So soll das Gesundheitswesen gerettet werden
Die Kommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung hat ihre Sparvorschläge übergeben. Die haben es in sich: mehr Zuzahlung in der Apotheke, weniger Knie-OPs, teurere Zigaretten. Ein Überblick.
Der Medizinprofessor Ferdinand Gerlach ist Vizechef der Finanzkommission Gesundheit, die eine lange Streichliste vorgelegt hat. Er sagt, warum Zigaretten künftig 11,50 Euro kosten könnten und auch die Fanta teurer wird.
Die Kommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung hat ihre Sparvorschläge übergeben. Die haben es in sich: mehr Zuzahlung in der Apotheke, weniger Knie-OPs, teurere Zigaretten. Ein Überblick.
Durch Einsparungen und höhere Einnahmen könnten schon im nächsten Jahr gut 42 Milliarden Euro im Gesundheitswesen mobilisiert werden. Das geht aus den Reformvorschlägen für die gesetzliche Krankenversicherung hervor.
Der syrische Präsident al-Scharaa besucht Berlin, die Kommission zur Reform der Krankenversicherung legt ihre Vorschläge vor, und die Fußball-Nationalspieler kämpfen gegen Ghana um einen Platz im WM-Kader. Der F.A.Z.-Frühdenker.
Ungewöhnliche Allianz: Neben den Arbeitgebern wollen auch die Grünen die Beitragsfreiheit von Ehegatten abschaffen. Ministerin Warken zögert noch, aber die Reformuhr tickt.
Der Chef der Deutschen Familienversicherung fordert eine radikale Reform des Gesundheitssystems. Zahnbehandlungen fielen dann aus dem Leistungskatalog. Krankentage ohne Lohnfortzahlung lehnt er aber ab.
Trotz Geschäftsaufgaben bestehe ein „gutes und solides Netz“ an Apotheken. Das Reformgesetz von Gesundheitsministerin Warken sorgt aber für Streit um Honorare.
Nicht einmal elf Prozent der Einwohner bringen 22 Prozent der Honorare der niedergelassenen Mediziner auf. Doch hat die private Krankenversicherung überhaupt noch eine Zukunft?
Das unbegrenzte Pflegebudget versorgt die Kliniken mit immer mehr Kräften für immer weniger Patienten. Die Betreuung am Bett hat sich trotzdem nicht verbessert. Es ist von Missbrauch die Rede, eine andere Branche blutet aus.
Gesetzliche Ansprüche ohne das nötige wirtschaftliche Fundament sind letztlich wertlos und untergraben das Vertrauen in den Staat. Was zu tun ist.
Die Chefin der Betriebskrankenkassen wirft Kliniken vor, sie würden ihre Pflegekosten bewusst falsch abrechnen. Der Krankenhausverband weist das scharf zurück – und fordert gleich die Auflösung des BKK-Verbands.
Die Chefin des Verbands der Betriebskrankenkassen kritisiert aus dem Ruder laufende Ausgaben beim Pflegebudget und erwartet weitere Beitragserhöhungen und insolvente Pflegekassen. Im Interview erklärt Anne-Kathrin Klemm zudem, wie die Klinikreform Frühchen retten kann.
Im Koalitionsvertrag verspricht die Regierung, die Beitragssätze zu stabilisieren. Nun ist klar: Viele Krankenversicherungen heben ihre Sätze trotzdem an. Und Ministerin Warken verteidigt sich.
Sind die Beiträge zur Krankenversicherung bald höher als jene für die Rente? Der GKV-Spitzenverband schlägt Alarm – und plädiert für ein Sparprogramm in Höhe von 26 Milliarden Euro im Jahr.
Auch die Gesundheitsversorgung in den Niederlanden ist nicht ohne Probleme und keineswegs preiswert. Es gibt aber deutliche Hinweise darauf, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis günstiger ist als in Deutschland.
Gesundheitsministerin Warken legt die langerwartete Rettungsdienstreform vor – und will damit Milliarden einsparen. Ihre Vorgänger waren alle daran gescheitert. Das ist ihr Plan.
Arbeitgeber wollen Familienmitglieder in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen lassen. Ein Forscher sieht das als sinnvolle Maßnahme gegen die Einkommenslücke zwischen Mann und Frau. SPD und Verdi sprechen von „gruseligen Maßnahmen.“
Der Handlungsdruck im Gesundheitssystem ist enorm, die Kosten steigen und steigen. Jetzt schlagen die Arbeitgeber Reformen vor, die Milliarden Euro einsparen sollen. Die Praxisgebühr soll wiederkommen und die GKV auf eine „Basissicherung“ beschränkt werden.
