Wem nützt der linke Antisemitismus?
In Frankreich hat der Soziologe Éric Fassin mit einer Streitschrift Aufmerksamkeit gefunden. Deren These: Der Antisemitismusvorwurf wird instrumentalisiert. Auch Deutschland nimmt er in den Blick.
In Frankreich hat der Soziologe Éric Fassin mit einer Streitschrift Aufmerksamkeit gefunden. Deren These: Der Antisemitismusvorwurf wird instrumentalisiert. Auch Deutschland nimmt er in den Blick.
In Australien ist eine Synagoge bei einem mutmaßlichen Brandanschlag nach Behördenangaben erheblich beschädigt worden. Regierungschef Anthony Albanese spricht von einem Skandal.
Angriffe auf Juden und Muslime werden öffentlich stärker wahrgenommen. Aber in Europa gibt es auch eine wachsende Zahl von Hassverbrechen gegen Christen. Das zeigt eine neue Studie.
Die Israelische Nationalbibliothek zeigt die letzte der drei großen Ausstellungen zum hundertsten Todestag Franz Kafkas. In ihr steht die Beziehung des Schriftstellers zu Judentum und Heiligem Land im Mittelpunkt.
Wie der Holocaust jüdische Familien bis heute prägt: Die Journalisten Hans Riebsamen und Rafael Herlich stellen im F.A.Z.-Tower ihr Buchprojekt „Nie gefragt – nie erzählt“ vor.
Wissenschaftler warnen vor einer Bundestagsresolution gegen Antisemitismus an den Hochschulen – mit schlechten Argumenten.
Im Frankfurter Kammerspiel sollte das umstrittene Fassbinder-Stück „Der Müll, die Stadt und der Tod“ uraufgeführt werden. Doch dazu kam es nicht. Thomas Kirn und Josef Oehrlein berichteten im November 1985 über die Besetzung der Theaterbühne.
Hans Riebsamen und Rafael Herlich stellen Ende November bei der F.A.Z. ihr Buchprojekt „Nie gefragt – nie erzählt“ vor. Sie porträtieren darin rund 30 Mitglieder aus jüdischen Familien, die den Holocaust überlebt haben.
Als Direktor der Neuen Nationalgalerie verantwortet er die Ausstellung der US-Fotografin Nan Goldin. Der Eklat um ihre antiisraelische Brandrede wird nun Klaus Biesenbach angelastet. Wer ist der Mann, der Goldin nach Berlin geholt hat?
Antisemitismus tritt seit dem 7. Oktober immer mehr in Gestalt von Hass auf Israel auf. Aber gibt es diese Haltung auch ohne Judenhass? Eine Abgrenzung ist schwierig.
Der israelisch-moldauische Rabbiner galt seit Donnerstag als vermisst. Nun bestätigt das emiratische Innenministerium den Tod des 28-Jährigen. Drei Verdächtige wurden festgenommen.
Im November 1941 wurden Tausende Menschen aus Deutschland ins litauische Kaunas deportiert und ermordet. Die Massaker markieren den Übergang zum systematischen Genozid auch der deutschen Juden.
Viele Juden sagen, dass sie bestimmte Berliner Gegenden nicht mit sichtbaren Symbolen betreten, Homosexuelle agieren teils ähnlich. Berlins Polizeipräsidentin spricht von „offener Judenfeindlichkeit“.
Menetekel mit Mängeln: Ein von Dana von Suffrin herausgegebener Band mit Einlassungen deutschsprachiger Schriftsteller zum jüdischen Leben.
Mit Assimilation reagieren viele Juden auf Hass – der Antisemitismus verschwindet trotzdem nicht. Bei einer Tagung in Frankfurt fordert der Soziologe Natan Sznaider mehr jüdische Autonomie.
Auch offen homosexuelle Menschen sollten aufmerksamer sein, sagt Barbara Slowik. Sie will keine Gruppe als Täter „diffamieren“, benennt aber die Judenfeindlichkeit in Quartieren mit vielen arabischstämmigen Bewohnern.
Der Nahostkonflikt ist der einzige Konflikt, in dem sich die Welt geschlossen positioniert und die Opfer für ihre eigene Vernichtung verantwortlich macht.
Schuld ist das Schlüsselthema der extremen Rechten – und Beleg für die zerstörerische Kraft der Identitätspolitik. Eine Dankesrede bei der Verleihung des Frank-Schirrmacher-Preises.
