Wie die Moderne eines Landes russifiziert wurde
Zwischen Kulturtransfer und Enteignung: Einige der wichtigsten angeblich russischen Künstler waren in Wahrheit Ukrainer.
Zwischen Kulturtransfer und Enteignung: Einige der wichtigsten angeblich russischen Künstler waren in Wahrheit Ukrainer.
Die Alchimia-Bewegung war eine radikale Abkehr vom Reinheitsgebot der Moderne. Das Berliner Bröhan-Museum widmet ihr jetzt eine großartige Schau.
Anfang des 20. Jahrhunderts machten Künstler den Zoo zu ihrem Revier, um Menschen und Tiere zu beobachten. Das Franz-Marc-Museum in Kochel widmet ihren Werken nun eine Schau.
Der einzige, der Helge Schneider erklären kann, muss ein von ihm erfundener Helge Schneider sein: In „The Klimperclown“ begegnen wir beiden – und wissen nicht, wer uns gerade zum Narren hält.
Das Kreuzworträtsel von Christian Meurer erscheint jede Woche am Freitag.
Nach dem Tod der Galeristin wird das Werk von Anita Beckers von Nina Mößle und Team in Frankfurt weitergeführt. Auch die aktuelle Ausstellung mit Werken von Sebastian Kuhn ist wieder geöffnet – infrage steht, was der Kunst den Halt gibt.
Berlins Alte Nationalgalerie zeigt Camille Claudels und Bernhard Hoetgers Emanzipation von der Terribilità der französischen Bildhauerei.
Über Kunst wird gestritten, seit es sie gibt, im Großen wie im Kleinen – Künstler gegen Künstler, Farbe gegen Zeichnung, Dogma gegen Hollywood, Brahms gegen Wagner: Auftakt zu einer Serie über die wichtigsten und kuriosesten Kontroversen in den Künsten.
Ihre Kunst wächst noch, blüht aber schon bunt zwischen Asien, Südamerika und Europa: Das Publikum darf am Ende sehen, was vier internationale Künstlerteam im Frankfurt Lab den Sommer über erarbeitet haben.
Jahrhundertelang war das Tersane, die große Werft des Osmanischen Reichs, eine verbotene Stadt. Nun erweckt ein Megaprojekt diesen Teil von Istanbul zu neuem Leben – mit faszinierenden Konzepten.
Die Multi-Interview-Dokumentation „Stans“ nähert sich dem Rapper Eminem über die Worte seiner exzentrischsten Fans. Er selbst darf dann auch noch was dazu sagen.
Viktor Orbán setzt für die kommende Wahl in Ungarn auf digitale „Krieger“. Im Nachbarland Slowakei kennt Regierungschef Robert Fico da schon länger keine Tabus mehr.
Seit dem Einfall in die Ukraine besucht der wichtigste russische Gegenwartsautor sein Heimatland nicht mehr: Heute wird Vladimir Sorokin siebzig Jahre alt.
Das israelische Sicherheitskabinett entscheidet über die vollständige Besetzung des Gaza-Streifens. Das Bundesverfassungsgericht verkündet sein Urteil zum Staatstrojaner, und die US-Zölle gegen die EU treten in Kraft. Der F.A.Z. Frühdenker.
In Spanien und Italien kämpfen die Städte mit Overtourism. Berlin hingegen hätte gerne mehr Besucher – doch seit Corona fahren die lieber woandershin.
Ist das, was man hier sieht, eine neue Form von Dada – oder eine Befreiung vom Kunstanspruch? Ein Besuch in Rafael Horzons „Deutschem Design Museum“ in Berlin
Trump schmückt sich mit einst brutal ausgerissenen Federn. Seine Homeland Security zeigt mit Gemälden, wie das neue Amerika aussehen soll: wie das der Siedler und Cowboys.
Andreas Bomba hat die Bachwoche Ansbach fast zwanzig Jahre lang geleitet. Jetzt bereitet ihm der Windsbacher Knabenchor einen furiosen Abschied. Und das exklusive Publikum trauert ihm bereits nach.
