Archiv des Hasses
Undurchdringlich, giftig, düster: Das Haus der Geschichte in Stuttgart beschäftigt sich mit einem abgründigen Gefühl.
Undurchdringlich, giftig, düster: Das Haus der Geschichte in Stuttgart beschäftigt sich mit einem abgründigen Gefühl.
Viele Deutsche wissen erschreckend wenig über das jüdische Leben in ihrem Land. Ein „Festjahr“ sollte das 2021 ändern. Aber auch dieses Projekt musste der Pandemie Tribut zollen.
Die Sammlung des Waffenhändlers Bührle im Kunsthaus Zürich sorgt für immer schärfere Kritik. Warum nimmt man sich kein Beispiel am Kunstmuseum Bern und dessen Umgang mit Erbstücken zweifelhafter Herkunft?
Michael Blume kämpft als Antisemitismusbeauftragter in Baden-Württemberg gegen Judenfeindlichkeit. Nun steht er auf der jüngsten „Antisemiten-Liste“ des Simon-Wiesenthal-Zentrums. Kritik an den Vorwürfen kommt nicht nur von der Landesregierung.
1958 übernimmt auf Vermittlung von Hennes Weisweiler ein israelischer Trainer in Würselen. Die Freundschaft der Männer prägt bald die deutsch-israelischen Beziehungen – über den Fußball hinaus.
Schöne Bescherung: Mit „Eldorado KaDeWe“ glückt Julia von Heinz eine Serie, die neue Maßstäbe für ihr Genre setzt.
Die Beziehung zwischen Juden und Muslimen steht derzeit nicht unter dem besten Stern. Es fehlt an Differenzierung.
Verteufelt schwarz, mit Beitrag der Aufklärer: Oliver Frljić bringt im Kölner Schauspiel den Dombau auf die Bühne – inklusive Schockwirkung.
Das Weihnachtsfest wird in Israel immer beliebter. Das liegt am adventlichen Konsum – und gefällt nicht allen.
676 Bände von 224 Dichtern: Jacques Schiffrin hat die legendäre französische Buchreihe Bibliothèque de la Pléiade ins Leben gerufen. Wie siebzig Jahre nach seinem Tod mit ihm umgegangen wird, ist alles andere als rühmlich.
Die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ wird 50 Jahre alt. Ihre Geschichte ist politischer, als die Gründungscharta vermuten lässt. Heute helfen ihre Mitglieder Menschen in rund 70 Ländern, gerade während der Corona-Pandemie.
Latino-Tänzer haben in diesem Sommer einen Weg vor der Europäischen Zentralbank besonders geschätzt. Er ist jedoch Teil einer jüdischen Erinnerungsstätte.
An den Unis gibt es nur wenige Coronaleugner und Impfgegner. Einige von ihnen werden allerdings gerade auffällig. Die TU Darmstadt hat Strafantrag wegen Impfgegner-Parolen gestellt.
Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat sich in Manier von Verschwörungstheoretikern zur Corona-Pandemie geäußert. Der Präsident des Zentralrats der Juden verurteilt die Aussagen als „verantwortungslos“.
Der angeblich neue Historikerstreit um die Singularität des Holocaust schreibt Fehler des alten fort. Damals wie heute wird die Debatte von politischen Interessen überlagert. Ein Gastbeitrag.
Das Portal „Vice“ kritisiert die Deutsche Welle scharf für ihre Zusammenarbeit mit israelfeindlichen Sendern. Dabei verbreitet „Vice“ selbst auf seiner arabischen Website israelfeindliche Inhalte, die ähnlich klingen. Ein Gastbeitrag eines Fernsehautors beim NDR.
Weil ein Mann an das Holocaust-Denkmal in Berlin uriniert haben soll, ermittelt nun der Staatsschutz. Anfang November war die Polizei im Zusammenhang mit dem Mahnmal noch selbst in die Schlagzeilen geraten.
Vor einem Jahr nahm Marokko diplomatische Beziehungen zu Israel auf. Wird der israelisch-iranische Konflikt seitdem in den Maghreb importiert?
