Der Nationaldichter, den niemand kennt
Über Chaim Nachman Bialik, die prägende Gestalt der jüdischen Literatur im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts.
Über Chaim Nachman Bialik, die prägende Gestalt der jüdischen Literatur im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts.
Nachdem er wegen seiner Paulskirchenrede und des Romans „Tod eines Kritikers“ angefeindet worden war, schrieb Martin Walser eine bis jetzt unbekannt gebliebene Erzählung: „Excelsior“ macht die Verletzungen deutlich, die er empfunden hatte.
Ein Vorfall am Flughafen in Valencia lassen Antisemitismus-Vorwürfe laut werden. Fluggesellschaft und Polizei sprechen von einer notwendigen Sicherheitsmaßnahme.
Nach dem angekündigten Austritt der USA drohen der Organisation große finanzielle Einbußen. Die scheidende Generalsekretärin fürchtet Konsequenzen für den Kampf gegen Antisemitismus.
Sein Auftritt beim Deichbrand-Festival war vorher kritisiert worden, der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung hatte ihn als „unerträglich“ bezeichnet. Auf der Bühne hat der US-Rapper das Vorgehen Israels in Gaza scharf kritisiert.
New Yorks progressiver Bürgermeister-Kandidat Zohran Mamdani übt scharfe Kritik an der israelischen Politik. Einige halten ihn für einen Antisemiten, aber auch in manchen jüdischen Gemeinden sorgt er für Enthusiasmus. Wie passt das zusammen?
Im Jahr 1933 emigrierte der jüdische Architekt Ossip Klarwein nach Israel. Dort küpfte er an seine Erfolge in Deutschland an und entwarf die Knesset. Eine Ausstellung rekapituliert die Wendungen seines Lebens.
Vor 75 Jahren gründeten Überlebende der Schoa den Zentralrat der Juden in Deutschland. Das Jubiläum sollte Anlass sein, sich heute stärker mit deutschen Juden zu solidarisieren.
Eli Beneš war zunächst Radiomoderator und komponierte Musik für das tschechische Fernsehen. In seinem Debütroman „Unmerklicher Verlust der Einsamkeit“ erzählt er vom Leben in Prag nach der Schoa.
Der Präsident des Zentralrats der Juden kritisiert, dass der Außenminister von „Zwangssolidarität“ gesprochen hat. Inzwischen sei die Tonlage aber wieder eine andere, sagt Josef Schuster.
Seit dem Mittelalter wurde der Judensand als Bestattungsort genutzt - immer wieder von den Mainzern aber auch geplündert, wenn sie Baumaterial brauchten. Nun plant die Stadt ein Besucherzentrum für den Friedhof.
Viele Juden denken ans Auswandern, sagt Remko Leemhuis, Direktor des American Jewish Committee Berlin. Mit der deutschen Nahostpolitik geht er hart ins Gericht – und fordert eine Neudefinition der Staatsräson.
Christian Berkel wurde katholisch erzogen und erfuhr nur durch einen Zufall, dass seine Mutter Jüdin war und vor den Nazis fliehen musste. Er wollte Franzose werden – kehrte aber nach Deutschland zurück. Ein Gespräch über seinen Roman „Sputnik“ und die eigene Identität.
Harvard gilt auch als politische Kaderschmiede. In der Zeit seit dem 7. Oktober 2023 ist dort eine bittere Saat aufgegangen. Und das ist kein amerikanisches Phänomen, das sich auf die Universität beschränkte.
Frank-Walter Steinmeier gedenkt mit emotionalen Worten der verstorbenen Magot Friedländer. In einer Rede auf der Gedenkfeier der Holocaust-Überlebenden gibt der Bundespräsident ihr ein persönliches Versprechen.
Gefangen in einer Geschichte der Gewalt: José Brunner, der sich als Teil des jüdischen Neuanfangs nach dem Holocaust versteht, nimmt psychologische Verfassungen im Nahostkonflikt in den Blick.
Seit 45 Jahren werden in der NS-Zeit verfolgte Juden und deren Angehörige nach Frankfurt eingeladen. Barbara Graham Collier, deren Mutter als Kind aus der Stadt fliehen musste, verlangt der Besuch viel ab – bringt sie aber auch zum Lachen.
