Der Mindestlohn ist nicht schuld
Deutschland ist zuletzt weniger gewachsen als Griechenland. Auch wenn der Mindestlohn künftig Arbeitsplätze kosten dürfte - aktuell sind die Gründe der Konjunkturschwäche andere.
Deutschland ist zuletzt weniger gewachsen als Griechenland. Auch wenn der Mindestlohn künftig Arbeitsplätze kosten dürfte - aktuell sind die Gründe der Konjunkturschwäche andere.
Investitionen, Rente, Mindestlohn: Die Wirtschaftsweisen nehmen Kanzlerin Merkel in die Mangel und prognostizieren ein schwächeres Wachstum. Nun wehrt sich Merkel: die Politik der großen Koalition sei nicht der Grund für die aktuelle Konjunkturflaute.
Andrea Nahles will sich mit einem Förderprogramm um Langzeitarbeitslose kümmern. Dass die es besonders schwer haben, daran ist auch die Mindestlohnpolitik der Arbeitsministerin schuld.
Die Demokratin Hillary Clinton gewährt Einblicke in ihre Wirtschaftstheorie. Unternehmen schaffen keine Arbeitsplätze, Mindestlöhne kosten keine Stellen. Ach so. Und dann war alles nicht so gemeint.
Die Einführung eines generellen Mindestlohns in Deutschland ist populär. Oft wird jedoch nicht bedacht, dass die höheren Kosten auf die Kunden abgewälzt werden.
Der wirtschaftliche Einbruch verändert die Geschäftsgrundlage der großen Koalition. Die Zeit des munteren Geldverteilens ist vorbei. Trotzdem werden Forderungen nach größerer Investitionsbereitschaft laut.
Der Mindestlohn von 8,50 Euro lässt die Kosten für Taxiunternehmen steigen. In Frankfurt könnten die Fahrpreise um ein Viertel steigen und auch in Darmstadt werden höhere Tarife diskutiert.
Durch den Mindestlohn sind die Löhne der Friseure gestiegen. Aber auch die Preise für einen neuen Haarschnitt. Ob die Kunden jetzt seltener kommen?
Die Regierung erhält nun die Quittung für kostspielige Gesetze wie den Mindestlohn und die Frührente. Mit so einer Politik kann sie auch die Partner in Rom und Paris nicht von Reformen überzeugen.
Die wichtigsten Wirtschaftsforschungs-Institute Deutschlands gehen mit der Regierung hart ins Gericht: Allein der Mindestlohn gefährde 200.000 Arbeitsplätze, heißt es.
Die vergangenen zwölf Monate sind teuer gewesen durch neue Gesetze der Regierung. Vor allem der Mindestlohn kostet viel Geld, beinahe 10 Milliarden. Zuerst wollte die Regierung die Kosten anders ausrechnen.
Das Landgericht Frankfurt untersagt einem weiteren Fahrer des Taxi-Konkurrenten Uber die Arbeit. Hält er sich nicht daran, drohen bis zu 250.000 Euro Strafe. Weitere Verbote in anderen Städten dürften folgen.
Der Mindestlohn in der Taxibranche steigt zum Jahreswechsel auf 8,50 Euro. Taxiunternehmen in Niedersachsen haben deshalb nun mit der Kündigung von Fahrern begonnen. 5000 bis 7000 Arbeitsplätze sollen auf dem Spiel stehen.
Adidas erläutert die Produktionsbedingungen des Weltmeistertrikots: Die Arbeiter in der Provinz Guangdong verdienen demnach weit mehr als den Mindestlohn. Kritiker sprechen von Irreführung.
Cheerleader sind im American Football eigentlich nicht wegzudenken. Doch die Niedriglohndebatte in Amerika hat jetzt auch den Sport erreicht.
Der Streit über die Pkw-Maut ist der erste Großkonflikt an der Spitze der schwarz-roten Koalition. Finanzminister Schäuble ist nicht der Einzige, der den Maut-Minister Dobrindt austrickst. Die Bundeskanzlerin soll ein Machtwort sprechen. Doch Angela Merkel bleibt kühl.
Erst ging es der Koalition um soziale Gerechtigkeit, um Rente und Mindestlohn. Jetzt will sie Wachstumsimpulse setzen. Nur Geld kosten darf die Kehrtwende nicht.
