Verfassungsgericht kippt Kopftuchverbot
Die Schulgesetze mehrerer Bundesländer sind laut einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht mit der Religionsfreiheit vereinbar. Ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrerinnen ist rechtswidrig.
Die Schulgesetze mehrerer Bundesländer sind laut einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts nicht mit der Religionsfreiheit vereinbar. Ein pauschales Kopftuchverbot für Lehrerinnen ist rechtswidrig.
Das österreichische Islamgesetz ist kein Vorbild für Deutschland. Es steht in der Tradition des Obrigkeitsstaates.
Nach der Abstimmung über das Islamgesetz in Österreich gibt es auch in Deutschland eine Debatte über vergleichbare Regelungen. Viele Forderungen sind rechtlich nicht durchsetzbar. Zudem fehlt es auf muslimischer Seite an einem geeigneten Ansprechpartner.
Wir haben Europa nicht von Hitler zurückerobert, um es jetzt kampflos aufzugeben. Warum wir Juden gerade nach den Anschlägen von Paris und Kopenhagen nicht nach Israel auswandern sollten. Ein Gastbeitrag.
Sie gilt als Treffpunkt gewaltbereiter Salafisten und geriet durch den Auftritt von Hasspredigern in die Schlagzeilen: Der Berliner Bezirk Neukölln will nun die umstrittene Al-Nur-Moschee schließen lassen.
Wer dem Koran Argumente für Intoleranz und Krieg entnehmen will, wird fündig – wenn er sich plump an den Buchstaben hält und den historischen Kontext vergisst. Man sollte ihn nicht als Buch, sondern als Diskurs lesen. Ein Gastbeitrag.
Dänemark ringt nach den Attentaten in Kopenhagen um Fassung. Die Rückkehr zur Normalität wird nicht leicht. Die extremen Stimmen melden sich schon.
Der beliebte Bischof der papsttreuen „Untergrundkirche“ Cosma Shi Enxiang ist 14 Jahre nach seiner Verhaftung für tot erklärt worden. Seine Todesnachricht macht auf die weiterhin prekäre Lage der illegalisierten Katholiken in China aufmerksam.
Eine Arbeitnehmerin will aus religiösen Gründen im Büro ein Kopftuch tragen. Das darf sie. Denn die Glaubens- und Religionsfreiheit im Betrieb geht vor. Doch auch hier gilt: Keine Regel ohne Ausnahme.
In Pakistan verfolgen Islamisten immer häufiger religiöse Minderheiten. Ermutigt werden sie durch ein aberwitziges Blasphemiegesetz. Der Staat schaut ohnmächtig zu.
Die von Angela Merkel bekräftigte Aussage des ehemaligen Bundespräsidenten Wulff über den Islam und Deutschland sorgt weiter für Kontroversen. Auch Kardinal Karl Lehmann ist nicht glücklich über den Satz.
Die Handhabung des „Blasphemie“-Paragraphen 166 durch die Justiz ist völlig unbefriedigend. Diffamierung von Religion im Namen von Meinungs-, Presse- und Kunstfreiheit kennt in Deutschland praktisch keine Grenzen.
Der amerikanische Präsident macht sich bei einem Besuch in Indien für ein friedliches Miteinander aller Religionen stark. Auch die Gleichstellung der Frau ist ihm ein Anliegen.
Die Spaßgesellschaft, die nichts ernst nimmt und der nichts heilig ist, stößt auf heiligen Ernst, der keinen Spaß versteht und der sie für gottlos und dekadent hält.
Der saudische Blogger Raif Badawi trat für die Religionsfreiheit ein. Dafür wurde er zu tausend Peitschenhieben verurteilt. Jetzt soll die Folter angeblich unterbrochen werden.
Es könnte so einfach sein. Das Integrationskonzept der Stadt Frankfurt findet klare Worte zu gesellschaftlichen Parallelwelten. Doch in der Debatte um ein Burka-Verbot ignorieren die örtlichen Politiker das Papier. Haben sie es etwa vergessen?
Wie halten wir es mit einem Burka-Verbot? CDU und Grüne im Frankfurter Römer streiten sich darüber, auch sechs Monate Bedenkzeit haben nicht geholfen.
