Putin will bestimmen, wer was darf
Die Verhandlungen in Genf werden zeigen, ob Wladimir Putin sich durch ein Scheitern der Diplomatie freie Hand für Aktionen anderer Art verschaffen will. Über einen Aspekt wird in Deutschland zu wenig gesprochen.
Die Verhandlungen in Genf werden zeigen, ob Wladimir Putin sich durch ein Scheitern der Diplomatie freie Hand für Aktionen anderer Art verschaffen will. Über einen Aspekt wird in Deutschland zu wenig gesprochen.
In Kasachstan zeigt das Regime Härte und spricht von einer Stabilisierung im ganzen Land
Vor den Gesprächen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten in Genf zeigt Moskau sich unnachgiebig. Der amerikanische Außenminister Blinken ruft zur Deeskalation auf.
In Kasachstan ist offenbar ein Machtkampf im inneren Führungszirkel des Landes entbrannt. Wo die Frontlinien verlaufen, ist dabei immer noch unklar. Derweil versuchen staatliche Medien, Ausländer für die Gewalt verantwortlich zu machen.
Vor den Gesprächen mit amerikanischen Vertretern in Genf hat der stellvertretende russische Außenminister abermals eine Garantie gefordert, dass die NATO nicht erweitert wird. Er machte auch klar, worüber Moskau nicht reden will.
Nach Angaben aus US-Regierungskreisen gebe es Bereitschaft, mit Russland über eine beiderseitige Begrenzung militärischer Übungen zu sprechen. Russland hat rund 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen.
Russlands Präsident zwingt dem Westen eine schwierige Diskussion auf, einseitige Zugeständnisse sind aber unnötig. Gut wäre die Rückkehr zur Rüstungskontrolle.
„Hau ab, alter Mann!“: In Kasachstan lässt Präsident Tokajew auf Aufständische schießen. Russland soll ihm jetzt helfen. Denn Putin will verhindern, dass das Land Teil des postsowjetischen Revoltenbogens wird.
Putin hat die Krise in Kasachstan, die ihm ungelegen kam, zu seinem Nutzen gewendet. Doch ob er damit auf Dauer gewinnt, ist fraglich. Denn die Proteste sind auch für den russischen Präsidenten ein Menetekel.
Nach Baerbocks Amerika-Reise sagen amerikanische Quellen: Das Zahlungssystem SWIFT wird für Russland wohl nicht abgeschaltet. Aber sie fragen auch: Wo steht Scholz?
Das Bündnis halte an ihrem Grundsatz des Selbstbestimmungsrechts eines Landes fest, betonte Generalsekretär Jens Stoltenberg mit Blick auf die Forderung Russlands, dass die Ukraine nicht in das Bündnis aufgenommen werden dürfe.
Am Mittwoch kommen die NATO-Staaten erstmals seit zweieinhalb Jahren wieder mit dem Kreml zusammen. In den großen Linien stimmen sie überein, doch es gibt einige Unwägbarkeiten. Auch im Hinblick auf die Ukraine.
Eine Frau half Waisenkindern in der Volksrepublik Donezk. Dann kamen die Männer der Staatssicherheit und holten sie ab. Ihr Mann hofft auf einen Gefangenenaustausch. Doch die Aussichten dafür sind unklar.
Nach der Messe einen Cappuccino: Der Moskauer Priester Andrej Schtschenikow war früher Schauspieler. Seine Kirche des heiligen Antipas wurde zum Sammelpunkt der kreativen Jugend. Doch die westliche Anmutung täuscht.
Die Ministerpräsidentenkonferenz könnte sich für eine flächendeckende 2-G-plus-Regel in Restaurants aussprechen, die Krise in Kasachstan spitzt sich zu, und der FC Bayern empfängt dezimiert Borussia Mönchengladbach. Der F.A.Z.-Newsletter.
Erste russische Soldaten sind am Donnerstagabend in Almaty eingetroffen. Indes kam es in der Stadt wieder zu neuer Gewalt. Deutschland mahnt zum Dialog.
