Moskau wartet ab, Kiew drängt nach vorn
Der Kreml zögert noch mit der Eingliederung der besetzten Gebiete in der Ukraine. Kiew gibt sich dank Fortschritten an der Front kämpferisch und fordert schärfere Sanktionen gegen Russland. Der Überblick.
Der Kreml zögert noch mit der Eingliederung der besetzten Gebiete in der Ukraine. Kiew gibt sich dank Fortschritten an der Front kämpferisch und fordert schärfere Sanktionen gegen Russland. Der Überblick.
Gasaustritte, wie sie nun an Nord Stream 1 und Nord Stream 2 festgestellt wurden, sind mutmaßlich noch nie aufgetreten. Ein Überblick über die Technik hinter den Rohren und die Folgen der Lecks.
Seit Montag entweicht aus drei Lecks in den Pipelines Nord Stream 1 und 2 Gas in die Ostsee. Nun fragen sich alle: Wer hat die Pipelines sabotiert?
Pipelines, Internetleitungen und Starkstromkabel unter Wasser werden kaum geschützt. Russland interessiert sich dafür schon seit Jahren, warnen Militärs.
Die Lecks an den Ostsee-Pipelines Nord Stream 1 und 2 sind laut europäischen Politikern auf Sabotage zurückzuführen. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen etwa sagte, die Lecks seien durch „vorsätzliche Handlungen“ entstanden.
Die Lecks an den Gasleitungen in der Ostsee sind laut EU wahrscheinlich auf Sabotage zurückzuführen. Norwegen sichert nun auch Ölanlagen besser, sieht aber keine spezifische Bedrohung.
In der Ukraine droht eine Welle von Annexionen, in Deutschland sollen zwei Atomkraftwerke nun doch weiterlaufen und in Berlin beginnt das Gerichtsverfahren zu den Wahl-Pannen im vergangenen Herbst. Alles Wichtige im F.A.Z. Newsletter für Deutschland.
Nachdem in kurzer Zeit für Nord Stream 1 und 2 ein Druckabfall festgestellt wurde, sind mittlerweile drei Lecks ausgemacht. Mehrere Regierungen gehen von Sabotage aus – die USA hatten davor wohl bereits vor Wochen gewarnt.
Wie kamen die Lecks in die Pipelines Nord Stream 1 und 2. Vieles scheint für eine Sabotage zu sprechen.
Robert Habeck hat Zweifel an der geplanten Gasumlage. Das Wirtschaftsministerium arbeitet nach F.A.Z.-Informationen an einer Alternative. Der Ball liegt jetzt im Feld von Finanzminister Christian Lindner.
Der Preis für europäisches Erdgas ist mit rund 189 Euro pro Megawattstunde auf den tiefsten Stand seit Ende Juli gefallen. Erst vor einer Woche lag er durch den Gazprom-Lieferstopp auf einem Rekordhoch.
Russland und die Ukraine müssten sich verpflichten, eine kampffreie Zone um Europas größtes Atomkraftwerk einzurichten, sagt der UN-Generalsekretär. Moskau will darüber aber nicht mit Kiew verhandeln.
An den Börsen verkaufen viele Investoren europäische Titel, nachdem Gazprom seinen Lieferstopp über die Pipeline Nord Stream 1 erklärt hat.
Die Bundesnetzagentur listet auf, welche Verbräuche im Fall eines Gasmangels geschützt sind und welche nicht. Es zeigt sich: Der Begriff „geschützter Kunde“ ist relativ.
Am Ende der dreitägigen Wartungsarbeiten hat Gazprom angekündigt, bis auf weiteres kein Gas mehr zu liefern. Angebliche Probleme halten westliche Politiker für vorgeschoben.
Durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 wird anders als angekündigt weiter kein Gas fließen, wie der russische Staatskonzern Gazprom mitteilte. Doch Deutschland sei auf einen Ausfall vorbereitet, sagen Behörden und Regierung.
Nach dem Willen der G7 sollen Dienstleistungen rund um russische Öllieferungen nur noch erlaubt sein, wenn ein bestimmtes Preisniveau für das Öl nicht überschritten wird. Unterdessen droht Russland mit weiteren Lieferunterbrechungen.
