Kultur des Todes
Einst konnten die Warnungen vor einer Überbevölkerung der Erde nicht schrill genug ausfallen. Heute herrscht vielerorts Angst vor Überalterung der Gesellschaften. Zu Recht.
Einst konnten die Warnungen vor einer Überbevölkerung der Erde nicht schrill genug ausfallen. Heute herrscht vielerorts Angst vor Überalterung der Gesellschaften. Zu Recht.
Der Vatikan hat 13 „schwere Verstöße“ gegen die Menschenwürde aufgelistet. Abtreibung steht dabei an siebter Stelle. Auch Leihmutterschaft wird verurteilt. Bei Geschlechtsumwandlungen wird der Ton moderater.
Über das Papst-Buch „El sucesor“ und Beyoncés neues Album „Cowboy Carter“
Die Teilnahme an der Kreuzweg-Prozession musste Franziskus absagen. Die Messe in der Nacht zum Ostersonntag hält der 87 Jahre alte Papst im Sitzen. Er spricht von Ermutigung und Freude statt von Hass und Grausamkeit.
Es ist üblich, dass der Papst an Ostern der Kreuzweg-Prozession in Rom beiwohnt. Doch gesundheitliche Probleme machen Papst Franziskus zu schaffen. Er sagt nun zum zweiten Mal ab.
Kurz vor Ostern herrscht eine seltsame Stille auf dem Petersplatz. Erstmals hat der Papst die Predigt zur Palmsonntagmesse ausfallen lassen. Und es gelingt ihm kaum, sich aus seinem Rollstuhl hochzustemmen.
Jahrelang hat der Künstler und Geistliche Marko Rupnik Nonnen missbraucht. Bis heute hat die Kirche gegen ihn keine Sanktionen verhängt. Immer noch werde die Gewalt gegen die Frauen verdrängt und vertuscht, klagen die Opfer.
Einen knappen Monat vorher wartet die Venedigbiennale mit Überraschungen auf: Russland verleiht seinen Länderpavillon an Bolivien, und der Vatikan gemeindet einen ehemaligen Kritiker Papst Johannes Pauls II. ein.
Zehn Jahre ist es her, seit der Limburger Bischof Tebartz-van Elst aus dem Amt schied. Sein „Protzbau“ ist heute Teil des Museums – kirchliche Mitarbeiter beklagten seinerzeit eine Atmosphäre der Furcht.
Hat der Vatikan sein Veto aufgegeben? Dürfen sich die deutschen Bischöfe jetzt an dem Gremium beteiligen, in dem Laien gleichberechtigt mitentscheiden sollen? Nach Gesprächen im Vatikan gibt es dazu widersprüchliche Deutungen.
Weißer Rauch ist im Streit zwischen dem Vatikan und den deutschen Katholiken nicht in Sicht. Bischof Georg Bätzing hat am Freitag in Rom einen schweren Stand. Beim zentralen Streitpunkt sind die Fronten verhärtet.
Der Papst steckt bis heute in der lateinamerikanischen Befreiungstheologie und im Peronismus fest. Autoritäre Herrscher sieht er nicht mit Misstrauen. Solange sie gegen den Kapitalismus sind.
Die Einlassungen des Papstes zum Ukrainekrieg sind kein Ausrutscher. Dass er politisch anschlussfähig bei Autokraten aus dem Osten ist, liegt auch an seiner Herkunft.
Es ist nicht das erste Mal, dass Papst Franziskus die Gender-Theorie kritisiert. Dieses Mal bezeichnet er sie gar als „schlimmste Gefahr“ der heutigen Zeit.
Zunächst wollte Kiew nichts wissen von den Vermittlungsbemühungen des Vatikans. Nun lobt ein Berater von Präsident Selenskyj die vatikanische Hilfe bei der Rückführung von Kindern, die nach Russland verschleppt wurden.
In Australien ist aufgrund vatikanischer Ermittlungen ein früherer Bischof festgenommen worden. Er soll indigene Jungen mit Geld aus der Kirchenkasse und anderen Geschenken für sexuelle Handlungen gefügig gemacht haben.
