„Eigene Gesetze für Künstliche Intelligenz sind unnötig“
Andrea Martin leitet das IBM Watson Center in München. Sie erklärt, was Computer können, wieso Gesichtserkennung gefährlich ist – und warum die Digitalisierung des Alltags weitergeht.
Andrea Martin leitet das IBM Watson Center in München. Sie erklärt, was Computer können, wieso Gesichtserkennung gefährlich ist – und warum die Digitalisierung des Alltags weitergeht.
Auf der ganzen Welt werden im kommenden Jahr erstmals eine Milliarde Kameras zur Überwachung in Betrieb sein. Die meisten davon sind in China anzutreffen – doch auch eine deutsche Stadt schafft es in die die Top 50.
Die Gesichtserkennung wird immer besser. Jetzt sorgt das Angebot eines polnischen Start-ups mit 900 Millionen gespeicherten Gesichtern für Wirbel. Politiker fordern strengere Regeln.
Gesichtserkennung ist ein Albtraum für Datenschützer. Es gibt sie in Amerika, in China und bei Kriminaldirektor Daniel Mende von der Polizeidirektion Görlitz. Wie funktioniert sie dort?
Der amerikanische Internetriese Amazon will der Polizei seine Gesichtserkennungssoftware für ein Jahr nicht mehr zur Verfügung stellen. Das Unternehmen erklärte, es habe auf stärkere Regulierung gedrängt, um eine ethisch vertretbare Nutzung der Software sicherzustellen.
Inmitten der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt überdenken amerikanische Tech-Konzerne die Versorgung von Behörden mit Gesichtserkennungs-Software. Erst stieg IBM aus dem Geschäft aus, jetzt stoppt Amazon die Belieferung für ein Jahr.
Die Anti-Rassismus-Demonstrationen in Amerika haben die Diskussion um Gesichtserkennungsprogramme weiter befeuert. IBM zieht sich aus dem Geschäft jetzt zurück. Der Chef des Konzerns fordert einen „nationalen Dialog“ über die umstrittene Technologie.
Clearviews riesige Datenbank mit Fotos aus sozialen Netzwerken soll der Bekämpfung von Verbrechen dienen. Nun werden andere Einsatzgebiete bekannt.
Bildfilter verändern die Art, wie wir uns im Internet zeigen. Und sie verändern die Gegenwartskunst. Was verrät die Revolution des Selbstporträts über das, was gerade mit uns passiert?
Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, setzt Moskau auf drastische Quarantänemaßnahmen. In sozialen Medien macht sich Unmut über den Umgang Russlands mit dem Virus Luft.
Künstliche Intelligenz hebt die Gesichtserkennung auf ein ganz neues Niveau. Das ist großartig oder beängstigend – je nach Sichtweise.
Auch die Europäische Union will lernende Software regulieren. Die Kommission hat dazu jetzt ein entsprechendes Weißbuch vorgelegt. Doch kann man eine Technologie voranbringen, indem man ihr Schranken setzt?
Die automatisierte Gesichtserkennung hat längst den Alltag erobert. Die Technologie kommt bei der Verbrechensbekämpfung ebenso zum Einsatz wie beim Online-Banking oder bei Apps auf dem Smartphone. Sie lässt aber auch die Angstvorstellung von der totalen Überwachungsgesellschaft realer denn je erscheinen. Die EU-Kommission leitet die Regulierung von Systemen ein, die auf künstlicher Intelligenz beruhen.
Digitale Plattformen und Technologien, die in repressiven Regimen wie Russland und China entwickelt wurden, sind auf dem besten Weg, sich in demokratischen Ländern zu verbreiten. Autoritäre politische Normen könnten sie dorthin begleiten.
Angst vor dem „Überwachungsstaat“: Obwohl die Union der Gesichtserkennung positiv gegenüber steht, musste Innenminister Seehofer die Notbremse ziehen. Die Opposition applaudiert.
Warum, wenn doch eine Videoüberwachung schon jetzt in bestimmten Fällen erlaubt ist, nicht gleich eine intelligente? Es muss dabei bleiben, dass der Staat eine Rechtfertigung braucht, wenn er die Bürger beobachten will.
