Endspiel um den deutschen Breitband-Markt
Der Markt für schnelle Internetanschlüsse nähert sich der Sättigung. Daher mobilisieren die Anbieter noch einmal alle Kräfte. Aber einige Akteure werden noch aus dem Markt ausscheiden.
Der Markt für schnelle Internetanschlüsse nähert sich der Sättigung. Daher mobilisieren die Anbieter noch einmal alle Kräfte. Aber einige Akteure werden noch aus dem Markt ausscheiden.
Die Krise der Zeitungen in Amerika wird schärfer. Nach den Print-Werbeeinnahmen, die bereits seit 2006 sinken, sind jetzt erstmals auch die Online-Werbeeinnahmen gefallen. In schwierigen Konjunkturzeiten wandert immer mehr Online-Werbung Richtung Google.
MySpace zeigt seinen Nutzern erstmals mehr Werbung als Yahoo. Allerdings sind die Kontaktpreise in sozialen Netzwerken deutlich geringer, so dass die Umsätze nicht mithalten können.
Der Bundesverband Digitale Wirtschaft wird die Wachstumsprognose für den Online-Werbemarkt senken. Der erwartete Zuwachs von 30 Prozent wird nicht erreicht.
1,1 Millionen Nutzer nach fünf Monaten – auch MeinVZ, das dritte Netzwerk der VZ-Familie, ist gut aus den Startlöchern gekommen. Um Geld zu verdienen, setzt Vorstandschef Marcus Riecke weniger auf Online-Werbung denn auf „Social Commerce“.
Microsoft ändert mal wieder seine Online-Strategie, tauscht mal wieder den Online-Chef aus und investiert mal wieder Milliarden in seine Online-Sparte. Immerhin: Trotz stetiger Erfolglosigkeit gibt Microsoft nicht auf. Denn es gibt noch genügend Gelegenheiten, im Internet zu punkten.
Umsatz verdoppelt, Ergebnis verdreifacht: Xing wächst unbeirrt weiter. Sogar die Zahlerquote ist gestiegen. Nur der Aktienkurs fällt und fällt.
Google will die lokalen Anzeigenmärkte aufmischen. Den Verkauf seiner Google-Adwords an die Millionen lokaler Handwerker und Dienstleister in Deutschland soll das Münchner Unternehmen Telegate übernehmen. Weitere "Google-Reseller" sollen hinzukommen.
Das Geschäft mit der graphischen Werbung im Internet läuft schleppender als gedacht. Vor allem die Verlage sind enttäuscht. Der Grund liegt in der schwachen Konjunktur und dem Preisverfall, den die Web-2.0-Seiten ausgelöst haben. Profiteur ist Google, denn Performance-Marketing funktioniert in unsicheren Zeiten besser als Markenwerbung.
Das Informationsverhalten der Menschen ändert sich dramatisch. Das Internet kann fast allen klassischen Medien Marktanteile als Informationsmedium abnehmen. In der Summe ist das Internet schon auf Rang 2 der Informationsmedien; bei jungen Menschen mit Abstand auf Rang 1.
Web 2.0 Werbekampagnen erreichen ihre Ziele selten. In den werbetreibenden Unternehmen macht sich erste Ernüchterung breit; die Budgets wachsen langsamer als geplant. Doch die Unternehmen passen ihre Werbung zu wenig auf das Web 2.0 an.
Informationen aus dem Internet bestimmen die Entscheidung der Verbraucher für ein Produkt in hohem Maße. Besonders wichtig sind Suchmaschinen, Vergleichsseiten und Kommentare anderer Nutzer, während Werbung die Entscheidungen nur selten beeinflusst.
Mit 53 Millionen Dollar frischem Risikokapital will das Geschäftsnetzwerk LinkedIn in Europa angreifen. Von London aus will Europachef Kevin Eyres dem deutschen Netzwerk Xing Konkurrenz machen. Der Start in Deutschland ist allerdings abermals verschoben worden.
Ob die Menschen eine Fernseher kaufen, einen Arzt auswählen oder einen neuen Stromlieferanten suchen: Der Einfluss des Internet auf die Entscheidung wird von fast allen Marketingstrategen grob unterschätzt, zeigt eine Studie von Harris Interactive. Brisantes Nebenergebnis: Suchmaschinen und Nutzerkommentare sind wichtiger als Online-Werbung:
Yahoo hat den ersten Partner für seine Werbenetzwerke gefunden: das soziale Netzwerk Netlog, das in vielen europäischen Ländern präsent ist.
Für Online-Werbung wurden in Europa im vergangenen jahr 11,2 Milliarden Euro ausgegeben, 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In vielen Ländern, darunter Deutschland und Großbritannien, liegt der Online-Anteil am Werbemarkt inzwischen über 10 Prozent. Im Durchschnitt geben die Werber 80 Euro je Nutzer im Jahr aus.