Der Vatikan lasse die deutschen Bischöfe oft monatelang auf einen Termin warten, beklagt der Vorsitzende der Bischofskonferenz. Man könnte in der katholischen Kirche in Deutschland schon viel weiter sein.
Der FDP-Generalsekretär wirbt für Schwarz-Gelb, die ukrainische Armee musste sich aus Awdijiwka zurückziehen, die EU-Außenminister haben die Witwe von Alexej Nawalnyj eingeladen. Und: Stilles Gedenken in Hanau. Der F.A.Z. Newsletter.
Der Vatikan hat die deutschen Bischöfe aufgefordert, nicht über die Satzung des „Synodalen Ausschusses“ abzustimmen. Die Entscheidung wäre „ungültig“, heißt es in einem Schreiben, das der F.A.Z. vorliegt.
In einem Geheimabkommen regelten der Heilige Stuhl und die chinesische Regierung 2018 die Ernennung von Bischöfen in der Volksrepublik. Der Vatikan will die Vereinbarung verlängern, fast um jeden Preis.
Auf dem Festival von Sanremo beklagt ein Rapper den „Völkermord“ in Gaza. Daraufhin erklärt der Chef der RAI, er stehe zu Israel. Jetzt werden er und seine Familie mit Mord bedroht.
Im Wahlkampf hatte der neue argentinische Präsident Milei Franziskus noch als „Hurensohn“ beschimpft. Im Vatikan bemühen sich beide nun um ein harmonisches Bild. Milei muss sich nur eine verklausulierte päpstliche Mahnung anhören.
In einem Schreiben reagiert Papst Franziskus auf die Kritik jüdischer Gelehrter an seiner Haltung zum Konflikt in Nahost. Er beklagt die Spaltung in der Welt – und bemüht sich um Annäherung.
Die neue Leitung des Ordens will mehr Zentralisierung in Rom und eine Finanzreform. Aus Deutschland schlägt dem Skepsis entgegen.
An Souvenirständen in Rom ist er nicht zu übersehen: der „Calendario Romano“, der Schwarz-Weiß-Fotos von jungen Männern zeigt. Nun gibt der Fotograf zu, dass es sich bei den meisten Männern nicht um echte Priester handelt.
Inka Bause äußert sich zu den Bauernprotesten, Henry Cavill entpuppt sich als Betrüger und Kardinal Victor Fernández kennt sich aus
Das Buch handelt unter anderem von einer heftigen erotischen Begegnung am Strand und beschreibt den „Weg zum Orgasmus“: Für eines seiner früheren Werke steht der argentinische Kardinal Víctor Fernández abermals in der Kritik.
Hamburg 1953 +++ Nachruf auf Jacques Delors +++ Elektroautos +++ Der Papst und der Nahostkonflikt
Was in Sachen Zölibat noch vor Wochen als unumstößliche Wahrheit galt, kann heute ungestraft in Zweifel gezogen werden. Was ist Wahrheit, und wenn ja, wie viele davon gibt es?
Ein ranghoher Vertreter des Vatikans hat sich für die Abschaffung des Zölibats für katholische Priester ausgesprochen. Warum auf junge Männer verzichten, nur weil sie heiraten wollten, fragt Erzbischof Charles Scicluna.
Im vatikanischen Archiv ist ein Brief Else Lasker-Schülers an Papst Pius XII. aus dem Juni 1942 entdeckt worden. Darin erbittet die Dichterin vom Papst einen Freundschaftsdienst für Mussolini.
In Nicaragua sind mehrere Pfarrer und Bischöfe festgenommen worden. Papst Franziskus protestiert.
In seiner Silvesterpredigt liefert der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz einen ernüchternden Überblick und mahnt Reformen an. Auch Papst Franziskus äußert sich zum Jahreswechsel.
Erklärungserklärungen des römischen Glaubenspräfekten: Ist Víctor Fernández von seiner Schlauheit derart ergriffen, dass er die Erklärung „fiducia supplicans“ selbst ad absurdum führt?
Seit kurzem sind Segnungen homosexueller Paare in der katholischen Kirche offiziell erlaubt. Pfarrer Werner Otto geht mit seiner Gemeinde schon viel länger neue Wege. Im Juni haben wir uns mit ihm getroffen.