Päpste sagen nur selten „sorry“
Franziskus hat es gegenüber Indigenen in Kanada getan. Die Päpste vor ihm waren aber überaus sparsam mit Bitten um Vergebung. Vor allem der Schutz der Institution war immer überaus wichtig.
Franziskus hat es gegenüber Indigenen in Kanada getan. Die Päpste vor ihm waren aber überaus sparsam mit Bitten um Vergebung. Vor allem der Schutz der Institution war immer überaus wichtig.
Der Lac Sainte Anne See in der Provinz Alberta gilt nicht nur bei der indigenen Bevölkerung als heilig, sondern hat auch für die römisch-katholische Kirche eine besondere Bedeutung. Papst Franziskus Hauptanliegen auf seiner Kanada-Reise ist das Bitten um Vergebung für die Vergehen katholischer Bedienstete an indigenen Kindern.
Wegen des Streiks bei der Lufthansa werden hunderte Flieger ausfallen. Und Papst Franziskus bittet in Kanada für Missbrauch und Gewalt an katholischen Internaten um Vergebung. Alles Wichtige im F.A.Z. Frühdenker.
In Kanada sollten Indigene an die „christliche Zivilisation“ herangeführt werden. Für das erlittene Leid hat Papst Franziskus nun um Verzeihung gebeten.
Seit Sonntag befindet sich Papst Franziskus auf einer fünftägigen Reise nach Kanada. Er bedauere die Mitwirkung der Kirche an „kultureller Zerstörung“ der indigenen Gesellschaften. In Kanada traf der Papst auch direkt auf Indigene-Vertreter.
Der Vatikan hat sich eine neue Anlagestrategie gegeben. Sie zielt auf Applaus ab, ist aber zutiefst scheinheilig.
Er bedauere die Mitwirkung der Kirche an „kultureller Zerstörung“, so Franziskus bei einem Besuch in dem Ort Maskwacis. Dort trifft der Papst Indigenen-Vertreter.
Am Sonntag ist Papst Franziskus am Flughafen von Edmonton in Kanada begrüßt worden. Im Mittelpunkt seiner Reise soll eine Entschuldigung stehen.
Die Deutschen kaufen exzessiv Heizlüfter. Tunesien stimmt über eine neue Verfassung ab. Und Vorwürfe überschatten den Auftakt der Bayreuther Festspiele. Alles Wichtige im F.A.Z.-Frühdenker.
Für den Papst ist diese Reise von großer Bedeutung. Bei seinem Besuch in Kanada wird Franziskus die Indigenen um Vergebung für das Verhalten der katholischen Kirche bitten.
Die jüngste Erklärung aus dem Vatikan zum Reformprojekt Synodaler Weg hat den Streit zwischen dem Vatikan und der katholischen Kirche in Deutschland neu befeuert.
Kein Sonderweg für deutsche Katholiken: Laien und Bischöfe zeigen sich erstaunt über die Rüge, die der Vatikan erteilt hat – aus ihrer Sicht beweist der Brief des Papstes „keinen guten Stil“.
Seit Jahrhunderten wird die Tragödie um Abtreibungen auf politischen Bühnen aufgeführt. Hinter der jüngsten Entscheidung des amerikanischen Supreme Court verbirgt sich ein Familienmodell, das schon zu Zeiten seiner Entstehung verlogen war.
Der Mitgliederrückgang in den Kirchen setzt die Theologie unter Reformdruck. Auf staatliche Schutzgarantien kann sie sich nicht mehr verlassen. Ein Gastbeitrag.
Bislang hat sich der Kreml gegen einen Besuch des Papstes gesperrt. Das könnte sich nun ändern, sagte Franziskus in einem Interview. Auch zu den Gerüchten über einen Rücktritt und eine Krebserkrankung äußerte er sich.
„Wer abtreibt, tötet“: Papst Franziskus hatte schon vorher in harschen Worten Schwangerschaftsabbrüche kommentiert. Jetzt geht er auf das Urteil des Supreme Court in den USA ein.
Der Vatikan verkauft eine umstrittene Luxusimmobilie in London mit 134 Millionen Euro Verlust. Spendengelder wurden bei dem Geschäft offiziell nicht eingesetzt.
