Hans Mayers Anthropologie in Fallgeschichten
Der Literaturhistoriker Hans Mayer veröffentlichte 1975 das Buch „Außenseiter“. Wie liest es sich heute, im Licht unserer Debatten über Diversität und Marginalität?
Der Literaturhistoriker Hans Mayer veröffentlichte 1975 das Buch „Außenseiter“. Wie liest es sich heute, im Licht unserer Debatten über Diversität und Marginalität?
Der Jerusalemtag ist zur Machtdemonstration religiöser Nationalisten in Israel geworden. Friedensaktivisten halten mit kleinen Gesten der Solidarität dagegen. Eindrücke aus der Altstadt.
Eine große Mehrheit der jüdischen Israelis befürwortet eine gewaltsame Vertreibung der Palästinenser in Gaza. Die Idee hat eine lange Vorgeschichte.
Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker findet für Judenhass klare, drastische Worte und verteidigt Israel vehement. Vielen spricht der CDU-Politiker damit aus der Seele. Andere sagen, er schieße übers Ziel hinaus.
Das Deutsche Historische Museum rekonstruiert in der außergewöhnlichen Schau „Gewalt ausstellen“ die ersten europäischen Ausstellungen über die nationalsozialistischen Verbrechen. Ein Gespräch mit Raphael Gross.
Er ist in Israel und Deutschland aufgewachsen und hat über beide Länder geschrieben: Ein Gespräch mit dem Historiker und diesjährigen Börne-Preisträger Dan Diner über die Schwäche des einen und das Dilemma des anderen Landes.
Der erschütternde Mord an einem jungen Paar in Washington zeigt, wie sehr blinder Hass gegen Israelis und Juden grassiert. Doch der lässt sich nicht allein mit „toxischem Antisemitismus“ erklären.
Zur Stolpersteinverlegung für die Nachkommen des Rabbiners Markus Horovitz kommen Angehörige aus der ganzen Welt nach Frankfurt. Die Rückkehr ins Land der Täter fällt ihnen schwer.
Unter Nutzung von Pseudonymen hat der Historiker Benjamin Hasselhorn publizistisch eng mit seinem Geschichtslehrer Karlheinz Weißmann zusammengearbeitet. Weißmanns Geschichtsbild lässt sich in einem Buch für junge Leser studieren.
Geschwister unterm Weihnachtsbaum und die albanische Gastfreundschaft: Maya Klinger erzählt die abenteuerliche Geschichte von Gavra Mandil und seiner Familie für Kinder und alle anderen.
Hanna Krall feiert heute neunzigsten Geburtstag. Die polnische Schriftstellerin ist bekannt für ihre Geschichten über den Holocaust. Seit langer Zeit schon lebt sie im selben Hochhaus in Warschau, doch es hat sich Wesentliches verändert im Leben der literarischen Reporterin.
Grok, die KI von Elon Musks Firma xAI, hat auf die Frage nach dem Holocaust die Zahl von sechs Millionen ermordeten Juden angezweifelt. Das habe ein „abtrünniger“ Mitarbeiter zu verantworten, so xAI. Glauben sollte man Grok nichts.
Das Wissen über die Schoa nimmt auf dramatische Weise ab, gerade bei jungen Menschen macht sich Geschichtsrevisionismus breit.
Vorfälle von Antisemitismus einschließlich offener Gewalt, Beleidigungen und Schmierereien sind im vergangenen Jahr in Hessen um 75 Prozent gestiegen. Jüdische Gemeinden berichten über Ängste, sprechen aber auch von ermutigenden Treffen.
Die Linke hat sich gegen die in Deutschland übliche Definition von Antisemitismus gestellt und damit viel Kritik auf sich gezogen. Tatsächlich zeigt die Partei, dass sie jüdischen Pluralismus respektiert. Andere sollten ihrem Beispiel folgen.
Ab welchem Punkt ist Kritik an Israel antisemitisch? Die Linke stimmt gegen die IHRA-„Arbeitsdefinition“ und wird dafür heftig kritisiert. Dabei steht sie mit ihren Vorbehalten nicht alleine da.
Sie war die einzige Überlebende des Holocausts in ihrer Familie: Am Freitag ist Margot Friedländer gestorben. Zu ihrer Beisetzung heute in Berlin kamen viele Politiker und Prominente.
Josef Schuster vom Zentralrat der Juden spricht darüber, was rechten, linken und islamistischen Antisemitismus eint. Sollte die AfD an die Macht kommen, sieht er für jüdisches Leben in Deutschland keine Perspektive mehr.
