Die Anti-IS-Religion
In Irakisch-Kurdistan erstarkt der Zoroastrismus, eine der ältesten Religionen der Welt. Viele sehen darin eine Reaktion auf den IS-Extremismus.
In Irakisch-Kurdistan erstarkt der Zoroastrismus, eine der ältesten Religionen der Welt. Viele sehen darin eine Reaktion auf den IS-Extremismus.
Unsere unpassenden Kategorien zwingen in Europa Gestrandete dazu, irgendwie illegal zu sein. Dass der „Wirtschaftsflüchtling“ so viel Hass auf sich zieht, liegt in einer unhaltbaren Unterscheidung. Ein Gastbeitrag.
Anders als etwa in den Vereinigten Staaten oder in Skandinavien hatte sich der Protestantismus in Deutschland mit der Demokratie als Staatsform ungleich schwerer getan. Manches Ressentiment ist noch heute zu spüren.
Vor zweihundert Jahren gründeten Auswanderer aus Württemberg ein Dorf im Kaukasus. Jetzt entdeckt der Ort Göygöl in Aserbaidschan seine deutsche Vergangenheit wieder. Und man versucht zu verstehen, was das eigentlich ist: Heimat.
Ein Freidenkerclub ist keine Kirche: Wie ein Gericht in München eine Klage gegen den Rundfunkbeitrag ablehnt und dabei einiges klärt - über Gott und die Welt. Vor allem über Bayern.
Wir können die Zäune noch so hoch machen, wir können uns noch so sehr um die Integration der in Europa Strandenden bemühen: Das Problem wird fortgeschrieben. Es gilt, die Ursachen zu bekämpfen.
Der Dalai Lama bereist das Freundesland Hessen. Im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt gibt es Tee, frisches Obst und Schoko-Käfer. Aber auch Protest: „False Dalai Lama, stop lying“.
Der Bundesrepublik Deutschland wird vorgeworfen, die Untersuchung diskriminierender Angriffe sei „nach wie vor unzulänglich“. Dieser Vorwurf von Amnesty International ist ungeachtet der Mängel bei den Ermittlungen zu den NSU-Morden in dieser Pauschalität unhaltbar.
Frauke Petry hat Bernd Lucke vertrieben und die Macht in der AfD errungen. Nun müsste sie die Partei befrieden. Doch sie bleibt im Kampfmodus.
Zu seinem 80. Geburtstag nach dem tibetischen Mondkalender konnten die Anhänger des Dalai Lama nur heimlich beten. An diesem Montag erreichen ihn auch offizielle Glückwünsche –allerdings nur aus dem Westen.
Was finden die Griechen an der linken Regierungspartei Syriza und ihrem Ministerpräsidenten Alexis Tsipras? Ein junger Mann aus Athen erzählt, weshalb er für Tsipras gestimmt hat – und warum er es am Sonntag beim Referendum über Brüssels Sparprogramm wieder tun wird.
Das kürzlich gegründete „Muslimische Forum Deutschland“ will den humanistisch orientierten Muslimen eine Stimme verleihen. Die Idee sorgt für Aufsehen, doch was steckt dahinter?
In Dänemark ist der Ton in der Integrationsdebatte oft rauh. Vor den Wahlen an diesem Donnerstag ist er noch schärfer geworden. Manche finden das nur ehrlich, andere verletzend. Beobachtungen aus einem aufgewühlten Wahlkampf.
Ist „der Westen“ in Gefahr, vom Islamismus unterworfen zu werden - oder gar im Begriff, sich ihm selbst zu unterwerfen? Eine Kulturkritik
Bei seinem Besuch in Sarajevo hat Papst Franziskus zum 20. Jahrestag des Dayton-Abkommens zur Versöhnung aufgerufen. Zugleich beklagte er ein „Klima des Krieges“, das weltweit geschürt werde.
Warum nur tun sich die Kirchen so schwer mit der Wirtschaft? Auf vielen evangelischen Veranstaltungen wird viel zu pauschal die Wirtschaft für das Leid der Welt verantwortlich gemacht. Ein Gastbeitrag von Nikolaus von Bomhard, dem Chef der Munich Re.
Lange schien es so zu sein, dass die Maximen der strafrechtlichen Aufklärung - Säkularisierung, Liberalisierung, Humanisierung, Rationalisierung - als
Ein pakistanischer Student hat ein blasphemisches Mohammed-Video gedreht, für das ihm in Pakistan die Todesstrafe droht. Veröffentlicht wurde es just, als er sich in Deutschland aufhielt. Nun hat er Asyl beantragt, fühlt sich aber immer noch nicht sicher.
