Was wussten die Deutschen?
Eine verstörende Ausstellung in der Berliner Topographie des Terrors geht der Frage nach, was die Deutschen über den nationalsozialistischen Massenmord an den europäischen Juden wussten.
Die liberale Idee braucht eine Neuformulierung, fordern zwei Spitzenpolitiker der Grünen – und erklären, wie sie dieses Erbe antreten wollen.
Eine verstörende Ausstellung in der Berliner Topographie des Terrors geht der Frage nach, was die Deutschen über den nationalsozialistischen Massenmord an den europäischen Juden wussten.
Als die Staatengemeinschaft scheiterte: Susanne Heim hat ein verstörendes Buch über die verzweifelte Suche europäischer Juden nach Schutz und Zuflucht geschrieben.
Tech-Milliardäre, die im Geiste Achtjährige geblieben sind, bedrohen die Demokratie: Die Historikerin Jill Lepore aus Harvard hält an der FU Berlin die Hegel-Vorlesung über den „künstlichen Staat“.
Ob Homöopathen oder Klimawandelleugner: In den Vereinigten Staaten lässt sich beobachten, wie politische Esoterik wissenschaftlich bemäntelt wird. Die Deutung der Welt wird zur bloßen Ansichtssache pervertiert.
Seit wann es ihn gibt, wofür er steht und wer dazugehört, ist seit jeher strittig. Eine Studie beleuchtet die Geschichte dieser politischen Idee.
Seyla Benhabib erhält den Hannah-Arendt-Preis in Bremen. Sie schreibt in ihrer Dankrede die düstere Prognose fort, die Hannah Arendt der Welt 1975 in ihrer Rede zum 200. Geburtstag der Vereinigten Staaten stellte.
Das ideale Geschenk für Weihnachtsmuffel, für Leute mit Köpfen in Wolken, für Verwandte und Verwöhnte? Zehn Empfehlungen – und ein neues Literaturrätsel.
Sind die USA auf dem Weg in eine totalitäre Herrschaft? Was bedeuten die Erosionen der Demokratie für die Demokratietheorie alter Schule? Seyla Benhabib, die kommende Woche mit dem Hannah-Arendt-Preis ausgezeichnet wird, im Gespräch.
Vor fünfzig Jahren starb die Philosophin Hannah Arendt. Willi Winkler und Matthias Bormuth schildern ihr Leben und Denken in zwei neuen, sehr lesenswerten Biographien.
Klassisch und politisch: „Die Marquise von O. und -“ nach Kleists Novelle sowie „Die drei Leben der Hannah Arendt“ nach einer Graphic Novel von Ken Krimstein werden am Deutschen Theater Berlin aufgeführt.
In Luca Guadagninos Film „After the Hunt“ spielt Julia Roberts eine Philosophie-Dozentin mit dunklem Geheimnis. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als eine ihrer Studentinnen von einem Kollegen sexuell missbraucht wird.
Was kann die Politik heute von der Philosophin lernen? Winfreid Kretschmann sagt, Bürgerbeteiligung.
Vor anderthalb Jahren starb ihr Mann Paul Auster. Wie findet die Schriftstellerin Siri Hustvedt wieder zurück ins Leben? Eine Begegnung auf Mallorca.
Grit Straßenberger hat eine Biographie von Hannah Arendt geschrieben, die auch die fragwürdigen Aspekte ihres Werks beleuchtet. Die Philosophin plädierte für ein privates Schulsysten und verteidigte die schulische Rassentrennung.
Welche deutschen Intellektuellen erklären uns die Gegenwart am besten? Wer hat die schärfsten Analysen, Thesen und Theorien, um die komplexe Wirklichkeit zu durchdringen? Das F.A.S.-Feuilleton hat 28 Denkerinnen und Denker gekürt.
Im mecklenburgischen Klütz sollte der Publizist Michel Friedman im dortigen Literaturhaus auftreten. Doch auf Geheiß der Kommunalpolitik wird er wieder ausgeladen. Zur Begründung wird auf mögliche rechtsradikale Proteste hingewiesen, aber auch auf das Auftreten des streitbaren Autors.
Winfried Kretschmann ist länger im Amt als alle seine CDU-Vorgänger. Das hat mit Nilgänsen, Hannah Arendt und der Fähigkeit zu tun, zur eigenen Partei Abstand zu halten.