Wie groß die Summen sind, die die deutschen Bistümer als „Peterspfennig“ an den Vatikan überweisen, war bislang nur ungefähr bekannt. Die F.A.Z. hat erstmals die Gesamtsumme ermittelt.
Tesla-Chef Elon Musk gilt als unreligiös. Warum der reichste Mann der Welt diese Woche das Oberhaupt der katholischen Kirche aufsuchte bleibt unklar.
Die Vatikanzeitung „L'Osservatore Romano“ ist bekannt, jetzt kommt der „L'Osservatore di Strada“ hinzu. Ein Blatt, produziert von denen, die am Rand der Gesellschaft stehen. Sie sollen in den Mittelpunkt rücken.
Die Menschen leiden, der Erzbischof bittet den Papst um Hilfe. Die Misswirtschaft der Regierung hat die strategisch wichtige Insel in den Abgrund geführt.
Jedes Jahr bittet der Vatikan zum Namensfest von Peter und Paul um den sogenannten Peterspfennig. Eigentlich soll er unmittelbar in Hilfsprojekte fließen. Aber dort kam 2021 nur ein kleiner Teil an.
Der Papst bittet die Gläubigen um Unterstützung für das ukrainische Volk. Zur russischen Aggression bleibt er aber undeutlich. Vielleicht sollte er sich an Ort und Stelle ein Bild machen.
Der ehemalige Kanzler des Erzbistums Santiago muss für 15 Jahre ins Gefängnis, entschied ein Gericht in Chile. Der 60 Jahre alte Oscar Munoz soll mehrere Minderjährige wiederholt vergewaltigt haben.
Der Ukrainekrieg sei zu komplex um zwischen „Guten und Bösen“ zu unterscheiden, sagt Papst Franziskus. Er berichtet von einem Treffen mit einem Staatschef vor dem russischen Überfall – den Namen lässt er offen.
Kardinal Woelki will aus freien Stücken um etwas gebeten haben, was Papst Franziskus ihm gegen seinen Willen abgerungen hat. Einer führt die Öffentlichkeit hinter die Fichte.
Papst Franziskus will sich mit der Entscheidung über das Rücktrittsangebot des Kölner Kardinals Woelki Zeit lassen. Zum katholischen Reformprojekt „Synodaler Weg“ sagt er, man brauche nicht zwei evangelische Kirchen.
Mario Draghi galt einst als Mann der Wirtschaft. Doch im Ukrainekrieg schreckt er nicht davor zurück, Erdölkonzerne höher zu besteuern. Anders als in Deutschland gibt es darüber kaum Diskussionen.
Die Region Ondo in Nigeria galt bisher als friedlich. Aber nun erschüttert Terror während des Pfingstgottesdienstes die Stadt Owo.
Oft heißt es, Papst Franziskus habe im Kardinalskollegium die Position der Weltkirche gegenüber dem Vatikan gestärkt. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall.
In Stuttgart wurde so freimütig debattiert wie seit 1968 nicht. Doch die Zeit läuft der katholischen Kirche davon.
Der im Alter von 94 Jahren verstorbene Kardinal Angelo Sodano diente unter den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. als Staatssekretär. Er galt damit als Nummer zwei im Kirchenstaat.
Den Katholikentag in Stuttgart dominiert das Thema sexueller Missbrauch. Doch es ist nicht die einzige Ursache der Krise der katholischen Kirche in Deutschland.
Die Austrittswelle aus der Kirche reißt nicht ab: Bald wird nicht mehr jeder Zweite in Deutschland katholisch oder evangelisch sein. Und pünktlich zum Kirchentag in Stuttgart kommen neue Vorwürfe und Rücktritte.
Kardinal Matteo Zuppi gilt als progressiv. Zu seinen größten Herausforderungen gehört die überfällige Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in Italien.
Schon zum Auftakt ist gewiss, dass der 102. Deutsche Katholikentag nicht an vergangene Erfolge anknüpfen kann. Die Veranstalter verweisen auf die Corona-Pandemie, den Krieg in der Ukraine - und die Krisenstimmung in der katholischen Kirche.