Besonders in den Vereinigten Staaten verzichteten viele Medien darauf, die Mohammed-Karikatur auf dem Titel der jüngsten Ausgabe von „Charlie Hebdo“ zu zeigen. Der Chefredakteur des Satiremagazins hat sie jetzt dafür kritisiert.
Was sagen Muslime zum Attentat auf „Charlie Hebdo“? Wie empfinden sie Karikaturen über den Propheten Mohammed? Gläubige von drei Frankfurter Moscheen gewähren Einblick.
In Amerika darf jeder fast alles sagen – viele Medien ziehen aber Grenzen und zensieren sich selbst. So druckten nur wenige Medien den Titel von Charlie Hebdo.
Die Parteien diskutieren über die Abschaffung der Bekenntnisbeschimpfung. Die großen Kirchen in Deutschland befürworten eine Beibehaltung des Status quo.
Das Heft von „Charlie Hebdo“, das nach dem Massaker an der Redaktion erscheint, gibt ein Rätsel auf. Und provoziert noch in der Trauer. Eine Botschaft ist klar: Satire überlebt.
Der Weg zur Reform: Was im Christentum gelang, sollte auch im Islam möglich sein. Die vielen liberalen Traditionen sind durchaus geeignet, um sie auf die Gegenwart zu übertragen.
Internetseiten, die das Titelbild der neuen „Charlie Hebdo“-Ausgabe mit einem weinenden Mohammed zeigen, sollen in der Türkei gesperrt werden. Das ordnete ein Gericht an. Im Land druckte nur die „Cumhuriyet“ die Karikatur nach.
Die Morde von Paris schüren nicht nur Hass und Rassismus, sie bereiten auch den Weg für Freiheitseinschränkungen. Zensur und Überwachung nehmen zu.
Die Mahnwache am Brandenburger Tor wurde zu einem beeindruckenden Signal für religiöse Toleranz und gegen Terror. „Die Terroristen wollten uns spalten. Erreicht haben sie das Gegenteil. Sie haben uns zusammengeführt“, sagte Bundespräsident Gauck.
Der AfD-Vorsitzende Bernd Lucke kritisiert, dass sich die Kanzlerin dem vom früheren Bundespräsidenten Christian Wulff geprägten Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ angeschlossen hat: „Nicht jedes komplexe Problem kann man in fünf Worten erledigen.“
Zu sagen, der Islam sei friedliebend, damit ist es nicht getan. Denn die Täter von Paris hatten einen religiösen Bezug. Aber es kam noch etwas hinzu. Zur Anatomie einer mörderischen Frömmigkeit.
München, Hannover, Leipzig, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Saarbrücken, Schwerin - insgesamt rund 100.000 Menschen sind in deutschen Städten auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Pegida zu setzen. Mancherorts wird der Marsch der Islamfeinde ausgebremst.
Soll es Frauen in Deutschland per Gesetz verboten sein, die Burka zu tragen? Die Parlamente in Frankreich und Belgien haben es so gewollt – mit zweifelhaften Begründungen und fragwürdigen Folgen.
Ein sehr persönlicher Rückblick des Bischofs von Mainz auf Ereignisse und Gestalten des Jahres 1965.
Bundespräsident Joachim Gauck hat den Terroranschlag in Paris verurteilt und dazu aufgerufen, demokratische Werte wie Versammlungs- und Religionsfreiheit entschlossen zu verteidigen. „Wir sind Charlie!“, sagte er.
Am Abend gibt es die erste Pegida-Demonstration in Köln. Aus Protest dagegen bleibt der Dom dunkel. Dompropst Norbert Feldhoff ist erschüttert über die Reaktionen.
Deutsche Politiker sprechen von einem wichtigen Signal für die Religionsfreiheit: Erstmals seit der Gründung der Republik hat die türkische Regierung den Bau einer neuen christlichen Kirche genehmigt.
Neujahrsansprachen von Angela Merkel sind gewöhnlich grauenhaft. Dieses Mal ist alles anders: Die Kanzlerin macht kräftig Politik. Nötigt die AfD. Und löscht mit einem Schlag die Opposition im Bundestag aus.
Gegen Christen und Muslime: Radikale wollen aus Indien einen „reinen“ Hindu-Staat machen. Die Nationalisten sehen ihre Stunde gekommen.