„Faktische Geiselnahme“
Russische Oppositionelle halten auch das neue Urteil gegen Kremlkritiker Alexej Nawalnyj für politisch. Erstmals wird ein Familienmitglied in Mitleidenschaft gezogen: Bruder Oleg muss ins Arbeitslager.
Russische Oppositionelle halten auch das neue Urteil gegen Kremlkritiker Alexej Nawalnyj für politisch. Erstmals wird ein Familienmitglied in Mitleidenschaft gezogen: Bruder Oleg muss ins Arbeitslager.
Ein Gericht in Moskau hat einen der bekanntesten Kritiker von Präsident Putin zu dreieinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Der Blogger und Aktivist Alexej Nawalnyj weist die Vorwürfe als politisch motiviert zurück.
Wladimir Putin sah erst wie ein Sieger aus. Doch er hat die Ukraine für lange Zeit verloren. Und ist zum Gefangenen seiner selbst geworden.
Seit drei Jahren tobt der Bürgerkrieg in Syrien, alle Vermittlungsversuche waren bis jetzt erfolglos. Nun zeigt sich die Regierung bereit für neue Verhandlungen. Die Opposition ist skeptisch.
Russland bemüht sich seit einiger Zeit, Freunde im Westen zu finden. Dabei kann der Kreml vor allem auf Nationalisten setzen. Moskau möchte damit Europa spalten, um weitere Sanktionen zu verhindern.
Der russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalnyj steht gemeinsam mit seinem Bruder wegen Korruptionsvorwürfen in Moskau vor Gericht. Der „Fall Yves Rocher“ ist an Absurdität kaum zu überbieten.
Das Vorgehen Russlands im Ukraine-Konflikt beunruhigt besonders die Balten. Die Nato treibt ihre Planungen für eine schnelle Eingreiftruppe voran. Litauen, Lettland und Estland wappnen sich aber auch selbst mit neuen Waffen.
Der Rubel schlägt wilde Kapriolen und der Aktienmarkt leidet zusätzlich unter der Wirtschaftsschwäche. Eine schnelle Trendwende ist unwahrscheinlich – auch wenn sich Russland weiter für Investoren öffnet.
Mitte Januar droht dem Kreml-Kritiker Alexej Nawalny abermals eine Haftstrafe. Ein Protestaufruf seiner Unterstützer auf Facebook wurde auf Betreiben der russischen Behörden blockiert. Der amerikanische Internetkonzern hat die Aufforderung zur Blockade klaglos ausgeführt.
Einen Monat vor dem Urteil gegen den Kreml-Kritiker Nawalny hat die russische Regierung Proteste im Internet untersagt. Eine Facebook-Seite von Nawalnys Unterstützern wurde auf Anordnung der Justiz blockiert.
Trotz der Waffenruhe verschlechtert sich die humanitäre Lage für die Bewohner in der Ostukraine. Nun hat Russland seine bisher verdeckte Unterstützung für die abtrünnigen Regionen Donezk und Lugansk zur Regierungsaufgabe gemacht.
Präsident Putin hat die Tradition der Angriffskriege in Europa wiederbelebt. Das Geschichtsbild wird dieser Entwicklung angepasst - und der deutsch-sowjetische Nichtangriffspakt vom 23. August 1939 rehabilitiert. Ein Gastbeitrag.
Nicht nur mit dem Westen, sondern auch mit seinen Verbündeten hat Russland Schwierigkeiten. Moskau will, dass Weißrussland und Kasachstan die antiwestlichen Sanktionen mittragen. Doch die weigern sich.
Die Initiative „Letzte Adresse“ will eine neue Erinnerungskultur etablieren. Vorbild sind die „Stolpersteine“ des deutschen Künstlers Demnig. Doch in Russland läuft ein solches Projekt der herrschenden Ideologie zuwider.
In seiner großen Pressekonferenz zum Jahresende in Moskau verteidigt der russische Präsident Wladmir Putin abermals die Krim-Annexion und das Vorgehen im Ukraine-Konflikt. Dem Westen unterstellt er, neue Mauern zu bauen.
Ramsan Kadyrow, Moskaus Statthalter in Tschetschenien, hat den Attentätern der vorigen Woche Vergeltung angedroht. Seitdem zünden Unbekannte die Häuser ihrer Familien an.
Nach der Veröffentlichung des CIA-Berichts kann Moskau den Amerikanern endlich einmal den Spiegel vorhalten. Doch selbst will es nicht hineinschauen.