Microsoft will sich offenbar die Rosinen aus dem Yahoo-Konzern picken, nämlich vor allem das Suchmaschinengeschäft. Das Yahoo-Management ist davon nicht begeistert.
Umsatz fast verdoppelt, Ebitda verfünffacht: Die Übernahmen in Spanien haben Xing richtig Schwung gegeben, aber die Zahlerquote sinkt immer weiter.
Als erster großer Online-Werbevermarkter kehrt die Telekom-Tochtergesellschaft Interactive Media der Google-Gesellschaft Doubleclick den Rücken. Auch andere Vermarkter denken über einen Wechsel nach.
Torsten Ahlers verlässt AOL. Wie erwartet hat der Deutschland-Chef nach dem Umbau des Unternehmens seinen Posten geräumt. Ein Nachfolger für den Schleudersitz ist noch nicht gefunden.
Yahoo setzt wohl doch auf AOL als Retter vor Microsoft, das wiederum sich den bisher als Yahoo-Retter gehandelten Rupert Murdoch als Partner geholt hat. Die Logik spricht aber klar für Microsoft.
Das Internet beendet die Verbindung aus Nachrichten und Werbung, schlägt das amerikanische Pew Institut Alarm. „Mehr und mehr kommt zum Vorschein, dass das größte Problem für die traditionellen Medien nichts damit zu tun hat, wo sich die Menschen ihre Nachrichten herholen. Die immer bedrohlicher werdende Realität ist, dass die Werbung nicht so schnell ins Internet wandert wie die Konsumenten".
AOL hat das soziale Netzwerk Bebo für 850 Millionen Dollar übernommen. Bebo gehört mit 40 Millionen Nutzern zu den größten sozialen Netzwerken und ist Nr. 3 im Markt hinter MySpace und Facebook. Besonders stark ist Bebo in England.
Die EU-Kommission hat Google genehmigt, Doubleclick zu übernehmen. Damit entsteht der mit Abstand größte Online-Werbekonzern der Welt. Schon wird die Kritik der Datenschützer und Wettbewerber lauter.
Die Online-Werbung legt kräftig auf 2,9 Milliarden Euro zu. In diesem Jahr erwartet die Branche sogar ein Wachstum auf 3,7 Milliarden Euro.
Spannendes Duell im deutschen Internet: Facebook, der Überflieger unter den sozialen Netzwerken, greift in Deutschland den Platzhirschen StudiVZ an. Technik und Internationalität sprechen für Facebook, die Popularität für StudiVZ.
Die großen Internetunternehmen konkurrieren mit Hunderten Start-ups um Softwareentwickler und Fachkräfte für das Online-Marketing. Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Die Gehälter steigen kräftig. Aber Entspannung ist in Sicht: Die Start-up- Begeisterung wird 2008 abflachen, weil vielen kleinen Unternehmen das Geld ausgeht.
Krach in der Ebay-Führungsetage: Marketing-Chef Harald Eisenächer geht, Auktions-Chef Patrick Boos muss die zentrale Funktion als Frerk-Malte Feller abgeben.
Xing schafft die angestrebte Verdopplung des Umsatzes auf knapp 20 Millionen Euro. Allerdings mussten die neuen Geschäftsfelder E-Commerce und Online-Werbung schon mithelfen, um das Ziel zu erreichen.
Die deutschen Online-Werber können einem Zusammenschluss von Microsoft und Yahoo recht gelassen entgegen sehen. Für die Marktführerschaft reicht es weder in der Display-Werbung noch im Suchmaschinengeschäft.
Microsoft vermarktet Facebook - ohne Profildaten und ohne allzu große Erwartungen. Immerhin soll jeder Nutzer doppelt so viel Werbeerlös bringen wie ein StudiVZ-Nutzer.
Der Online-Werbemarkt ist in Deutschland im vergangenen Jahr unerwartet stark auf knapp 3 Milliarden Euro gewachsen, vor allem dank eines starken Geschäftes mit graphischer Werbung. Allerdings zweifeln immer mehr Werbemanager am Erfolg der Werbung im Web 2.0.
Die Werbung im Internet überholt schon im kommenden Jahr die Radiowerbung und spätestens 2010 die Werbung in Zeitschriften.
Xing öffnet seine Plattform für Online-Werbung. Die Werbung bekommen vor allem die Nicht-Zahler zu sehen. Dafür könnte der Mitgliedsbeitrag bald sinken.
Schöne neue Werbewelt: Facebook verrät seinen Werbekunden alles über seine Nutzer, die wiederum ihren Freunden mitteilen, welche Werbung sie angeschaut und welches Produkt sie gekauft haben.
Xing ändert sein Geschäftsmodell: Schon bald setzt das Unternehmen auch auf Online-Werbung. Google macht es möglich.