Militärausgaben weltweit so hoch wie nie
Kriege, Unsicherheit und geopolitischen Spannungen: Die Regierungen der Welt haben 2025 Rekordsummen fürs Militär ausgegeben. Deutschland führt das Ranking in Europa an.
Die Welt rüstet in raschem Tempo weiter auf. Im vergangenen Jahr wurden Waffen mit Wert von fast 2,9 Billionen Dollar verkauft, 2,9 Prozent mehr als 2024. Die USA unter Donald Trump treiben andere Staaten in die Aufrüstung, berichtet das Friedensforschungsinstitut SIPRI.
Das schwedische Parlament hat das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri 1966 ins Leben gerufen. Es versorgt Wissenschaftler, Politiker und Medien mit Daten, Analysen und Empfehlungen zu internationalen militärischen Fragen. Finanziert wird es zum großen Teil von der schwedischen Regierung. Sipri (Stockholm International Peace Research Institute) versteht sich als Plattform für die Zusammenarbeit von Konfliktforschern aus aller Welt und arbeitet eng mit den Vereinten Nationen (UN) und der Europäischen Union (EU) zusammen.
Kriege, Unsicherheit und geopolitischen Spannungen: Die Regierungen der Welt haben 2025 Rekordsummen fürs Militär ausgegeben. Deutschland führt das Ranking in Europa an.
Japan hat sich über Jahrzehnte als pazifistische Nation verstanden. Nun erlaubt die Regierung den Export tödlicher Waffen. Was politisch für Streit im Land sorgt, kann der Beginn eines neuen Exportbooms werden.
Europas Staaten kaufen und verkaufen deutlich mehr Rüstungsgüter. Dabei sind die Exporte laut dem Forschungsinstitut Sipri nicht nur an die Ukraine gestiegen.
Korruption, Machtkämpfe und bestechliche Rüstungsmanager: Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping räumt unter Generälen und Managern auf. Damit dürfte sich die Strategie gegen Taiwan ändern – und die Gefahr verschärfen.
Die Hersteller von Panzern, Fluggeräten und Radartechnik machen Rekordumsätze und schieben dicke Auftragsbestände vor sich her. Doch es gibt eine weit offene Flanke.
Das Sipri-Institut aus Stockholm hat die Rüstungsausgaben analysiert: In Europa haben die deutschen Anbieter ihre Umsätze am stärksten gesteigert. Auch die großen russischen Konzerne stehen im Fokus.
In Berlin geht es um die Beziehungen zwischen Deutschland und Polen. In Florida, Paris und Brüssel wird über einen gerechten Frieden in der Ukraine gesprochen. Der Papst ist in Libanon. Und das Vertrauen der Deutschen in die Wirtschaft sinkt.
Seit Längerem wird der Klimawandel nicht nur als Gefahr für die Umwelt, sondern auch als Sicherheitsrisiko gesehen. Forscher warnen aber nun, dass das Thema beinahe von der politischen Agenda verschwunden ist.
Verteidigungs-ETF sind die Verkaufsschlager des Jahres, mit denen Anleger beeindruckende Renditen erzielen. Ist das übertriebene Begeisterung oder eine Entwicklung, die weitergeht?
Vor 80 Jahren setzten die USA das erste Mal eine Atombombe ein – mit verheerenden Folgen. Das prägt das sicherheitspolitische Denken bis heute.
Die USA und Israel haben Irans Atomprogramm umfassend angegriffen. Ob dieser Krieg zu weniger Kernwaffen auf der Welt führt, ist aber zweifelhaft. Denn es sind die alten Platzhirsche, die ihre Arsenale erneuern wollen.
Am Dienstag werden die NATO-Staaten über eine Erhöhung der Rüstungsausgaben debattieren. Dabei sind die Kosten jetzt so hoch wie seit Jahren nicht – wie auch die Zahl der Konflikte und Todesopfer.
Das Friedensforschungsinstitut Sipri sieht erstmals wieder die Gefahr eines neuen Atomwaffenwettrüstens. Die Nuklearmächte modernisieren ihre Arsenale – und auch die „nukleare Rethorik“ verschärfe sich.
Neu Delhi gibt achtmal mehr für das Militär aus als Islamabad. Aber die Größe der Streitkräfte macht in der Kaschmir-Krise keinen entscheidenden Unterschied.
