Kampf um den Mindestlohn
SPD-Kandidat Scholz punktet mit dem 12-Euro-Versprechen und stellt die Arbeit der Mindestlohnkommission infrage. CDU-Kandidat Laschet pocht auf politische Verlässlichkeit.
SPD-Kandidat Scholz punktet mit dem 12-Euro-Versprechen und stellt die Arbeit der Mindestlohnkommission infrage. CDU-Kandidat Laschet pocht auf politische Verlässlichkeit.
Erstmals beziffert der SPD-Spitzenkandidat, wie hoch der Spitzensteuersatz unter ihm als Kanzler steigen könnte. Im Gegenzug macht er unter anderem einen Mindestlohn von 12 Euro zur Bedingung für jede Koalition.
Die meisten Alten wollen, so lange wie es geht, Zuhause gepflegt werden. Doch Pflegekräfte fehlen überall. Ein Modellprojekt im Burgenland will Angehörigen die Betreuung attraktiver machen – und stellt sie zum Mindestlohn ein.
Am Ende der Ära Merkel gibt es deutlich weniger Arbeitslose als zur Zeit ihrer Amtsübernahme vor 16 Jahren. Arbeitgeber leiden jedoch unter vielen neuen Vorschriften und die Sozialkassen sind leer. Merkel hinterlässt ihren Nachfolgern kein leichtes Erbe.
Er nennt es „eine Gehaltserhöhung“ für zehn Millionen Menschen: Im Falle eines Wahlsiegs will der SPD-Kanzlerkandidat den Mindestlohn sofort auf 12 Euro anheben.
Legale Putzhilfen sind schwer zu bekommen. Das hat auch damit zu tun, wie sich der Staat einmischt. So werden in Deutschland weiterhin Millionen Haushalte durch Schwarzarbeit sauber.
Mehr als 4000 Ermittlungsverfahren strengten die Behörden im vergangenen Jahr wegen Mindestlohnverstößen an. Ein Gewerkschaftschef erhebt nun eine Forderung.
Sieben Tage gearbeitet, aber nur für einen Teilzeitjob bezahlt: Ausländische Pfleger arbeiten oft unter prekären Bedingungen. Das Bundesarbeitsgericht fällt deshalb eine weitreichende Entscheidung.
48 Prozent Spitzensteuersatz und 12 Euro Mindestlohn: In der Welt der Grünen sind das schon gemäßigte Forderungen. Auf dem Parteitag setzten sich diese durch. Die Unterstützung zumindest eines Spitzenmanagers hat die Partei.
Arbeitsminister Heil erklärt im Interview, wie er die Zustände in den Altenheimen verbessern will. Auch für die Beschäftigten der Plattform-Ökonomie hat er schon einen konkreten Plan.
Fünf Jahre hat Lukas Krämer in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung gearbeitet – zum Stundenlohn von rund 1,50 Euro. Heute sagt er: Das ist Ausbeutung und fordert den Mindestlohn für die Werkstattbeschäftigten.
Während ein Sachbearbeiter der AKP in seinem SUV natürlich nur mit Puderzucker hantiert, lebt die Hälfte des Landes vom Mindestlohn, und mahnende Admiräle werden verhaftet: Die Türkei im falschen Film.
Es gibt gute Gründe dafür, dass Sozialpolitik keine Aufgabe der Europäischen Union ist. Die Umstände in den Staaten sind zu verschieden – und den Vorkämpfern einer EU-Sozialpolitik geht es sowieso um etwas anderes.
Der Fahrdienst behandelt seine Fahrer künftig als Mitarbeiter. Finanziell habe das kaum Auswirkungen, denkbar wären aber welche auf andere Plattformen.
Viele Haushalte in Deutschland sind in der Betreuung älterer oder kranker Menschen auf Pflegekräfte aus Osteuropa angewiesen. Doch wie lassen sich diese legal beschäftigen?
Die SPD-Minister Scholz und Heil wollen den Mindestlohn erhöhen, stoßen mit ihren Plänen aber auf breite Kritik – nicht nur in der Opposition.
Getrieben von ihren schlechten Umfragewerten bricht die SPD mit dem Konsens, der hierzulande einmal hinter dem Mindestlohn stand. Hoffentlich fallen die Wähler nicht darauf herein.