Noch immer sind die deutschen Verbrechen an der polnischen Bevölkerung im Zweiten Weltkrieg hierzulande vielen unbekannt. Der neue Gedenkstein für die polnischen Opfer in Berlin kann deshalb nur ein Anfang sein.
Wer dem Präsidenten und seinen Vorwürfen gegen Harvard glaubt, sollte sich Trumps eigene Äußerungen anschauen. Ein Zwischenruf aus dem Maschinenraum der US-Eliteuniversität, die unter Beschuss steht.
Er therapierte Italiens Nachkriegsintellektuelle: Über die Bedeutung des Psychoanalytikers Ernst Bernhard.
Mehr als dreißig Jahre moderierte Robert Lembke die Quizsendung „Was bin ich?“. Dass Lembke von den Nazis verfolgt worden war, wusste kaum jemand. Martin Weinharts feinfühliges Porträt zeigt einen Mann, der um jeden Preis dazugehören wollte.
Die Judenverfolgung war für viele Italiener ein rein deutsches Verbrechen. Der Verein „Le Tracce“ in Mailand erzählt mit Mitteln des Theaters, dass das nicht stimmt.
Vergangenheit und Gegenwart kommen sich Krakau ganz nah: Museen und Gedenkorte erinnern an die Vernichtung, während die junge Generation in Cafés und Clubs feiert. Doch die jüdische Wiederkehr hat einen traurigen Grund.
Benny Morris zählt zu den Neuen Historikern Israels und hat eine kritische Geschichtsschreibung des Zionismus begonnen. Ein Gespräch über verdrängte Wahrheiten, den Mythos des jüdischen „Landraubs“ – und die Eskalation im Nahen Osten.
Das Leo Baeck Institute, zentrale Institution jüdischer Geschichtsforschung, feiert sein 70. Jubiläum. Gegründet im Schatten der Vernichtung der europäischen Juden, erinnert sie heute daran, dass jüdisches Leben ohne die offene Gesellschaft nicht möglich ist.
Immer mehr Deutsche lehnen das Vorgehen Israels im Gazastreifen ab. Das zeigt eine Allensbach-Umfrage für die F.A.Z., die vor dem Angriff auf Iran durchgeführt wurde. Antisemitische Einstellungen haben nicht zugenommen.
Der Streit über einen Vortrag des Antisemitismusforschers Michael Rothberg in Berlin wirft ein Schlaglicht auf die Debatte über Holocaust-Vergleiche. Rothbergs Kollege Peter Jelavich trifft mit seinem Widerspruch ins Schwarze.
Karin Prien ist erst die zweite Bundesministerin mit jüdischen Wurzeln und die erste davon mit CDU-Parteibuch. In der Bundesrepublik gab und gibt es nur wenige jüdische Politiker.
Ein Polizeichef lädt eine Überlebende des Holocaust ein und sammelt Geld, um deren Erinnerung auf Deutsch zu publizieren. Und zwar mit dem Ziel, „unsere Geschichte und Geschichten lebendig zu erhalten“.
Israels Außenminister Saar und Bundesaußenminister Wadephul gedenken den Opfern der Shoah. In seiner Rede bedauert Wadephul den steigenden Antisemitismus in Deutschland.
Auch deutsche Juden werden zunehmend für die Politik Israels in Haftung genommen. Dahinter verbirgt sich Antisemitismus, der sich als Kritik tarnt.
Der israelische Profifußballklub Bnei Sachnin sieht sich als Beispiel für das friedliche Zusammenspiel von Juden und Arabern mitten im Krieg. Doch ein Eklat im Stadion stellt alles infrage.
Immer öfter werden Juden in Deutschland Opfer antisemitischer Gewalt und Bedrohungen. Hintergrund ist am häufigsten israelbezogener Hass. Der Antisemitismusbeauftragte Klein nennt die Zahlen „schockierend“.
Das in Washington ermordete Paar, beide Mitarbeiter der israelischen Botschaft, wurde aus Judenhass getötet. Dass in den Kommentaren von Gaza die Rede war, zeigt den ganzen Abgrund.
Aus der Perspektive der Opfer: Stefanie Schüler-Springorum über den Umgang mit Verfolgten unter dem NS-Regime in Westdeutschland.
Gerechtigkeit für Ida Herz: Mit kaum jemandem sonst wechselte Thomas Mann derart viele Schreiben. Nun erscheinen sie als Buch.