Das Kabinett billigt ein Sparpaket über zwei Milliarden Euro. Die vermeintliche Beitragsstabilität könnte aber eine Ablenkung sein, warnen Kritiker. Die Opposition ist empört.
In Brüssel beraten die Verteidigungsminister von EU und NATO, die SPD lässt eine Einigung beim Wehrdienst in letzter Minute platzen und das Bundesverwaltungsgericht beschäftigt sich mit dem Rundfunkbeitrag. Der F.A.Z.-Frühdenker.
Die Gesundheitsministerin will die Verwaltungskosten der Krankenkassen begrenzen und die Budgets der Kliniken deckeln. Das würde insgesamt zwei Milliarden Euro sparen. Zur Pflege gibt es aber noch keine Einigung.
Das völlige Aus für den Pflegegrad 1 ist unwahrscheinlich und brächte auch nicht genug ein. In zwei Wochen entscheidet sich, ob die Kassenbeiträge steigen.
Mehr Steuern, weniger Ausgaben: Die Gesundheitsminsitern will verhindern, dass die Kassenbeiträge weiter wachsen. Viel Zeit hat sie nicht mehr.
Verbandschef Kampeter wirft Gesundheitsministerin Warken (CDU) den Bruch des Koalitionsvertrags vor. Weil weder Arbeitgeber noch Gewerkschaften an der Reformkommission zu den Kassen beteiligt werden.
Wer soll die Gesundheitsversorgung der Bürgergeld-Empfänger bezahlen? Die Kassen fordern mehr Geld aus dem Haushalt – und haben mindestens eine Mitstreiterin in der Regierung.
Ulla Schmidt hat als Gesundheitsministerin in angespannten Zeiten unpopuläre Reformen wie die Praxisgebühr umgesetzt. Wie hat sie das gemacht – und was rät sie der Gesundheitsministerin heute?
Bisher weiß niemand, wie das Loch kurzfristig zu stopfen ist. Lagfristig plant Gesundheitsministerin Warken, eine GKV-Kommission einzusetzen, die Vorschläge zur Stabilisierung der Beiträge erarbeiten soll.
Die Pflege zuhause unterstützt die Pflegekasse mit bis zu 42 Euro im Monat für Bettauflagen, Handschuhe und anderes. Unseriöse Anbieter nutzen das Angebot trotz strengerer Regeln weiter aus.
Das Vergleichsportal Verivox meldet eine unzureichende Versorgungsdichte in der Kinderheilkunde. Die Kassenärzte widersprechen. Auch zum Ende der Mengenbegrenzung in der Abrechnung gibt es Streit.
In der Rente wird die private Krankenversicherung teuer. Deshalb lässt sich mancher zu dubiosen Tricks überreden, um in die gesetzliche Kasse zurückzukommen. Unternehmen machen damit Profit.
Die Pflegereform-Kommission soll Beitragsanstiege verhindern. Das Defizit könnte sich bis 2029 verachtfachen.
Oliver Blatt ist der neue Chef des Krankenkassenspitzenverbands. In seinem ersten Interview sagt er, wie es um das Gesundheitsystem steht – und wie stark die Zusatzbeiträge steigen werden.
Vier Bundesländer lassen Referendare selbst darüber entscheiden, ob sie im Beamtenverhältnis ausgebildet werden – mit Auswirkungen für Arbeitslosengeld und Krankenkasse. Was ist zu beachten?
Jens Baas ist Chef der Techniker Krankenkasse, der größten Krankenkasse Deutschlands. Hier spricht er über steigende Beiträge, das Recht auf unvernünftiges Verhalten und warum er selbst privat versichert ist.
Auch frühere CDU-Gesundheitsminister haben Jahre mit guter Wirtschaftsleistung nicht für Reformen genutzt, sondern das Geld mit vollen Händen ausgegeben. Das rächt sich jetzt.
Der Gesundheitsfonds rutscht unter eine gesetzliche Mindestreserve, der Bundeshaushalt muss nun einspringen. Die CDU-Ministerin will handeln. Drohen trotzdem Beitragserhöhungen?
Union und SPD planen bis 2028 zusätzliche Ausgaben von 74 Milliarden Euro für Pflege und Gesundheit. Die vorgeschlagenen Einsparungen entlasten vor allem die GKV.