Gerechtigkeit für Nordlichter
In Schleswig-Holstein wird es kurz vor der Wahl noch einmal spannend. Die anhaltende Deindustrialisierung treibt Gewerkschaften und Unternehmer um. Die SPD setzt trotzdem auf Wahlkampf à la Schulz.
In Schleswig-Holstein wird es kurz vor der Wahl noch einmal spannend. Die anhaltende Deindustrialisierung treibt Gewerkschaften und Unternehmer um. Die SPD setzt trotzdem auf Wahlkampf à la Schulz.
Vor einigen Wochen schrieb DIW-Präsident Fratzscher in der F.A.Z., die Deutschen seien zufrieden wie nie zuvor und gleichzeitig unzufrieden mit dem Zustand der Gesellschaft. Das stimmt so nicht.
Die Sozial-Lobbyisten in allen Parteien wollen unser Geld im Namen der sozialen Gerechtigkeit umverteilen. Das ist ein Irrweg.
Seit mehr als zwanzig Jahren steigt der Anteil derer, die die Verhältnisse in Deutschland für ungerecht halten. Die Erfolge des teuren deutschen Sozialstaats werden im eigenen Land nicht (mehr) anerkannt.
Martin Schulz will Gerechtigkeit für die „hart Arbeitenden“ – der wahlkämpfende Ministerpräsident Torsten Albig fordert gleich: „Mehr Gerechtigkeit für alle“. Geht das überhaupt?
Viele Menschen empfinden den liberalen Rechtsstaat als herzlos und kalt. Doch er hilft uns, unser Leben selbständig und mit Verstand zu gestalten.
Parteien und Verbände streiten lieber um die Kennziffern der Ungleichheit, als über tatsächliche Konzepte, sie zu bekämpfen. Die Debatte muss endlich nüchtern geführt werden.
Der deutsche Staat verlangt so viele Steuern und Abgaben wie kaum ein anderer. Enorme Summen werden umverteilt. Lassen sich die sozialen Verhältnisse auch anders verbessern?
Es gibt keine bessere Gesellschaftsordnung als den liberalen Rechtsstaat. Höchste Zeit, Angela Merkel und Martin Schulz daran zu erinnern.
Nie waren die Deutschen zufriedener mit ihrem eigenen Leben. Gleichzeitig gibt es eine tiefe Unzufriedenheit mit dem Zustand der Gesellschaft. Das ist kein Widerspruch. Ein Gastbeitrag.
Für den früheren deutschen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard war wirtschaftliche Freiheit wichtiger als staatliche Versorgung. Leider ist genau das eingetreten, was er befürchtet hat.
Kanzlerkandidat Schulz verknüpft den Erfolg bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen direkt mit seinem Abschneiden bei der Bundestagswahl – Kraft nennt die Landes-CDU eine „Wackeldackel-Truppe“.
In Nordrhein-Westfalen beginnt die heiße Phase des Wahlkampfs. Kanzlerin Merkel wirft Rot-Grün hohe Schulden und Kriminalität vor – und gibt der Landesregierung die Mitschuld daran, dass die Stimmung in der Flüchtlingskrise gekippt sei.
Während Martin Schulz mit dem Thema soziale Gerechtigkeit punktet, schweigt Kanzlerin Merkel – und wirkt geradezu ideenlos. Womit könnte sie auch Wahlkampf machen?
Angeheizt von der Debatte über Ungleichheit, steht das Wachstum in der Kritik. Das Wirtschaftsministerium sieht Handlungsbedarf. Punkte zum Ansetzen gibt es tatsächlich zuhauf.
Hannelore Kraft ist eine Politikerin, der die Erfolge passieren – einfach so. Dennoch wirkte sie lange und häufig wie eine sehr angestrengte Ministerpräsidentin. Das hat sich nun geändert. Warum?
Schäubles ökonomische Berater sehen in der Erbschaftsteuer ein Mittel, um Deutschland gerechter zu machen. Die jüngste Reform halten sie für eine vertane Chance.
Rechte Populisten und linke Verfechter sozialer Gerechtigkeit sind vom gleichen Schlag. Sie wollen uns vorschreiben, wie wir zu leben haben.
Für manche ist er einfach „der nette Kommunist von nebenan“, andere sehen ihn ganz anders. Linken-Fraktionsvorsitzender Willi van Ooyen ist gerade 70 geworden. Bald sagt er dem Landtag adé.
Entweder wir humanisieren die Globalisierung, oder die Globalisierung enthumanisiert Europa. Nur wenn wir wieder unsere Gemeinsamkeiten sehen, können wir Gerechtigkeit, Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit schaffen.
Hannelore Kraft will bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl vom Hype um Martin Schulz profitieren. In ihrem Wahlprogramm setzt sie allerdings auf Bewährtes.
Politiker lieben die Umverteilung. Obwohl sie großen Schaden anrichtet. Der Staat und die Abgabepflichtigen sind schon jetzt überfordert. Warum es so verführerisch ist, mehr zu verteilen als zu produzieren.
Nahezu 6 Millionen Kinder sterben jedes Jahr – vor allem in ärmeren Ländern und primär an vermeidbaren Ursachen. Deutschland kann Know-how und finanzielle Unterstützung leisten. Ein Gastbeitrag.
Die gute wirtschaftliche Entwicklung lässt die Einkommen der Deutschen steigen. Das gilt aber nicht für alle.
Nach dem Verzicht Gabriels auf die Kanzlerkandidatur macht sich Martin Schulz bereit für die Auseinandersetzung mit der Amtsinhaberin Angela Merkel. Und geht gleich in die Offensive.
Die Zukunft der Marktwirtschaft in der jetzigen Form steht auf dem Spiel, schreibt Ökonomie-Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz. Was Unternehmen jetzt tun sollten. Ein Gastbeitrag.
Der britische Ökonom Tony Atkinson hat wie wenige andere die Wirtschaftslehre vorangebracht. Nun ist er gestorben. Ein Nachruf.
Die Orientierung der politischen Linken an sozialer Gerechtigkeit wird erst glaubwürdig, wenn sie Ausdruck einer integrativen Politik ist. Deren Grundlage ist die Idee, dass die ökonomische Dynamik der Märkte für das Wohlergehen der vielen eingesetzt werden muss.
25 Jahre nach der Erfindung des Euros warnt Bundesbankpräsident Jens Weidmann im Gespräch mit der F.A.S. vor gefährlichen Nebenwirkungen niedriger Zinsen. Dass dadurch die Ungleichheit schlimmer wird, bestreitet er aber.
Schon jetzt werden Männer und Frauen weitgehend gleich bezahlt. Ungleichheit hat verschiedene Gründe. Doch das interessiert die alles plattmachende Koalitionswalze nicht.
Neue Töne auf dem Parteitag der Konservativen: Premierministerin Theresa May attackiert Unternehmenschefs - und will „die Gerechtigkeit in Großbritannien wiederherstellen“.
Wo es große Einkommensunterschiede gibt, sind auch die Armen eher gegen Umverteilung. Verblüffend? Ein italienischer Soziologe hat diese These überprüft.
Die Grünen diskutieren Steuerreformen, um soziale Gerechtigkeit durchzusetzen. Wie genau, ist in der Partei immer noch strittig. Konsens ist jedoch, Steuern zu erhöhen statt zu senken.
Viele Deutsche finden die soziale Ungleichheit zu hoch. Lassen sie sich wirklich von der Wohlfahrtsindustrie hinters Licht führen?
Das "Elefanten-Chart" soll die Ungleichheit zeigen und den Aufstieg Donald Trumps erklären. Doch jetzt wird klar: Es hat seine Tücken.