Die beiden SPD-Minister wollen den Mindestlohn auf zwölf Euro anheben. In einem gemeinsamen Eckpunktepapier kündigen sie zudem ein Bundestariftreuegesetz an.
Amerikas Linke ist verärgert, dass eine staatliche Lohnerhöhung vorerst gescheitert ist. Dabei finden Großkonzerne sie gut.
Ohne Paketfahrer ginge in der Pandemie nichts, der Onlinehandel boomt. Was aber heißt das für die Zusteller? Zwei Fahrer berichten vom überfordernden Arbeitsalltag – und sprechen von Ausbeutung.
Die Fahrer sind keine Selbständigen, sondern wie Arbeitnehmer zu behandeln und haben Anspruch auf Mindestlohn, urteilt das britische Höchstgericht. Auch nach deutscher Rechtslage spricht viel für ein festes Arbeitsverhältnis.
Der Mindestlohn kostet keine Stellen, hieß es oft. Das war vielleicht ein Irrtum.
Der amerikanische Präsident Biden will den Mindestlohn verdoppeln. Das würde laut des Haushaltsamtes des Kongresses 1,4 Millionen Arbeitsplätze kosten. Es würde aber auch die Zahl der Armut lebenden Amerikaner um 900.000 senken.
Verdi und ein neuer Arbeitgeberverband beschließen einen Tarifvertrag. Wer ihn umsetzen und bezahlen soll, ist aber noch offen.
Erstmals seit den Hartz-Reformen nimmt die Langzeitarbeitslosigkeit wieder stark zu, sagt der BA-Chef im F.A.Z.-Interview. Er zählt zudem bislang 3811 Hinweise auf Missbrauch in der Kurzarbeit.
Bidens ehrgeizige Wirtschaftspolitik stößt nicht nur auf Zustimmung. Ökonomen befürchten etwa, dass eine Verdopplung des Mindestlohns Arbeitsplätze vernichten könnte.
Bundesarbeitsminister Heil bereitet einen Gesetzentwurf für die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro vor. Grundlage ist, dass damit die angestrebten 60% des Durchschnittslohns erreicht würden.
Die SPD und Brüssel drängen auf höhere Lohnuntergrenzen. Doch eine Analyse zeigt: Selbst 12 Euro Mindestlohn würden die Armut kaum lindern – und könnten sogar kontraproduktiv sein.
Im aktuellen Podcast sprechen wir unter anderem über die politischen und juristischen Konfliktlinien im Streit um die Erhöhung des Rundfunkbeitrags.
Die Europäische Kommission will Parameter für einen europaweiten Mindestlohn festlegen, obwohl ihr dazu die Gesetzgebungskompetenz fehlt. Der deutsche Mindestlohn würde ihren Vorstellungen nicht genügen. Ein Gastbeitrag.
Die EU-Kommission versucht Trippelschritt für Trippelschritt, sich stärker in die Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten einzumischen. Berlin sollte alles daran setzen, den Mindestlohn-Vorstoß aus Brüssel zu blockieren.
Von der Pflicht zur Einführung gesetzlicher Mindestlöhne ist in der EU-Kommission keine Rede mehr. Mit einheitlichen Kriterien will sie das Lohnniveau aber lenken – auch in Deutschland.
In vier Halbjahresschritten steigt der Mindestlohn von 9,35 Euro ab dem 1. Januar 2021. Das hat die Bundesregierung am Mittwoch beschlossen. Den Arbeitnehmern bringt das Lohnerhöhungen von über 1,3 Milliarden Euro.
Verdi und Awo-Vertreter planen einen neuen Tarifvertrag für Pflegeberufe mit 14,15 Euro Mindestlohn. Arbeitsminister Heil will diesen für alle Anbieter festschreiben. Kritiker fürchten ein „Lohndiktat“.
Der Mindestlohn hat das Lohngefüge vor allem im Osten von unten stabilisiert. Man mag das im Ergebnis begrüßen – ein Grund zu großem Jubel ist es aber nicht.
Der Verdienstunterschied zwischen Gering- und Besserverdienern nimmt ab. Besonders in Ostdeutschland ist der Rückgang zu bemerken. Liegt das am Mindestlohn?