Ein bis zwei Grad mehr könnten in seinem Land zu reicheren Kornernten führen, scherzte Putin einst. Ob der Klimawandel der russischen Landwirtschaft in die Karten spielt, wird von Wissenschaftlern heiß diskutiert.
Zwanzig Jahre lang hatte das von Russland geführte Militärbündnis ODKB kaum praktische Bedeutung. Nun wirkt es an der Niederschlagung des Aufruhrs in Kasachstan mit.
Kasachstan stand im regionalen Vergleich gut da. Dass das nun in Gefahr ist, ist die Schuld des Regimes. Und mit dem Einsatz russischer Truppen verändert sich auch die internationale Lage.
Olaf Scholz gehört nicht zu den Russland-Freunden in der SPD. Doch mit den Grünen hat er Differenzen – etwa wenn es um Nord Stream 2 geht. Einen Neustart mit Putin will der Bundeskanzler aber nicht.
Kasachstans Präsident Tokajew bittet das von Moskau dominierte Verteidigungsbündnis ODKB um militärische Hilfe. Die russischen Truppen im Land stellen einen markanten Bruch mit der bisherigen Linie dar.
Russland und Putin +++ Datenschutz +++ Kluger Fisch +++ Udo di Fabio +++ Neujahrsansprache +++ Triage
Bei den Unruhen in Kasachstan sollen nach Einschreiten des Militärs viele Menschen ums Leben gekommen sein. Russland kündigte an, eine Friedenstruppe in das zentralasiatische Land zu entsenden.
In Kasachstan sind bei Protesten und Ausschreitungen laut Medienberichten viele Menschen ums Leben gekommen. Präsident Tokajew spricht von „terroristischen Banden“. Ein von Russland geführtes Militärbündnis sagt Hilfe zu.
Russland hat Memorial International verboten. Ein chinesisches Pendant dazu gibt es nicht. Stalin wie Mao sind für Peking unantastbar.
Die deutsche Außenministerin und ihr amerikanischer Amtskollege richten nach ihrem Treffen in Washington eine einheitliche Botschaft an Moskau. Die Gaspipeline Nord Stream 2 ist dabei für Blinken ein Faustpfand – in den Händen des Westens.
Wie zuvor in Belarus gerät in Kasachstan ein scheinbar stabiles autoritäres Regime atemberaubend schnell ins Wanken. Für Wladimir Putin ist das aus mehreren Gründen eine schlechte Nachricht.
Der Antrittsbesuch von Annalena Baerbock in Washington ist nur eine Stippvisite. Statt wie üblich um deutsch-amerikanische Freundschaft oder um das Lieblingsthema der Außenministerin geht es vor allem um eines: Moskau.
Bis heute ist es das Ziel jedes Russen, eine Wohnung zu besitzen. Seit einigen Jahren können sich nicht weniger, sondern immer mehr Menschen Immobilien kaufen. Das hat Gründe.
Die Außenministerin reist nach Washington. In Las Vegas beginnt die Technik-Messe CES. Und der Corona-Expertenrat spricht sich für die Ausweitung von 2-G-Plus aus.
Europa wird in den Gesprächen zwischen Russland und Amerika nur dann eine hörbare Stimme, wenn es versteht, dass es Moskau um mehr als nur um die Ukraine geht.
Eine Frau verlässt ihren Mann – er hackt ihr beide Hände ab. Gemeinsam mit einer anderen Überlebenden häuslicher Gewalt kämpft Margarita Gratschewa nun dafür, dass häusliche Gewalt in Russland endlich strafbar wird.
Bezahlte Auszeit +++ Ost-Erweiterung +++ Entscheidung über Triage
Ein Gespräch mit dem Generalsekretär der Ernst-von-Siemens-Kunststiftung, Martin Hoernes, und dem Stiftungsratsvorsitzenden, Dirk Syndram, über heikle kulturpolitische Angelegenheiten, die Benin-Bronzen und Beutekunst.
Das Grollen der Granaten beachten wir nicht: Über den Krieg in der Ostukraine und seine bizarren propagandistischen Fronten. Ein Gastbeitrag.