Mitarbeiter von Fast-Food-Ketten wie McDonald’s wollen am Donnerstag in vielen amerikanischen Städten für höhere Löhne demonstrieren. Sie wissen Barack Obama auf ihrer Seite.
Gewerkschaften freuen sich über den Mindestlohn. Doch einigen Bauern, die auf Saisonkräfte zählen, macht er Angst. Andere Arbeitgeber hingegen fordern Kontrollen, um so Schwarzarbeit und Niedriglöhne einzugrenzen.
Der Bund will Milliarden für die Pflege ausgeben. Doch als Erstes steigen die Kosten. Viele Dienste steuerten in die Insolvenz, warnt ihr Verband.
Was der ADAC für Autofahrer, ist der VdK für all jene, die Ärger mit dem Sozialstaat haben: Interessenvertreter und Dienstleister zugleich. Mit den Mitgliederzahlen wächst der politische Einfluss des VdK – und das Selbstbewusstsein des Landeschefs.
Geschätzt 400.000 Menschen verdienen in Deutschland ihr Geld als Prostituierte. Eine Grünen-Politikerin bringt einen Mindestlohn für sie ins Gespräch – um Ausnutzung zu verhindern.
Die SPD sucht ein wirtschaftsfreundliches Profil. Erste neue Dialogpartner haben bereits angeklopft. Viele Schwerpunkte im Koalitionsvertrag stehen einer Zusammenarbeit aber noch im Weg.
Aus allen Regierungsparteien gibt es gerade Kritik an der Pkw-Maut. Nun haut Vizekanzler Gabriel auf den Tisch.
Der einheitliche Mindestlohn in Deutschland könnte ungewollte Nebenwirkungen haben, warnt der Internationale Währungsfonds. Vor allem für Arbeitslose und Frauen.
In Deutschland geht es nicht gerecht zu, findet die Mehrheit der Deutschen. Eine neue Studie zeigt aber: Die Ungleichheit ist viel geringer als gedacht.
Vor der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns versuchen Tarifparteien, in Verhandlungen noch günstige Ausgangspositionen zu erreichen. Im Gastgewerbe hat die Gewerkschaft eine Übergangsregelung abgelehnt. Davon profitieren Kellner & Co. vor allem im Osten.
Besonders kleine Unternehmen träfen die Folgen des Mindestlohns. Es ist fraglich, ob sie wettbewerbsfähig bleiben. Hinzu kommen Frühjahrstrockenheit und heftige Niederschläge im Juni, die die Ernte schmälern könnten.
Die mächtige Industrieländer-Organisation OECD warnt vor einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Und lobt den Mindestlohn in Deutschland. Der beseitige Zustände, die für ein Land wie die Bundesrepublik unwürdig seien.
Die föderale Gewaltenteilung ist durch die große Koalition faktisch aufgehoben: Der Bundesrat winkt am Fließband wichtige Gesetze durch. Nicht unbedingt zum Guten.
Mindestlohn, Energiewende, Krankenkassen, Lebensversicherungen: Der Bundesrat segnet wichtige Gesetze der großen Koalition ab. Ab dem Jahr 2015 gilt damit eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro die Stunde.
Die Großbank Wells Fargo wird die Reihe von 17 Gewinnsteigerungen in einer Reihe wohl durchbrechen und erstmals etwas weniger Geld verdienen. Außerdem entscheiden die Länder über Mindestlohn und EEG-Reform.
Dem Fiskus winkt durch den Mindestlohn ein warmer Geldsegen. Die öffentlichen Haushalte könnten sich entschulden und die Sozialkassen entlastet werden. Aber nur unter einer wichtigen Bedingung.
Die große Koalition hat ein Rentenpaket durchgesetzt, das allen bisher bekannten Grundsätzen politischer und ökonomischer Weisheit widerspricht. Die unheilvolle Dynamik der Rentenpolitik setzt sich fort: Wohltaten jetzt, Rechnung folgt später.
Ab Januar 2015 gilt in Deutschland erstmals ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn. Das ist eine Zäsur. Jahrzehntelang ist das Land gut ohne ausgekommen.
Ab Januar nächsten Jahres gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde. Der Bundestag hat die Reform am Mittag mit großer Mehrheit verabschiedet. Für manche Branchen gilt eine Übergangsfrist bis 2017.