de Janeiro die Seilbahn auf einen der berühmtesten Gipfel der Welt. Mehr als 40 Millionen Menschen sind seither mit ihr gefahren, aber keiner kennt den Zuckerhut so gut wie Giuseppe Pellegrini.
Von der „korrekten“ Ausplünderung über die verschärfte Repression bis zum Terror: Barbara Beuys erzählt von Amsterdam in den Jahren 1940 bis 1945.
In China hat sich die Einkaufsmanager-Stimmung der Industrie im Dezember aufgehellt, in der Europäischen Union treten striktere Regeln für Budgetkontrolle in Kraft und Portugals Präsident lässt den Sparetat von Verfassungsrichtern prüfen.
Der vom Parlament verabschiedete Haushalt wecke „berechtigte Zweifel“, ob er gerecht sei, sagt Portugals Staatsoberhaupt. Nun sollen die obersten Richter urteilen, ob das stimmt.
Neben den Branchenriesen wetteifern viele kleine Anbieter um Kunden. Selbst für Solaranlagen gibt es heute standardisierte Noten. Experten wollen diese Aktivitäten reguliert sehen.
Ein skeptischer Moralist mit Sinn für Listen der Vernunft: Zum Tod des deutsch-amerikanischen Ökonomen und Soziologen Albert O. Hirschman.
Professionelle Anleger hoffen auf eine Überwindung der Schuldenkrise im nächsten Jahr. DWS-Anlagechef Wöhrmann rät dazu, mehr Risiken einzugehen.
S&P erwartet einen Anstieg der Ausfallraten europäischer Unternehmen auf 6,8 Prozent. Auch Moody’s schätzt die Aussichten schwächer ein. Der Fondsmanager George Muzinich setzt daher auf hochverzinsliche Anleihen.
Die Sparpolitik hat Europa im Griff. Vielerorts gibt es keine Alternative, andere wollen den Absturz vermeiden. Auf mittlere Sicht dürfte die Region weiter auseinanderdriften.
Spanien braucht Hilfe, um seine schwächelnden Banken aufzupäppeln. Die Finanzminister der Euroländer haben nun wie erwartet 40 Milliarden Euro gebilligt. Portugal soll die nächste Hilfszahlung im Januar bekommen.
Konzernchefs in Deutschland haben im vergangenen Jahr durchschnittlich eine Vergütung von 4,3 Millionen Euro erhalten. Damit liegen sie laut einer neuen Studie europaweit auf dem zweiten Platz - hinter Großbritannien und vor der Schweiz.
Mögliche Zinserleichterungen für Portugal beschäftigen die Politik. Die Börsen schauen auf die Kapitalmarktprognosen der Banken, die den Aktienmarkt weiter stabil sehen.
Nach einem Medienbericht berät die Euro-Gruppe am Montag über Finanzhilfen für Portugal. Das Land beruft sich angeblich auf einen EU-Gipfelbeschluss. Die Portugiesen hoffen auf ähnliche Zugeständnisse wie Griechenland.
Nach dem Kompromiss über neue Griechenland-Hilfen sinken in ganz Südeuropa die Renditen und die Preise für Rreditausfallderivate auf Anleihen. Euphorie ist auf den Finanzmärkten allerdings nicht spürbar.
Europas Banken saugen sich mit Staatsanleihen voll. Seit Beginn der Krise immer mehr. Wankende Staaten klammern sich an wackelnde Banken. Kann das denn gut gehen?
Die Euro-Krisenländer machen Fortschritte, urteilt die strenge Bundesbank. Ablesbar ist das zum Beispiel an verbesserten Handelsbilanzen und sinkenden Lohnstückkosten.
Seit der Wiederwahl Obamas hat der amerikanische Aktienindex Dow Jones 5 Prozent abgegeben. Japans Politik löst gegen den Trend eine Aktienhausse aus.
Mit portugiesischen Staatsanleihen haben Anleger seit Jahresbeginn einen 15mal so hohen Ertrag erzielt wie mit amerikanischen Treasuries. Die Zahl zeichnet jedoch ein schiefes Bild, da sie die Investmentrisiken aufgrund der Kursschwankungen bei den Portugal-Bonds nicht berücksichtigt.
Das Bruttoinlandsprodukt der 17 Mitgliedsstaaten sank zwischen Juli und September um 0,1 Prozent im Vergleich zum Frühjahr. Bereits damals war die Wirtschaft um 0,2 Prozent geschrumpft. Nach zwei Minus-Quartalen rutscht die Euro-Zone damit in die Rezession.
Die norwegische Firma „Pronova“ soll BASF im Geschäft mit Omega-3-Fettsäuren voranbringen. Südzucker will Wandelschuldverschreibungen zurückkaufen, und der IWF hält Portugals Aussichten weiterhin für schlecht.
Der Ökonom Ansgar Belke schlägt vor, dass die Euro-Krisenländer Anleihen mit Goldreserven unterlegen sollen. Damit würden Risikoprämien sinken. Die Europäische Zentralbank könnte so auf ihr Anleihekauf- Programm verzichten.
Weil sie mit den Sparprogrammen ihrer Regierungen nicht zufrieden sind, streiken Arbeitnehmer in Spanien und Portugal gleichzeitig seit Mitternacht. Bringen wird das Ganze nicht viel. Auch die Griechen demonstrieren, obwohl das Sparpaket bereits beschlossen ist.