Es wird gehütet wie ein Schatz: Das Goldene Buch ist ein Dokument der jüngeren Geschichte der Stadt. Viele Jahrzehnte wurde es eher wie ein Gästebuch gehandhabt, dank des strengen Protokolls jüngerer Zeiten ist es zu einem Kunstwerk geworden.
Von lebensgefährlichen Zeiten ohne Leitplanken bis zum Hollywood-Hype: Wie Fotograf Wolfgang Wilhelm 50 Jahre Formel 1 einfängt, den Charaktertest von Niki Lauda besteht und für Mercedes „spioniert“.
Ein Paar war sich sicher: Kinder gehörten zum eigenen Glück nicht dazu. Jetzt, da die Freunde Großeltern werden, kommen ihnen Zweifel. Eine Paartherapeutin gibt Rat: Wie geht man damit um?
Hat der Mufti von Jerusalem das Tragen des Palästinensertuchs angeordnet? Die in deutschen Internetmedien schon vor dem 7. Oktober 2023 verbreitete Geschichte wurde sogar von der Gedenkstätte Buchenwald beglaubigt.
Die Kleinen finden Museen langweilig? Hier ist das anders: Das Münchner Haus der Kunst zeigt „Kunstgeschichten für Kinder seit 1968“ – und fesselt damit auch die Erwachsenen.
Der Pianist Gerald Fauth brachte als Rektor die Leipziger Musikhochschule durch Corona. Jetzt droht wie vielerorts Geldnot. Wie ist es in Zeiten des Sparzwangs um die Musikkultur in Deutschland bestellt?
Winfried Bullinger hat über Jahrzehnte die Behausungen afrikanischer Nomaden fotografiert – und zeigt sie jetzt in einem grandiosen Bildband.
Viele Boykottaufrufe in Richtung Israel sind lächerlich, wenn nicht antisemitisch. Mit der Aussetzung der Begünstigung israelischer Firmen im EU-Förderprogramm „Horizon Europe“ verhielte es sich anders.
1925 wurde das erste Designmuseum der Welt in München gegründet. Zum Jubiläum zeigt die Neue Sammlung 100 Objekte aus 100 Jahren aus ihrem Bestand.
Sie hat als Designerin des Offenbacher Technoklubs Robert Johnson begonnen. Heute setzt die Schweizerin Sandra Doeller viele Botschaften mit Schriften ins Bild.
Das Bardentreffen in Nürnberg ist dieses Jahr betont weiblich – nicht nur, um einer Ungerechtigkeit des Musikmarktes zu begegnen. Unter dem Motto „Respekt“ musizierten nationale und internationale Musiker in der Stadt.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer begründet das Gender-Verbot für seine Behörde vor allem ästhetisch. Das Schreiben nach Gusto lenkt von der Lektüre ab – und lädt Texte mit einer moralischen Zusatzbedeutung auf.
Als Bärbel Grässlin 1985 in Frankfurt ihre Galerie eröffnete, galt die Stadt noch als weißer Flecken auf der Kunstlandkarte. Das änderte sich schnell, Grässlin trug dazu bei.
Die Sammlung Grässlin zeigt in ihrer neuen Dauerausstellung in St. Georgen provokante Kunstwerke der Achtziger- und Neunzigerjahre. Die von ihnen beleuchteten politischen Themen sind immer noch aktuell.
Eine wenig beachtete Seite Claus Peymanns: Als Intendant war er, ohne davon viel Aufhebens davon zu machen, ein kluger Kulturpolitiker.
Den härtesten Ratschlag seiner Karriere soll er von Billy Wilder erhalten haben. Oscargewinner und Darsteller düsterer Charaktere Billy Bob Thornton zum Siebzigsten.
Nicht Wettkampf, sondern Symbiose stand am Anfang auch unserer eigenen Entwicklung: Dirk Brockmann macht mit Formen der Kooperation quer durch die Evolutionsgeschichte bekannt.
Ich habe einen Klon umgebracht, und es hat mir gefallen: Tom Hillenbrand legt den dritten Teil seiner „Hologrammatica“-Reihe vor – und macht sich Gedanken über Todeserfahrungen.