Geschichten der Lebenden
Vor 80 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Es gibt nur noch wenige, die vom Schrecken des Judenmordes erzählen können. Und in deutschen Familien verblassen die Erinnerungen an die Täter.
Vor 80 Jahren wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Es gibt nur noch wenige, die vom Schrecken des Judenmordes erzählen können. Und in deutschen Familien verblassen die Erinnerungen an die Täter.
Merz will im Bundestag über Migrationspolitik abstimmen lassen. Die Befreiung von Auschwitz jährt sich zum 80. Mal. Und in der Bundesliga könnte es schon bald Schiedsrichter-Ansagen geben. Der F.A.Z.-Newsletter.
„Scheiß Juden“-Rufen, Beschimpfungen in den sozialen Netzwerken: Das Jüdische Museum in Frankfurt berichtet von einer Zunahme antisemitischer Vorfälle.
Zum 80. Mal jährt sich am 27. Januar die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz. Das Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart startet mit über 50 Kooperationspartnern eine Kinoinitiative.
Die polnische Jüdin Leokadia Justman entkommt den Nazis und überlebt in Innsbruck den Holocaust. Das verdankt sie auch österreichischen Helfern.
Eva Szepesi überlebte als junges Mädchen das Konzentrationslager Auschwitz. Über den Holocaust hat die Zweiundneunzigjährige lange geschwiegen, heute spricht sie als Zeitzeugin in Schulen. Die Erfolge der AfD machen ihr große Sorgen.
Adrien Brody wurde gerade für einen Oscar nominiert. Ein Interview über seinen Film „Der Brutalist“, seine Begeisterung für Architektur – und die Bedeutung der Geschichte seiner Mutter für seine Rolle.
In einer internationalen Studie wissen die Deutschen immer noch am meisten über den Genozid an den Juden. Die Mehrheit glaubt, etwas ähnliches sei auch heute möglich.
A26877: Diese Nummer wurde Eva Szepesi vor 80 Jahren in Auschwitz in den Unterarm tätowiert. Wer wird in Schulklassen an den Holocaust erinnern, wenn es Zeitzeugen wie sie nicht mehr gibt?
Was ist in Auschwitz passiert? Spätestens von der neunten Klasse an steht in der Schule der Holocaust auf dem Lehrplan – doch auch jüngere Kinder haben schon Fragen. Worauf Eltern achten müssen.
Der Bundeskanzler spricht in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt über Auschwitz. In der anschließenden Gesprächsrunde wird klar: Juden erwarten von Politik und Gesellschaft heute mehr als gut gemeinte Worte.
Vor 80 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit, bei Gedenkveranstaltungen werden nun wieder Appelle zu hören sein. Doch das reicht nicht. Um die Erinnerung vor Angriffen von rechts und auch links außen zu schützen, ist mehr nötig.
1933 lebte in Schorndorf eine einzige jüdische Familie. Sie musste alles zurücklassen, um sich zu retten. Schüler der Johann-Philipp-Palm-Schule erzählen ihre Geschichte.
1948 wurde die Freie Universität Berlin in der Hoffnung gegründet, demokratische Führungspersönlichkeiten auszubilden. Sie sollten kommunistischen und rechtstotalitären Herausforderungen gewachsen sein. Und heute?
Die touristische Situation in Israel bleibt angespannt. Internationale Gäste bleiben aus, Fremdenverkehrsgewerbe und Hotels mussten schließen. Nur Uri Buri kocht in seinem Fischrestaurant in Akko unerschütterlich weiter. Ein Besuch.
In Assads Syrien war man als Jude ständigen Schikanen ausgesetzt. Die meisten verließen deshalb das Land. Der in Damaskus lebende Bakhour ist einer der wenigen, die blieben.
Wer Dinge darstellt, gewinnt Macht über sie: Kunst lenkt unsere Wahrnehmung. Ein Blick auf die Darstellungsformen des historischen Antisemitismus an den Beispielen Aron Abrahamsz und Joseph Süskind Oppenheimer.