Ein andauernder Krieg in der Ukraine und Konflikte im Nahen Osten: Die Militärausgaben sind 2024 laut dem Forschungsinstitut Sipri so stark gestiegen wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr.
Was sonst noch wichtig ist
Krieg ist auch ein lukratives Geschäft: Aktuelle Zahlen des Friedensforschungsinstituts SIPRI zeigen, wie sich der weltweite Handel mit Gewehren, Panzern, Raketen und Drohnen verschoben hat.
Emmanuel Macron ist der Europäer der Stunde, aber er will keinen Bruch mit den Vereinigten Staaten. Und er bietet Deutschland keine nukleare Teilhabe nach amerikanischem Muster an.
Die Abhängigkeit Europas von amerikanischen Waffenimporten wird schwer zurückzufahren sein, analysieren die Friedensforscher aus Stockholm. In den letzten Jahren ist sie sogar noch gewachsen.
Selenskyj reist nach Saudi-Arabien, der CDU-Vorstand stimmt über Koalitionsverhandlungen ab, und an den Flughäfen wird gestreikt. Der F.A.Z. Frühdenker
Die bewaffneten Konflikte auf der Welt haben die globalen Umsätze der Rüstungsbranche im vergangenen Jahr deutlich steigen lassen.
Ukrainekrieg, Zeitenwende, Gazakrieg: Rüstungsgüter und Militärdienstleistungen stehen angesichts der angespannten Weltlage derzeit hoch im Kurs. Besonders stark wächst das Waffengeschäft in Russland.
Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich zuletzt deutlich erhöht. Nun will Kim Jong-un zusätzliche Nuklearwaffen für sein Land.
Russlands Waffenexporte sinken seit Jahren. Der Ukrainekrieg verschärft das Problem: Qualitätsmängel und Sanktionen schrecken Käufer ab.
Die Atomwaffenmächte setzen verstärkt auf nukleare Abschreckung – und halten immer mehr Sprengköpfe einsatzfähig. Das Friedensforschungsinstitut Sipri beobachtet diesen Trend mit Sorge.
Für Rüstungsgüter wurden laut dem Friedensforschungsinstitut 2023 weltweit etwa 2,2 Billionen Euro ausgegeben. Die USA führen die Rangliste an, Deutschland landet auf Platz sieben.
Weltweit wird immer mehr Geld für das Militär ausgegeben. Das liegt auch am Krieg in der Ukraine und seinen Folgen.
Rüstungsaktien wie Rheinmetall haben durch den Krieg in der Ukraine eine große Aufmerksamkeit bekommen. Die extrem hohe Bewertung begrenzt das Kurspotenzial der Wertpapiere – trotz der unfriedlichen Welt.
Die Welt bewaffnet sich. Hauptprofiteur der Entwicklung ist Frankreich, Amerika bleibt wichtigster Waffenlieferant der Erde.
Größter Importeur in Europa war Kiew mit 23 Prozent der gesamten Waffeneinfuhren der Region. Russland gehört nicht mehr zu den beiden wichtigsten Waffenlieferanten – zum ersten Mal seit Jahrzehnten.
Der russische Krieg gegen die Ukraine und weltweite Spannungen haben 2022 zu einer stark steigenden Nachfrage nach Waffen geführt. Dennoch gingen die Einnahmen der größten Rüstungsunternehmen laut dem Forschungsinstitut Sipri zurück. Woran liegt das?
Russlands Invasion der Ukraine, Kämpfe in Nahost und andere geopolitische Konflikte lassen die Nachfrage nach Waffen wachsen. Doch laut dem neuen Sipri-Bericht gingen die Verkäufe 2022 weltweit zurück. Das ist auch für die Autoren der Studie eine „unerwartete“ Entwicklung.
Die Zahl der einsatzfähigen Atomwaffen sei weltweit leicht gestiegen, erklärte das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri. Neben China erhöhten auch Indien, Pakistan, Nordkorea und Russland ihre Lagerbestände.
Die „Letzte Generation“ will Berlins Straßen blockieren, die Bundeswehr holt Deutsche aus Sudan und in Berlin kann die große Koalition regieren. Der F.A.Z.-Newsletter
Nie haben die Staaten inflationsbereinigt mehr Geld für ihr Militär ausgegeben, rechnet das Sipri-Institut vor. Besonders Europa investiert mehr.