Die Gasverknappung nach Europa beschert dem russischen Energiekonzern einen Rekordgewinn. Doch für die Aufgabe seines bisher wichtigsten Absatzmarkts zahlt das Unternehmen einen hohen Preis.
Die Bundesregierung beendet ihre Klausur in Meseberg. In Deutschland gilt zum letzten Mal der Tankrabatt. Und: Michail Gorbatschow ist mit 91 Jahren gestorben. Der F.A.Z.-Newsletter für Deutschland.
Der physische Gasfluss von Russland nach Deutschland über die Ostsee-Pipeline fiel über Nacht auf Null. Gazprom hatte zuvor angekündigt, dass die Pipeline vom 31. August bis zum 2. September wegen Wartungsarbeiten geschlossen würde.
Das Treffen von Söder mit seiner Amtskollegin Schwesig an der russischen Gaspipeline in Lubmin nützt beiden. Sie können dort von eigenen Versagen und Fehlern in der Energiekrise ablenken.
Die Folgen der angekündigten Wartung der Gas-Pipeline Nord Stream 1 durch Russland lassen sich der Agentur zufolge noch nicht abschätzen. Vorerst müsse man abwarten, so Klaus Müller, Chef der Regulierungsbehörde.
Die russische Luftwaffe will über der annektierten Halbinsel Krim Drohnen abgeschossen haben. Gazprom will Ende August den Gasfluss durch Nord Stream 1 für drei Tage einstellen. Und die Ukrainer spenden ihrer Armee bessere Satellitenbilder. Der Überblick
Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki hat schon viele Kontroversen ausgelöst, jetzt setzt er sich für Nord Stream 2 ein. FDP-Chef Lindner widerspricht ihm. Von der AfD kommt Zustimmung.
Durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 fließt seit Wochen nur ein Fünftel so viel Gas wie eigentlich könnte. Nun soll für drei Tage gar kein Gas mehr fließen – der Konzern begründet dies mit Wartungsarbeiten an einer Turbine.
Der Bundestagsvizepräsident ist nicht so naiv, wie er argumentiert. Er setzt darauf, dass die Leute lieber Gas haben wollen als Sanktionen.
FDP-Vize Kubicki spricht sich dafür aus, Nord Stream 2 „schnellstmöglich“ in Betrieb zu nehmen. Mit dieser Forderung steht er ziemlich alleine da – auch in seiner eigenen Partei.
Sie sollte eigentlich die Lieferkapazität für Nord Stream 1 erhöhen - doch noch steht sie versiegelt und einsatzbereit in Mülheim. Wann oder ob sie noch weiter nach Russland geschickt werden kann, ist nach wie vor unklar.
Siemens Energy bekommt die Probleme der Windkrafttochtergesellschaft Gamesa schmerzlich zu spüren. Zudem belastet das Geschäft in Russland die Bilanz.
Die Turbine für die Gasleitung Nord Stream 1 befindet sich noch in Deutschland. Die Diskussion, wie sie verschifft werden kann, steht laut Energy-Chef Christian Bruch noch aus. Der Energiekonzern schrieb im zweiten Quartal rote Zahlen.
Moskau hat die Gaslieferungen nach Europa inzwischen deutlich verringert. Die russischen Speicher sind augenscheinlich voll – und der Kreml greift zu einer drastischen Maßnahme.
In Ottawa zeigt man sich verwundert. Ein Verbot der Ausfuhr der für die Gaspipeline Nord Stream 1 erforderlichen Turbine sei wegen der deutschen Abhängigkeit von russischem Gas schlichtweg „nicht durchführbar“ gewesen.
Gekürzte russische Gas-Liefermengen und die Aussicht auf noch viel größere Lücken: Die deutsche Politik agiert angesichts der Probleme viel zu langsam, schimpft Industriepräsident Russwurm.
Der Bundeskanzler besichtigt eine Ausrede: Die Turbine für Nord Stream 1, mit der Russland geringe Gaslieferungen begründet, steht zum Transport nach Russland bereit. Auch auf Schröders Vorschläge reagiert Olaf Scholz.
Russland behauptet, es können wegen einer fehlenden Turbine nicht mehr Gas liefern. Kanzler Olaf Scholz präsentiert der Öffentlichkeit nun, dass das nicht das Problem ist.