Die Bayern sind gegen Moskau überlegen, treffen aber nur durch Müller per Elfmeter. Erst in der Schlussphase drehen die Münchner nochmal auf und schießen einen standesgemäßen Sieg über ZSKA heraus.
Die Tschetschenen gelten in Syrien als knallharte Kämpfer. Tausend sind schon da. Auch aus Deutschland zieht es immer mehr zu ihnen. Ein blonder Hüne ist der Star. Er hat die „Soldaten Syriens“ gegründet.
In einem sibirischen Forschungsinstitut versucht man elektromagnetische Strahlung so zu verändern, dass sie jedem Menschen schamanische Visionen ermöglichen. Eine Entdeckungsreise.
Russlands Präsident Putin will offenbar nicht mehr um zwei von ihm bestellte Kriegsschiffe aus Frankreich streiten. Er wäre nach eigenen Worten zufrieden, wenn Paris seine Anzahlung zurück überweist.
Auch wenn man es immer noch nicht wahrhaben will: Moskau und der Westen befinden sich bereits in einem neuen kalten Krieg. Die Frage, mit der sich die westlichen Verbündeten jetzt beschäftigen müssen, lautet: Reicht das dem Kreml-Herrn? Denn er braucht großrussisches Opium fürs Volk.
Die Ukraine-Krise hat der OSZE zu neuer Bedeutung verholfen. Sie bietet ein Forum, in dem Washington und Moskau sich direkt die Meinung sagen können. Beim Ministerrat in Basel kommt es zum Schlagabtausch.
In seiner Rede zur Lage der Nation wirkt Russlands Präsident Putin weniger energisch als noch im März nach der Annexion der Krim. Für alle Übel im Land macht er Amerika verantwortlich.
Der russische Präsident Putin hat Russlands Intervention in der Ukraine-Krise verteidigt. Die Krim sei den Russen heilig. Für Amerika und seine Verbündeten hat er eine klare Botschaft. Auch ein Nazi-Vergleich fehlt nicht.
Eine ARD-Reportage zeigt eindrucksvoll, wie systematisch im russischen Sport gedopt wird – und die Manipulation soll bis in den Leichtathletik-Weltverband reichen. Die Vorwürfe müssten ein Erdbeben auslösen.
Der russische Präsident Putin versucht, selbst dem dramatischen Verfall des Rubels etwas Positives abzugewinnen – und verspricht gute Zeiten. Die Indizien aber deuten auf wachsende Nervosität.
Durch die Entscheidung des Kremls gegen South Stream werden die Karten im russisch-europäischen Gaspoker neu gemischt. Was folgt, ist noch unklar. Aber die Türkei könnte die große Siegerin sein.
Pünktlich zu Putins Besuch räumt die türkische Regierung ein Hindernis beim vereinbarten Bau eines Atomkraftwerks aus dem Weg. Unüberbrückbare Differenzen gibt es in der Syrien-Politik.
Der türkische und der russische Präsident haben viele Gemeinsamkeiten. Denn Erdogan ist der neue Atatürk, und Putin hat die alte Sowjethymne wieder eingeführt. Mit großem Gefolge besucht Putin jetzt Ankara.
Nach Auszählung fast aller Stimmen liegt die proeuropäische Koalition in der Republik Moldau knapp vorne. Doch die Sozialisten, die sich an Putin und Russland orientieren, wurden überraschend stärkste Kraft.
Hunderttausende Moldauer halten sich in Russland auf. Für sie standen am Sonntag gerade einmal fünf Wahllokale bereit. Vor ihnen warteten Tausende. Stundenlang.
Westen oder Osten: Bis zum Abend stimmen Moldaus Wähler vor allem über ihr Verhältnis zur EU und Russland ab. Gekämpft wird mit allen Mitteln. Nachdem die Partei eines prorussischen Geschäftsmannes ausgeschlossen wurde, verbreitet der obskure Verschwörungstheorien.
Moskaus Marine zeigt Stärke: Ein russisches Atom-U-Boot hat in der Barentssee eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Außenminister Steinmeier kritisiert derweil eine See-Übung der Russen im Ärmelkanal: „Das ist überflüssig.“
Im Krisengebiet im Osten der Ukraine spitzt sich die Lage weiter zu. Während der ukrainische Außenminister Klimkin eine russische Winteroffensive fürchtet, wirft Moskau der Regierung in Kiew eine Truppenkonzentration im Osten des Landes vor.
In Russland treibt Putin die nicht linientreue Presse in die Enge. Ausländische Medienunternehmen fürchten, dass sie enteignet werden. Die wahren Opfer des Kreml-Kurses aber sind russische Journalisten.