Mit Blick auf die eigene Biographie und aktuelle politische Bezüge: Omer Bartov zu Fragen der Erforschung von Genozid und Holocaust.
Fast jeder zweite Thüringer teilt antisemistische Aussagen. Und auch die Vorbehalte gegenüber Ausländern erreichen in dem Bundesland einen neuen Höchststand.
Offen gelebte Homosexualität war in vielen jüdischen Gemeinden lange keine Selbstverständlichkeit. Der Verein Yachad bringt homosexuelle Juden zusammen, beim CSD und in der Synagoge.
In Istanbul soll es Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine geben – aber ohne Putin. In Berlin stellt Finanzminister Klingbeil die Steuerschätzung vor. In Kiefersfelden bekommt die Bundespolizei Besuch. Und Schüler wollen lieber zu Porsche als zur Bundeswehr. Der F.A.Z. Frühdenker.
Die Graphic Novel „Zeit heilt keine Wunden“ erzählt die Geschichte des Holocaustüberlebenden Ernst Grube – und von seiner Verfolgung als Kommunist in Westdeutschland. Gemeinsam mit der Zeichnerin Hannah Brinkmann stellt der Zeitzeuge den außergewöhnlichen Comic nun vor.
Auf Social Media wird der Holocaust geleugnet, Geschichte wird umgedeutet. Die AfD weiß das für sich zu nutzen. Deborah Schnabel und Eva Berendsen von der Bildungsstätte Anne Frank schildern die Lage und haben Vorschläge.
Postkarten, Fotos und Nazi-Propaganda – in Holzkisten entdecken Mitarbeiter Material, das „zur Festigung und Verbreitung der Ideologie Adolf Hitlers in Argentinien bestimmt war“. Sie wittern eine „Entdeckung von weltweiter Bedeutung“.
Vor sechzig Jahren nahmen Israel und die Bundesrepublik diplomatische Beziehungen auf. Ein Gespräch mit dem Historiker Moshe Zimmermann über den Blick beider Länder aufeinander, Antisemitismus und den HSV.
Nach Beginn des Gazakrieges trug eine Demonstrantin ein Schild mit der Aufschrift „Haben wir aus dem Holocaust nichts gelernt?“ Sie wurde jetzt wegen angeblicher Verharmlosung des Holocaust verurteilt. Gerechtfertigt?
Der Tod der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer löst allerorts große Trauer aus. Viele Politiker erinnern an ihre eindringliche Bitte: „Seid Menschen.“
Die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer ist im Alter von 103 Jahren gestorben. Eine Sammlung von Bildern, die ihr Wirken in den vergangenen Jahren zeigen.
Mit 103 Jahren ist die Holocaustüberlebende Margot Friedländer gestorben. Hannah und Raymond Ley haben 2023 einen beeindruckenden Film über sie gedreht. In der ZDF-Mediathek ist er zu sehen: „Ich bin! Margot Friedländer“.
Mit 103 Jahren ist die bekannte Zeitzeugin der Judenverfolgung im Nationalsozialismus gestorben. Margot Friedländer setzte sich bis ins hohe Alter für Demokratie sowie gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung ein.
Vor 100 Jahren lässt Hakoah Wien in Österreichs erster Profisaison die gesamte Konkurrenz hinter sich. Zuvor bringt der Fußball-Klub Antisemiten bei, „Herr Jud“ zu rufen statt übler Beleidigungen.
Die niederländische Schriftstellerin Chaja Polak hat den Holocaust überlebt. Im Interview spricht sie über die Trennung von ihren Eltern, die Spätfolgen des Leids – und ihren Blick auf den Nahostkonflikt.
Eine Nachkriegshochzeit in Weiß, in einem Kleid aus Fallschirmseide. Heute befindet es sich im Besitz der Enkelin, und unsere Autorin fragt sich: Was kann ein Kleidungsstück über Geschichte erzählen?
Der Jahrestag der Kapitulation der Wehrmacht sollte in stillem Gedenken begangen werden. Und in Wachsamkeit.
Freiheit bedeutet nicht nur, sich aus Fesseln der Gewalt zu lösen, sondern auch über sein Schicksal bestimmen zu können. Konnten das die der Hölle entkommenen Juden am 8. Mai 1945 und danach? Was der Tag für meine Eltern und Juden aus ganz Europa bedeutete.