In Peking haben immer mehr Wohnanlagen Systeme zur Gesichtserkennung. So kann die Bevölkerung stärker kontrolliert werden. Erprobt wurde die Technik in der Uiguren-Region Xinjiang.
Jetzt führen auch die Sparkassen den mobilen Bezahldienst Apple Pay ein. Nutzer geben Zahlungen mit biometrischen Daten frei, was besonders sicher sein soll.
Ein chinesischer Juraprofessor klagt gegen einen Tierpark, weil dieser beim Einlass sein Gesicht scannen möchte. Es ist der erste Fall im technikgläubigen China, der sich mit Gesichtserkennung befasst.
Auf der Biennale und in den Kirchen und Museen Venedigs gibt es bis zum Herbst nicht nur Kunst zu sehen: Unsere Fotografin hat die Besucher beim Beobachten beobachtet.
Bildgeschichte der Identifizierbarkeit: Roland Meyer beschreibt, wie die Gattung des Porträts in Zeiten von Social Media und flächendeckender Gesichtserkennung allgegenwärtig wurde.
Tränengas und Datenspionage: Die Demonstranten in Hongkong werden vom Staat nicht nur auf der Straße, sondern auch mit digitaler Spionage bekämpft. Die Bevölkerung wehrt sich mit immer neuen Low-Tech-Lösungen.
Ousmane Bah wurde fälschlicherweise wegen Diebstahls in Apple-Stores festgenommen. Er macht eine Software für Gesichtserkennung in den Läden verantwortlich. Aber Apple bestreitet deren Existenz.
Viele Technologiekonzerne arbeiten an Methoden zur Gesichtserkennung, unter anderem auch Amazon. Aber ihre Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden ist umstritten.
Biometrische Gesichtserkennung im öffentlichen Raum verspricht spektakuläre Fahndungsergebnisse. Noch schlägt sie zu häufig Alarm.
Die EU gibt eine Menge Geld für die fragwürdige Überwachungstechnologie iBorderCtrl aus. Der kontroverste Teil des Systems: ein Lügendetektor. Soll so unsere Zukunft aussehen?
Die Popsängerin Taylor Swift hat bei einem Konzert heimlich ihre Zuschauer filmen und die Gesichter mit in einer Datenbank gespeicherten Bildern von Stalkern abgleichen lassen. Das nennt man Rasterfahndung.
Mit dem Gesicht das Smartphone zu entsperren, ist simpel und handlich. Aber nicht sicher – wenn man einen 3D-Drucker zur Hand hat. Nur zwei Hersteller hatten keine Probleme.
Der zunehmende Einsatz von Gesichtserkennung macht sogar Tech-Konzernen Angst. Vor allem, wenn sie der Staat nutzt.
Microsoft-Chef Brad Smith dringt auf eine schnelle Regulierung der automatischen Gesichtserkennung: „Wir wollen keinen Überwachungsstaat wie in Orwells 1984“.
Millionen Kameras filmen auf chinesischen Straßen das alltägliche Geschehen – und fast jeden Schritt der Bürger. Nun wurde ein bekanntes Werbegesicht erwischt, das angeblich bei Rot über die Ampel geht.
In einem ungewöhnlichen Aufruf warnt der Präsident des Tech-Konzerns vor den Folgen auf der eigenen Produkte. Und erklärt, wieso besserer Datenschutz am Ende allen helfen könnte – auch ihm.
Mit dem Programm „Rekognition“ lassen sich mehrere zehn Millionen Gesichter nahezu in Echtzeit identifizieren. Coole Technik oder mächtiges Überwachungsinstrument?
Welche Religion? Welche politischen Ansichten? Stellen Teenager solche Angaben auf ihr Facebook-Profil, sollen Eltern das künftig genehmigen müssen. Zumindest, wenn der Nachwuchs beim Alter nicht geschummelt hat.
In einem amerikanischen Bundesstaat dürfen biometrische Daten nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers erhoben werden. Für Facebook könnte das nun teuer werden.
Das Reich der Mitte will künftig jeden überall und jederzeit überwachen. Daran verdient der Gesichtserkennungsspezialist Sensetime – und verdoppelt seine Bewertung auf 3 Milliarden Dollar.