Leserbriefe vom 12. März 2025
Macrons Angebot +++ Über Atomwaffen nachdenken +++ Juden in Deutschland +++ Friedensordnung mit Palästina
Macrons Angebot +++ Über Atomwaffen nachdenken +++ Juden in Deutschland +++ Friedensordnung mit Palästina
Die 92 Jahre alte Zeitzeugin des Holocaust hat das Ehrensiegel in Silber, die höchste Auszeichnung der Jüdischen Gemeinde Frankfurt erhalten. Am Ende einer bewegenden Feierstunde singt Eva Szepesi ein Lied aus ihrer Kindheit.
Der gefeierte indische Intellektuelle Pankaj Mishra hat ein Buch über „Die Welt nach Gaza“ geschrieben. Seine postkoloniale Perspektive auf Israel ist vernichtend.
Das Bemühen um die jüdische Identität im Habsburger-Reich war eines um Anerkennung des Jiddischen als „landesübliche“ und als Literatursprache.
Am Holocaust-Gedenktag haben wir unseren Film „Die Ermittlung“, der sich fiktionalisiert mit den ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess auseinandersetzt, in Tel Aviv gezeigt. Bericht über eine Reise in ein aufgewühltes Land.
Tom Segev stellte das Selbstbild seines Staates in seinen Büchern beharrlich auf die Probe. Jetzt wird der Journalist und Historiker achtzig Jahre alt.
Holocaust und Heilung: Die Malerin Bracha Lichtenberg Ettinger in der Düsseldorfer Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
Sie war die wohl älteste Überlebende des Holocaust. Nun ist die Amerikanerin Rose Girone im Alter von 113 Jahren gestorben.
Faszination am Bösen und ein Pathos des radikalen Bruchs: Bruno Chaouat geht der Frage nach, wie die Auslegung französischer Theorie dem erstarkenden Antisemitismus Vorschub geleistet hat.
Im vergangenen Dezember wurde ein Grabfund aus der Römerstadt Nida vorgestellt und als das älteste authentische christliche Zeugnis nördlich der Alpen eingestuft. Gegen diese Deutung regt sich nun Widerstand. Zu Recht?
Am Freitagabend wurde ein Tourist in Berlin angegriffen und schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter ist ein syrischer Flüchtling. Ermittlern zufolge wollte er „Juden töten“.
Makkabi-Präsident Alon Meyer klagt über eine Zunahme von antisemitischen Übergriffen im Freizeitsport. Viele Sportler hätten Angst, einen Trainingsanzug mit Davidstern zu tragen.
Bis kurz vor seinem Tod warnte er vor einem „Tsunami von Antisemitismus“. Jetzt ist der Holocaust-Überlebende Marian Turski im Alter von 98 Jahren gestorben.
Aby Warburg analysiert Antisemitismus und Ritualmordlegenden. Seine Beobachtungen und Ängste reflektieren die Geisteskrise Europas.
Juden in Deutschland +++ Wahlkampf in Deutschland +++ Grundsteuer +++ Kritik an Wahlberichten
Die Angst der Minderheiten ist eine andere als die der Mehrheit: Das Jüdische Museum in Wien zeigt, wie dieses Gefühl die von ihm Befallenen sowohl schützen wie verführen kann.
Gottesdienste und Feste unter Polizeischutz, Provokationen schon im Kindergarten: Mitglieder der Jüdischen Gemeinde in Wiesbaden haben nicht das Gefühl, ihre Religion offen leben zu können. Den Slogan „Nie wieder ist jetzt“ halten sie mittlerweile für eine Worthülse.
Die rituellen Vergemeinschaftungen in der Debatte über Antisemitismus an den Hochschulen fördern das Ressentiment und zerstören Freiheitsräume.
Der Fund eines Amuletts aus dem dritten Jahrhundert in einem Grab auf dem Gebiet der römischen Stadt Nida wurde als Sensation gefeiert. Es verspricht demjenigen Schutz, der sich zu Christus bekennt. Was sagt es über den Glauben seines einstigen Trägers?
Jahrzehntelang haben viele der wenigen Juden in Deutschland diese Frage gestellt. Ab der Wiedervereinigung klang sie ab und schien vergessen. Als Folge des neuen, fast tsunamihaften Antisemitismus der vergangenen Jahre trifft sie uns Juden erneut. Was tun?
Die Hamas hat drei sichtlich geschwächte Männer freigelassen. Der Zorn richtet sich teils auch gegen den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu.
Vor einem Jahr hatte sich der Rapper für antisemitische Äußerungen entschuldigt, nun hetzt er wieder. Jüdische Organisationen warnen vor seinen „Hasstiraden“ – und dem Einfluss, den er auf seine Anhänger ausübt.
Nur eine Verlängerung von Hitlers Methoden durch einen Unrechtsstaat? Wie der ehemalige bosnische Präsident Alija Izetbegović den Nahostkonflikt beschrieb. Und wie seine Texte bis heute weiterwirken.
Läuterung im zweiten Kriegserlebnis: Kai Sina widmet sich in der Studie „Was gut ist und was böse“ der Rolle Thomas Manns als politischer Aktivist.
Die Verantwortung für die Ermordung von sechs Millionen Juden in Deutschland vergeht nie. Sie bedeutet auch, hier und heute Antisemitismus zu erkennen und beim Namen zu nennen.
Kulturstaatsministerin Claudia Roth will Schiedsgerichte einrichten, um die Restitution von NS-Raubkunst zu erleichtern. Tatsächlich aber könnte ihre Reform das Gegenteil bewirken.
Der Zeitzeuge Roman Schwarzman aus Odessa zieht Parallelen zur Gegenwart in der Ukraine. Auch Bundespräsident Steinmeier warnt: Die Erinnerung an die Schoa dürfe nicht enden.
Der Streit über die Antisemitismus-Definition der International Holocaust Remembrance Alliance entzweit Politik und Universitäten. Doch die alternativ beworbene Jerusalemer Erklärung hat viele Leerstellen.
Der Bundestag will eine eigene Resolution gegen Antisemitismus an Hochschulen beschließen. Dies wäre ein nicht zu rechtfertigender Misstrauensbeweis.
Der Fotograf Martin Schoeller hat Holocaustüberlebende porträtiert, seine Serie „Survivors“ wird nun in der Europäischen Zentralbank in Frankfurt gezeigt. Bei der Ausstellungseröffnung warnt ein Überlebender vor neuem Judenhass.
Am 80. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz haben EZB-Präsidentin Christine Lagarde und Oberbürgermeister Mike Josef an die Deportationen Frankfurter Juden erinnert.
Das Gedenken an zwei Völkermorde vereint heute Juden, Deutsche und Ruander. Es wäre verfehlt, die Leiden gegeneinander auszuspielen.
In New York eröffnet zum Holocaust-Gedenktag eine Ausstellung über Anne Frank, für die das Versteck im Amsterdamer Hinterhaus originalgetreu nachgebaut wurde.
Für „wehret den Anfängen“ ist es in Deutschland inzwischen zu spät. Deshalb müssen wir jetzt handeln, damit „nie wieder Auschwitz“ Wirklichkeit bleibt.
Auch elf Jahre nach dem Anstoß steht noch nicht fest, wann Großbritannien ein Holocaustmahnmal bekommt. Premierminister Starmer ringt um eine Lösung – wie seine Vorgänger.
In den Vernichtungslagern Treblinka, Bełżec und Sobibór wurden ebenso viele Menschen ermordet wie in Auschwitz. Warum bestimmt gerade dieses Konzentrationslager unser Bild von der Schoah?