Merkel verlangt Klarheit von Papandreou
Vor dem Krisentreffen in Cannes haben führende europäische Politiker Bedingungen an Griechenland formuliert. Die Regierung in Athen strebt die Volksabstimmung offenbar schon im Dezember an.
Vor dem Krisentreffen in Cannes haben führende europäische Politiker Bedingungen an Griechenland formuliert. Die Regierung in Athen strebt die Volksabstimmung offenbar schon im Dezember an.
Im Gewichtheben wird flächendeckend gedopt. Der deutsche Verband will nun den Weltpräsidenten zu einem ernsthaften Kampf gegen Doping zwingen - denn der Verdacht liegt nahe, dass bislang der Wille dazu fehlt.
Im Euro-Drama waren die Risiken noch nie so groß wie jetzt - für Griechenland wie für ganz Europa. Die meisten Ökonomen hoffen, dass die Griechen die Kurve kriegen, doch es wachsen die Zweifel.
Vor einem Referendum will der griechische Ministerpräsident Papandreou weitere Einzelheiten der Brüsseler Beschlüsse geklärt wissen. Denn vieles ist noch offen: etwa die genauen Modalitäten eines Schuldenschnitts.
Europas Streit um die Rettung Griechenlands überschattet alles. Doch stehen auf dem Gipfel in Cannes eine Reihe anderer Themen auf der Tagesordnung, die geklärt werden sollen.
Der Deutsche Bankenverband BdB warnt davor, dass die Unsicherheit über den Ausgang des Referendums die Stabilisierung gefährdet. Zudem ist fraglich, ob der Internationale Währungsfonds einem 8-Milliarden-Kredit zustimmt.
Die Ankündigung des griechischen Ministerpräsidenten hat Ärger und Verunsicherung verursacht. Giorgios Papandreou plant ein Referendum zu den Brüsseler Beschlüssen zur Rettung Griechenlands.
Auf seiner Asientour wirbt der Chef des europäischen Rettungsfonds EFSF, Klaus Regling, um Investoren. Tokio und Moskau prüfen Milliardeninvestitionen.
Dass die Chinesen überschuldeten Euro-Ländern wie Griechenland mit riesigen Summen zur Hilfe eilen, halten viele Ökonomen für Wunschdenken. Vor einer Beteiligung des IWF am Euro-Rettungsfonds stehen hohe Hürden.
Der britische Premierminister Cameron ist verärgert über „ständige Attacken“ aus Brüssel. Gemeinsam mit EU-Ländern, die nicht zur Euro-Zone gehören, will er verhindern, an den Rand gedrängt zu werden.
Mit Milliarden aus China soll die Schlagkraft des europäischen Rettungsfonds erhöht werden. Doch die Regierung in Peking will sich zu einem Schuldenkauf nicht drängen lassen.
Nach zähen Verhandlungen wurde in Brüssel ein Schuldenschnitt von 50 Prozent verkündet. Manches Detail ist aber noch offen. Und die Sorge bleibt, ob die Lösung hält.
Die Griechenland-Krise brach 2010 aus. Die Politik wollte damals von einer Umschuldung nichts wissen, sondern hoffte, das Land werde auf den rechten Weg zurückfinden. Dieser Traum ist ausgeträumt.
Bis Mittwoch läuft der Countdown zum zweiten Spitzentreffen der Staats- und Regierungschefs der EU und der Euro-Zone. Die offenen Punkte im Überblick.
Nach den EU-Krisentreffen zeichnen sich Lösungen für eine Umschuldung Griechenlands, eine Rekapitalisierung angeschlagener Banken und den „effektiveren Einsatz“ des Euro-Krisenfonds EFSF ab.
Die Tragfähigkeitsanalyse der Troika prophezeit: Die Kreditgeber müssen in den kommenden Jahren mindestens weitere 252 Milliarden Euro bereitstellen.
Das pleitebedrohte Griechenland erhält die nächste Hilfszahlung - 8 Milliarden Euro. Zudem müsse die Greichenlandhilfe aufgestockt werden, entschieden die Euro-Finanzminster.