Achtklässler des Goethe-Gymnasiums in Bad Ems haben fiktive Tagebuchnotizen geschrieben und lassen Erinnerungen über den Alltag jüdischer Mitbürger aufscheinen. Sie sind dafür mit dem Rolf-Joseph-Preis ausgezeichnet worden.
Katharina Kirchner entdeckt das Jüdischsein. Dazu befragt sie ihre Großmutter und reist nach Budapest. Ihr Beitrag wurde mit einem Rolf-Joseph-Preis ausgezeichnet.
In Frankfurt wurden Demos der „Querdenker“ und Impfgegner aufgelöst. Die Reaktionen darauf zeigen: Die Szene verweigert sich der Realität – und radikalisiert sich immer weiter.
Eine Stadt reiht sich ein: Das Historische Museum Frankfurt widmet dem Nationalsozialismus eine Ausstellung in drei Teilen. Sie besticht durch ihre zurückhaltende Darstellung.
Auf dem Dachboden der ehemaligen Synagoge von Wiesenbronn wurde eine Entdeckung gemacht. Die Funde zeugen vom Alltag der Gemeinde und dem Zusammenleben der Religionen.
Erstmals seit Jahren sind die Ultraorthodoxen in Israel nicht an der Koalition beteiligt. Nun will die Regierung die Macht des strenggläubigen Establishments beschneiden – der Widerstand ist groß.
Zum ersten Mal zieht die bürgerliche Rechte mit einer Frau in den französischen Präsidentenwahlkampf. Valérie Pécresse, die als Vorbilder Angela Merkel und Margaret Thatcher nennt, ist oft unterschätzt worden.
Im Brandenburger „Polizeiruf 110“ kehrt ein hochbetagter Holocaust-Überlebender nach Deutschland zurück. Ihm widerfährt nichts Gutes. Wir indes sehen einen Krimi von besonderem Format.
Mitarbeiter der Arabisch-Redaktion der Deutschen Welle sollen sich judenfeindlich geäußert, einer den Holocaust geleugnet haben. Der Sender hat die Betreffenden suspendiert und verrät, wer die Sache untersuchen soll.
Siebzig Jahre war er nur gekürzt und zensiert zu lesen: Zur Wiederentdeckung von Wassili Grossmans Epos über die Schlacht von Stalingrad.
Die palästinensische Polizei brachte die beiden Männer in Sicherheit. Zuvor hatte eine Gruppe von Palästinensern die Israelis in Ramallah angegriffen. Israelis ist der Zutritt zu den von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwalteten Gebieten untersagt.
Hannah Arendt war für Susan Sontag ein intellektuelles Vorbild, und dennoch hat sie sich nie eingehend über sie geäußert. Warum? Ihr Nachlass ermöglicht eine begründete Spekulation.
Neuerdings sind wir Eltern. Mit einem muslimisch- israelisch-jüdisch-pakistanisch-hessischen Kind ist die Identitätskrise programmiert – und auch die Herausforderung für das Bürgeramt. Eine Kolumne.
Berlin-Steglitz hält Heinrich von Treitschke die Treue, Stuttgart nicht: Was die Umbenennung von Straßennamen angeht, herrscht in Deutschland bunte Vielfalt. Wieso ist das so?
In den dreißiger Jahren verkaufte die Cronstetten-Stiftung ein Haus im Frankfurter Westend an die Gestapo. Unter Zwang, wie es viele Jahre lang hieß. Eine Historikerin ist jetzt zu einem anderen Urteil gelangt.
Samuel Sandler ist ein französischer Jude aus Deutschland. Nun bringt er den politischen Aufstieg des rechtsextremen Eric Zemmour ins Stocken.
Misha Defonseca erzählte der Welt eine Geschichte, die sie reich machte: Sie habe als Kind, allein unter Wölfen, den Holocaust überlebt. Es war alles gelogen. Ein Arte-Film fragt: Was trieb sie an?
Die deutsch-jüdische Schriftstellerin Mirna Funk im kontroversen Gespräch über Vaterjuden, Leihmutterschaft und die Illiberalität der Generation Woke.