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Frau "Nein" und der Euro: Wir teilen ein Schicksal

Frau "Nein" hat sich durchgesetzt. Das freut längst nicht nur die Öffentlichkeitsarbeiter der Bundeskanzlerin; auch von amerikanischen Freunden aus San Francisco kam umgehend eine Glückwunschmail: kluge Frau, hieß es dort, mit klugen Beratern. Und die Pleite-Griechen können nun sehen, wo sie bleiben. Erst wenn sie nirgendwo sonst mehr Geld bekommen und zuvor den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington angepumpt haben, kommen auch direkte Hilfen einzelner Länder der Europäischen Union für die Faulpelze in Frage. Von wegen "Angela Merkel gegen den Rest Europas", wie es vor dem Gipfeltreffen in Brüssel hieß: Einig ist man sich, sogar mit Frankreich. Wer hätte das gedacht?

Carsten Knop
26.03.2010 19:19 Uhr
Blogs | Chaos as usual

Beerdigte Köhler gerade die Soziale Marktwirtschaft?

Interessante Ansprache, die der Herr Bundespräsident da gerade in Berlin gehalten hat. Das übliche Gerede von Moral und Regeln und den bösen Märkten will ich hier erst gar nicht kommentieren, weil um nichts anderes drehte sich der gestrige Beitrag, und meine Meinung dazu darf mittlerweile wohl als bekannt vorausgesetzt werden. Wollen wir an dieser Stelle nur festhalten, dass derselbe Horst Köhler, der heute was vom „starken Staat" erzählt und bedauert, dass trotz der Warnungen der Wille gefehlt hätte „das Primat der Politik über die Finanzmärkte durchzusetzen", noch im Juni 2002 als Vorsitzender des Internationalen Währungsfonds ganz anders klang: „Wir müssen akzeptieren, dass Übertreibungen und nachfolgende Korrekturen immer ein Teil dieses Prozesses sein werden, wenn wir ein System aufrechterhalten wollen, das auf Freiheit, Marktwirtschaft und Eigenverantwortung aufbaut." Aber OK: auch ein Bundespräsident muss lernen und seine Meinung ändern dürfen. Gestehen wir das auch Herrn Köhler zu, und hören wir seine heutige Botschaft mit wohlwollender Genugtuung; ob wir daran glauben, ist ja bekanntlich wiederum eine ganz andere Geschichte, und das soll jeder für sich halten, wie er mag. Wesentlich spannender fand ich in seiner Rede ohnehin die folgende Passage:

Thomas Strobl
24.03.2009 13:09 Uhr