Griechenlands Parlament hat das umstrittene Sparprogramm verabschiedet. Bei den Protesten gegen das Programm ist ein 53 Jahre alter Mann ums Leben gekommen.
Angeblich will die EU die Bankenaufsicht ermächtigen, die Veröffentlichung von Kreditbewertungen für Krisenstaaten zu verbieten. Das scheint eher geeignet, die Eurokrise weiter anzufachen.
EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier will Ratingagenturen künftig notfalls verbieten, Urteile über kriselnde EU-Länder zu veröffentlichen.
Dominique Strauss-Kahn kann aufatmen. Die Französin Tristane Banon verzichtet nach seinem Freispruch vom Vorwurf der Vergewaltigung auf weitere rechtliche Schritte gegen den ehemaligen Chef des IWF. Ihren Vorwürfen bleibt sie jedoch treu.
Langsam nähern sich die Staaten der wohl unvermeidlichen Einsicht, dass Griechenland ohne eine Umschuldung in eine Abwärtsspirale gerät. Doch was heißt das für die privaten Gläubiger? Und ist ein Austritt aus der Währungsunion denkbar?
Vor drei Jahren ging Island fast pleite. Heute steht die Insel relativ gut da. Wie ist das bloß gelungen?
Unter dem Druck der Finanzminister der G-20-Länder mussten die europäischen Regierungen in Paris erklären, wie sie die Euro-Krise bewältigen wollen. Internationale Großbanken sollen mehr Kapital hinterlegen, der Internationale Währungsfonds soll gestärkt werden.
Gute Unternehmensberichte, die Hoffnung auf eine Lösung der Euro-Krise und überraschend positive Wirtschaftsdaten treiben die Kurse. Finanzwerte bleiben hingegen unter Druck.
Banken unter Druck: Eine Ratingagentur droht großen Instituten, die Bonitätsnote zu senken – auch der Deutschen Bank. Eurogruppenchef Juncker will Banken zur Not zwingen, Zahlungsausfälle hinzunehmen.
Weil die Vorwürfe der Klägerin verjährt sind, leitet die Staatsanwaltschaft kein Ermittlungsverfahren wegen versuchter Vergewaltigung gegen Dominique Strauss-Kahn ein.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) bescheinigt dem Land, rascher und besser der tiefen Rezession von 2009 entkommen zu sein als die Nachbarländer.
Das slowakische Parlament stimmt gegen eine Erweiterung des Euro-Hilfsfonds EFSF. Die Niederlage bedeutet aber noch kein endgültiges Nein. Bundeskanzlerin Merkel rechnet mit einem Ja des Landes bei einer zweiten Abstimmung, die noch in dieser Woche stattfinden könnte.
Die Troika aus EU, EZB und IWF bescheinigt Griechenland Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung. Im November kann Athen wohl mit neuem Geld rechnen.
Die Troika ist unzufrieden und stellt neue Forderungen: Die Tarifautonomie soll aufgehoben werden und der Mindestlohn gesenkt. Die griechische Regierung lehnt ab.
Schon im ersten Lehrjahr arbeitet die Geschäftsführende Direktorin Christine Lagarde an ihrem Meisterstück, dem Internationalen Währungsfonds noch mehr Finanzmittel zu verschaffen.
Die Bundesregierung ist zu einer Rekapitalisierung der Banken bereit, sollte diese nötig werden. Dafür würde der Rettungsfonds Soffin wiederbelebt werden.
Die Aussicht auf staatliche Hilfe bei der Kapitalaufnahme der Banken stabilisiert die Märkte. Doch das gegenseitige Misstrauen der Banken lähmt den Geldmarkt.
Der Europa-Direktor des Internationalen Währungsfonds, Antonio Borges, hat den Kauf europäischer Staatsanleihen durch den IWF ins Spiel gebracht. Der IWF könnte „an der Seite“ des EFSF investieren, wenn er Anleihen von Italien und Spanien kaufe.
In Lissabon nimmt die Nervosität zu: Die Insel Madeira hat ein neues finanzielles „schwarzes Loch“ aufgetan, die Gewerkschaften lassen gegen das „Spardiktat“ demonstrieren, und Portugals Haushaltsdefizit ist höher als mit EU, EZB und IWF verabredet.