Edward Saids Ausführungen zum Zionismus und Antisemitismus sind voller Unschärfen. Das macht den Vordenker des Postkolonialismus aber noch nicht zum Stichwortgeber für den Israelhass an den Universitäten.
In der niederländischen Hauptstadt wurden Dutzende Israelis gejagt und verprügelt. Wie konnte es dazu kommen? Der Versuch einer Rekonstruktion – vor allem der blinden Flecken.
„Ganz unschuldig waren sie nicht an der Gewalt“, hieß es nach den Hetzjagden von Amsterdam schnell. Vielen Israelis und Juden ist dieser Topos wohlbekannt. Nicht nur im Sport ist eine neue Dimension erreicht.
Ein Kino in Mailand will einen Film über die italienische Holocaust-Überlebende Liliana Segre nicht zeigen – aus Sorge vor Protesten, sagt der Betreiber. Der Vorfall verursacht Empörung in Italien.
Für sein Engagement gegen Antisemitismus erhält der Geschäftsführer von Borussia Dortmund, Hans-Joachim Watzke, den Leo-Baeck-Preis. Es ist die höchste Auszeichnung des Zentralrats der Juden.
Nach den Krawallen von Amsterdam will Geert Wilders Marokkaner ausweisen. Die Opposition wirft ihm vor, Öl ins Feuer zu gießen.
Eine Koalition mit Beteiligung eines mutmaßlichen Antisemiten bringt die neue litauische Regierung in Bedrängnis. Litauens Präsident hält die Koalition für einen Fehler und bezweifelt, dass sie vier Jahre durchhält.
Mit Umweg über Peking: Wie die Kritik des eliminatorischen Kolonialismus über den Vergleich mit dem Holocaust in der namibischen Unabhängigkeitsbewegung ihre Sprache fand.
Die Gewalt gegen israelische Fußballfans in Amsterdam hat die Welt aufgeschreckt. Aber sie kam nicht aus heiterem Himmel: Anhänger von Maccabi Tel Aviv hatten mit Gesängen provoziert und ein Taxi angegriffen.
Mit Mahnwachen und Gedenkstunden wird in Frankfurt an die Novemberpogrome erinnert. Oberbürgermeister Mike Josef fordert die Zivilgesellschaft zu mehr Widerspruch gegen Judenhass auf.
Louis Malles „Auf Wiedersehen, Kinder“ von 1987 ist einer der leisesten und zärtlichsten Filme über den Alltag des Holocaust. Und einer der allerbesten. Zeit für eine Wiederentdeckung.
Die jüdische Zeitgeschichte verlief in beiden Teilen Deutschlands sehr unterschiedlich. Nach der Wiedervereinigung keimte die Hoffnung auf ein selbstbestimmtes und angstfreies Leben – bis zum Anschlag auf die Synagoge in Halle.
Bis zu seinem Tod nach einem Attentat im Mai 1942 war Reinhard Heydrich der Organisator des Holocaust. Eine Ausstellung in Berlin folgt den Stationen seines Aufstiegs und Untergangs.
In Berlin soll es zu heftigen antisemitischen Übergriffen auf Spieler des TuS Makkabi gekommen sein. In Amsterdam hat man offenbar Warnungen aus Israel vor Angriffen auf Fans von Maccabi Tel Aviv übersehen.
Der Bundestag will jüdisches Leben schützen und hat nach einem Jahr eine Resolution verabschiedet. Es gibt Sorgen vor staatlicher Einmischung – und davor, dass sie nichts verbessert.
Einige konnten sich retten, andere wurden hingerichtet oder im Lager ermordet: die Wiener Familie Waltuch und der Holocaust – eine Spurensuche, die die Schatten der Vergangenheit ins Licht der Gegenwart rückt.
Eva Szepesi hat als junges Mädchen den Holocaust überlebt. Über ihre Erlebnisse sprechen konnte sie erst 50 Jahre später. In einer Frankfurter Schule sagt sie, was sie von jungen Menschen erwartet.
Die Hetzjagden auf israelische Fußballfans machen sichtbar, was Juden schon seit Langem empfinden: Der Hass kann hinter jeder Ecke lauern. Die zerstörerische Saat der Hamas geht weiter auf.