Bei der Besetzung der Alice-Salomon-Hochschule durch propalästinensische Aktivisten gibt die Rektorin ein fatales Bild ab. Ihre Rechtfertigung steckt voller Widersprüche.
Woher nehmen und nicht stehlen? Hannah Pollin-Galay erzählt eine exemplarische Wortgeschichte: Das jiddische Verb „schabreven“ zeigt, welche Handlungsmöglichkeiten sich Holocaustopfer verschafften.
Sichtbeton und Glas: Der Berliner Architekt Volker Staab sorgt mit einem neuen Seminar- und Besucherzentrum für einen Perspektivwechsel auf das Haus, in dem einst der Holocaust geplant wurde.
Muslime, Christen, Hindus, Buddhisten, Juden und Atheisten leben im afrikanischen Inselstaat Mauritius einträchtig Tür an Tür. Jetzt sucht die Wissenschaft im Palmenparadies nach den Voraussetzungen für gesellschaftliche Harmonie.
Klassenkampf gegen Israel: In Norwegen wächst die Sorge um die Sicherheit der jüdischen Gemeinde, während die politische Linke ihren Ton gegenüber Israel verschärft. Historische Spannungen verstärken die antisemitischen Tendenzen.
Faschismus, Weltkrieg und deutsche Teilung galten lange als abgehakt. Aber in unseren Gefühlen leben sie weiter. Eine Historikerin erklärt, warum das so ist – und wie das Gefühl der Demütigung zur politischen Waffe werden kann.
Eine besondere Episode: In der ZDF-Serie „Soko Leipzig“ geht es um den Holocaust und den Judenhass heute. Das in einer Krimiserie zu verhandeln, gelingt erstaunlich gut.
In New York wurde eine Marmorplatte versteigert. Angepriesen als „älteste erhaltene beschriftete Tafel der Zehn Gebote“, erzielte sie fünf Millionen Dollar. Aber was hat es mit Tafel und Inschrift wirklich auf sich?
In Carpentras fanden die Juden im Mittelalter Zuflucht beim Papst. Noch heute lassen sich die jüdischen Spuren in der provenzalischen Stadt verfolgen – nicht nur in der ältesten Synagoge des Landes.
Menschenrechte gelten für Israelis und Palästinenser: Der UN-Hochkommissar verurteilt den Überfall der Hamas und Judenhass und kritisiert zugleich Menschenrechtsverletzungen durch die israelische Armee.
Wir Juden in Deutschland blicken auf ein gefährliches Jahr zurück. Die Liste an Tiefschlägen ist schier endlos. Doch das wird schulterzuckend zur Kenntnis genommen. Der Ausnahmezustand ist zum Normalzustand geworden.
Warum Theodor W. Adornos Vortrag über Antisemitismus von 1962 heute noch aktuell ist.
In Apulien führte eine Gruppe Christen ein jüdisches Leben.
Von meinen Eltern, die den Holocaust überlebten, lernte ich, Deutschland zu verachten. Bin ich bereit zur Versöhnung?
Voller Bewunderung, guter Beobachtungen und Zuneigung ist Daniel Kehlmanns Buch über den jüdischen Schriftsteller Leo Perutz. Und doch verkennt es einen entscheidenden Aspekt.
Zahlreiche NS-Gedenkstätten und Holocaust-Forscher wollen nicht länger auf Elon Musks Plattform X sein. Missbrauch und Fehlinformationen florierten dort, heißt es in einer Erklärung.
Antisemitische Einstellungen sind in der extremen Rechten tief verwurzelt. Die AfD ist da keine Ausnahme. Das zeigt eine Studie des Bundesverbands RIAS.
Die Freie Universität Berlin will eine Ausstellung über antisemitische Pogrome nicht ausrichten, weil sie die Besucher zu stark emotionalisieren könnte. Man beugt sich dem Dauerdruck der Aktivisten.
Gidon Lev hat seine Kindheit in einem Konzentrationslager verbracht – und immer wieder überlebt. Erst die Ermordung seiner Familie, später den Krebs. Warum ihn die Hoffnung nie verlassen hat.