Der Vatikan und der „Staat Palästina“ stehen kurz vor dem Abschluss eines Staatsvertrages. Darin sollen den katholischen Christen unter den Palästinensern weitgehende Freiheitsrechte zugesichert werden.
Vor genau einem Jahr wurde er von einem saudi-arabischen Gericht verurteilt, im Januar wurde der Blogger Raif Badawi vor einer johlenden Menge öffentlich gefoltert. Auch heute hätte es wieder so weit sein können.
Selbst ernannte Mudschahedin haben eine Ausstellung in Texas attackiert. Dort sprach zur Prämierung einer Islam-Karikatur der niederländische Islamgegner Geert Wilders. Galt ihm der Anschlag?
Hier leben die Träume, Ängste, Falschheiten und auch die Wahrheiten der Deutschen auf sehr engem Raum mit sehr vielen Ausländern: mit der neuen Bezirksbürgermeisterin unterwegs in Neukölln.
Gegen die Feinde im Inneren wird es immer schwerer, die mühsam erkämpften Errungenschaften des freiheitlichen Verfassungsstaates zu verteidigen. Deshalb ist es an jedem einzelnen Bürger, für ihn einzustehen.
Die öffentliche Präsenz von Religion in Deutschland bewegt sich in diesen Tagen zwischen Trost und Terror. Soll sie deshalb Privatsache werden - oder ihr Wahrheitspotential offensiver zur Geltung bringen? Eines ist sicher: Mehr denn je brauchen wir in Deutschland wie in Europa Orte und Zeitpunkte der öffentlichen Auseinandersetzung mit Religion.
Das deutsche Beamtenrecht kennt seit langem Amtsträger, bei denen die Ausübung des Amtes in politischer Grundübereinstimmung mit der Regierung stehen muss. Sind in dieser oder anderer Weise religiös und politisch gebundene öffentliche Ämter verfassungsrechtlich legitim?
Was aus dem Kopftuchbeschluss des Bundesverfassungsgerichts folgt: Die Ausübung der Religionsfreiheit endet an ihrer öffentlichen Missbilligung - der Zugang zum Schutzraum Schule kann durch Protest blockiert werden.
Ein neues Gesetz in Indiana schlägt hohe Wellen. Gegner des Gesetzes behaupten, es erlaube privaten Geschäftsleuten, homosexuelle Kunden nicht zu bedienen. Die Empörung ist so groß wie selbstgerecht. Denn das wahre Problem liegt woanders.
Das Karlsruher Urteil wird den Schulalltag verändern. Die Darstellung christlicher Traditionen wird darin zum Widerspruch zum Neutralitätsgebot der Schule erklärt. Wird die Schule auch hier laizistisch werden?
Weil Rechtsextreme vor seinem Wohnhaus demonstrieren wollten, trat der Bürgermeister von Tröglitz zurück. Im Ort jedoch fürchtet man sich eher vor Ausländern – sehr zur Freude der NPD.
Was hat das Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil, das Lehrerinnen zubilligt, Kopftuch zu tragen, getan? Es wirft den Kampf muslimischer Frauen um Selbstbestimmung auf fatale Weise zurück. Ein Gastbeitrag.
Nach der Aufhebung des Verbots ist vor dem Streit. Warum es gut ist, dass wir nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts wieder über die Bedeutung des Kopftuchtragens diskutieren (müssen).
Nach internen Unstimmigkeiten hat sich die AfD-Führung zu einer gemeinsamen Stellungnahme zum Kopftuch-Urteil aus Karlsruhe durchgerungen. „Bei allem Respekt“ wird das Urteil nun kritisiert.
Sollen Lehrer als Bannerträger für Weltanschauungen und Religionen herhalten? Dann lebten wir wirklich in einem Obrigkeitsstaat. Davon aber gibt es anderswo schon genug.
Zwölf Jahre lang haben kopftuchtragende Frauen das Grundgesetz gegen das Bundesverfassungsgericht verteidigt. Für sie ist das Kopftuch-Urteil des 2. Senats eine Genugtuung, aber keine Befreiung. Befreit haben sie sich schon selbst.
Das Bundesverfassungsgericht hatte bei seiner Entscheidung, muslimischen Lehrerinnen das Tragen von Kopftüchern zu erlauben, das wichtige Grundrecht auf Religionsfreiheit im Blick.
Am Freitag will das Bundesverfassungsgericht verkünden, ob Lehrerinnen doch mit Kopftuch unterrichten dürfen. Durch eine Panne ist das Urteil jetzt schon bekannt.