1996 verkaufte Ernst Jünger dem Marbacher Literaturarchiv 130.000 Briefe. Detlev Schöttker widmet dem emsigen Korrespondenten Jünger ein Buch.
Das Leo Baeck Institute, zentrale Institution jüdischer Geschichtsforschung, feiert sein 70. Jubiläum. Gegründet im Schatten der Vernichtung der europäischen Juden, erinnert sie heute daran, dass jüdisches Leben ohne die offene Gesellschaft nicht möglich ist.
Ein jüdisches Erbe, das es wiederzubeleben gilt: Eine Berliner Ausstellung widmet sich dem Leben des Unternehmers und Verlegers Salman Schocken. Während dieser in Deutschland in Vergessenheit geraten ist, gilt das für die USA und Israel keineswegs.
1911 zog Albert Einstein nach Prag. Kaum anderthalb Jahre später war er wieder weg. Dazwischen überarbeitete er seine Relativitätstheorie und hielt einen Vortag, den Franz Kafka hörte. Was sich beide zu sagen gehabt hätten, darüber spekuliert der neue Comic von Ken Krimstein.
Der Angeklagte Maximilian Eder sagt im Frankfurter Reichsbürgerprozess aus. Zu den konkreten Vorwürfen gegen ihn schweigt er, über sein Weltbild gibt der frühere Oberst der Bundeswehr dagegen viel preis.
„The New Yorker“ feiert 100 Jahre Geschichte. Jill Lepore beleuchtet interne Redaktionstraditionen und den Einfluss des legendären ersten Chefredakteurs Harold Ross.
Zur postumen Genese eines Werks: Robert Pursches Geschichte des Nachlebens von Walter Benjamin ist das seit langer Zeit gewichtigste Buch über den Kritiker und Philosophen.
Nach der Wahl Donald Trumps und vor der Bundestagswahl steht fest: Hinter den Angriffen auf das liberale Wahrheitsregime steckt eine politische Strategie. Dabei ist das sogenannte „Bullshitting“ noch schlimmer als Lügen.
Ihr Schicksal hat Abgründe männlicher Sexualität enthüllt. Nun geht der Prozess gegen den Ehemann von Gisèle Pelicot und seine Mitvergewaltiger zu Ende. Kann die Verhandlung dieses grausamen Falls der Nährboden für eine bessere Zukunft sein?
Ein juristisch präzis argumentierender und mit konkreten Fallbeispielen aus der jüngeren Rechtsgeschichte operierenden Theorieentwurf: Samira Akbarian präsentiert zivilen Ungehorsam als eine Form von Rechtsauslegung.
Triftige Einsichten, die in der Folgezeit missachtet wurden: Hannah Arendts Texte über Palästina.
Freundschaften sind Räume, in denen wir unsere politische Haltung zur Welt entwickeln können. Doch diese Räume schrumpfen immer mehr. Dabei sollten wir gerade mit Freunden über Politik streiten.
Sie ist Fan von Hannah Arendt und ihre Dankesrede heißt „Gegen falsche Universalien und identitäres Denken“. Seyla Benhabib würdigt Adorno als Denker unserer Zukunft.
Militarisierung in Russland +++ Tücken der Abiturprüfung +++ Rezension zu Emmanuel Faye: "Hannah Arendt und Martin Heidegger" +++ Platz für die Reich-Ranickis +++ Strizz-Comic
Vom Traum zum Albtraum: Natan Sznaider denkt über jüdische Existenz in Deutschland nach.
Hegte der Liberalismus nicht einmal Aussichten auf ein gemeinsam erreichtes besseres Morgen? Samuel Moyn ist sogar bereit, dafür Einschränkungen individueller Freiheit hinzunehmen.
Emmanuel Faye liest Hannah Arendt mit bösem Blick und entdeckt dabei doch einiges, was ihre Verehrer gern übersehen.
Wider die Logik der Umsiedlung: Von Hannah Arendt gibt es einen bisher unbekannten Text zu Palästina, in dem sie zeigt, weshalb die Lösung der Flüchtlingsfrage die Bedingung der Sicherheit Israels ist. Ein Gastbeitrag.
Inmitten der aufgeheizten Debatte zum Nahostkrieg tauchen zwei neue Texte über Israel und Palästina von Hannah Arendt auf, die als Kritikerin zionistischer Programmatik gilt. Was steht drin? Ein Gespräch mit Herausgeber Thomas Meyer.