Nietzsche regiert im Silicon Valley
Der britische Autor und Journalist Paul Mason im Gespräch über die Allianz von Elite und Mob, über Donald Trump als Rollenmodell – und darüber, warum es heute nicht genügt, Hannah Arendt zu lesen.
Der britische Autor und Journalist Paul Mason im Gespräch über die Allianz von Elite und Mob, über Donald Trump als Rollenmodell – und darüber, warum es heute nicht genügt, Hannah Arendt zu lesen.
Donald Trump, die Brexiteers und die AfD – sie alle versprechen ein besseres Gestern im Morgen. Doch auch Liberale und Linke sollten sich daran erinnern, dass sie das revolutionäre Potential des Rückschritts zu nutzen wussten.
Im ständigen Meinungskampf übersieht man, dass es um Meinungen gar nicht geht, sondern um Geltung: eine Ehrenrettung der Autorität.
Der erste Band der neuen Gesamtausgabe Hannah Arendts liegt nun endlich vor. Er präsentiert Entwürfe zu einem Buch über Karl Marx, das die Philosophin nicht zu Ende brachte. Die Gründe dafür sind aufschlussreich.
Netflix verfilmt die Entführung Adolf Eichmanns, gespielt von Ben Kingsley. An Emotionalität und Abenteuer fehlt es nicht. Dafür an der Tiefenschärfe.
Wer gehört dazu? Die Frage ist schon im Alltag schwer zu beantworten. Und erst recht in einem Buch wie diesem.
Kriegsspiele, Biopolitik und die Formung der Welt durch ihre Medien: Das Basler Museum für Gegenwartskunst zeigt, wie Martha Rosler und Hito Steyerl Machtstrukturen und Technologiehörigkeit den Kampf ansagen.
Von Liebe, Altern und dem Leben in der Emigration: Hannah Arendts Briefwechsel mit Freundinnen ist eine ebenso erhellende wie berührende Lektüre.
Im April 1968 werden Gebäude der Columbia Universität von Studenten besetzt. Die Proteste eskalieren. In Uwe Johnsons Roman „Jahrestage“ streiten Marie und Gesine Cresspahl über deren Zweck und Nutzen.
Ist Sprache diskriminierend? Das ist nie auszuschließen. Aber Sprache wird erst interessant, wenn das „absolute Patriarchat“ auf Bushido trifft. Das hat sogar eine gewisse Komik.
Auf der Netzkonferenz re:publica in Berlin ist die Whistleblowerin Chelsea Manning der erste Stargast. Ihre Systemkritik fällt etwas apokalyptisch aus. Um etwas zu bewegen, will sie in den Senat.
Seit dem Skandal um den früheren Hollywood-Mogul Harvey Weinstein geraten auch immer mehr amerikanische Universitäten in den Strudel der #MeToo-Bewegung. Selbst die Elite-Colleges sind betroffen.
Hannah Arendts Essay „Die Freiheit, frei zu sein“ aus den Sechzigern ist seit Wochen in den Bestsellerlisten. Warum eigentlich? Und was sagt das über uns? Ein Gespräch mit dem Philosophen Thomas Meyer.
„Die Banalität der Liebe“: Ella Milch-Sheriff macht in Regensburg auf virtuose Weise Hannah Arendt und Martin Heidegger den Prozess in einer gnadenlosen Oper.
Marc Jongen, Bundestagsabgeordneter und Parteiphilosoph, durfte in einem angesehenen amerikanischen College sprechen. Professoren protestieren dagegen.
In dieser Woche erzählt Uwe Johnson in den „Jahrestagen“ vom Werben und Lieben Heinrich Cresspahls, außerdem von der gewitzten Tochter Marie. Gesine Cresspahl gewinnt an Kontur. Vierte Wochenlektüre.
Wer in dem Land, aus dem er kommt, ein guter Bürger war, wird wohl auch im neuen Land ein guter Bürger sein. Ein Gastbeitrag
Die Soziologin Nilüfer Göle hat in ganz Europa mit Muslimen geredet, die sonst nicht zu Wort kommen. Die Ergebnisse ihrer bemerkenswerten Studie sind jetzt auch auf Deutsch erschienen.
Wir müssen Hillary Clinton ins Weiße Haus helfen, damit wir eine Opposition gegen sie aufbauen können: Die Philosophin Judith Butler über ihre performative Theorie der Versammlung.
Kann, wer keine Moral kennt, böse handeln – oder ist das Ausblenden der Moral eine böse Entscheidung? Die Philosophin Bettina Stangneth beantwortet diese Fragen in ihrem furios geschriebenen Buch „Böses Denken“.
Ein Schiff, die Abtrünnigen zu vernichten, eines, den widerwärtigen Auftrag zurückzunehmen: Wie man eine folgenschwere Entscheidung doch noch rückgängig machen kann, können die Briten von den alten Athenern lernen.
Am Sonntag wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Die beiden Spitzenkandidaten Winfried Kretschmann und Guido Wolf zehren von ihren Hobbys – besonders in ungewissen Zeiten.
Am Sonntag könnte Kretschmann ein Volksparteienergebnis mit seinen Grünen in Baden-Württemberg erzielen. Sein Pragmatismus ist Teil des Erfolgs. Und das größte Problem: Kretschmann hat kein Projekt für die Zukunft.
Donald Trump ist der Elefant im politischen Porzellanladen Amerikas, Europa steht in der Flüchtlingskrise vor einer Zerreißprobe, weltweite religiöse und kulturelle Konflikte bestimmen die Schlagzeilen – was hätte Hannah Arendt dazu gesagt?
Governmental control is nothing compared to what Google is up to. The company is creating a wholly new genus of capitalism, a systemic coherent new logic of accumulation we should call surveillance capitalism. Is there nothing we can do?surveillance capitalism
Die erste deutschsprachige Biographie und viele Erstübersetzungen lassen den „Mogli“-Erfinder Rudyard Kipling in neuem Licht erscheinen. Vieles klingt großspurig, zuweilen arrogant. Doch alles fasziniert durch sein unverblümtes Staunen.
Auf einer Siegener Tagung zu Heideggers „Schwarzen Heften“ waren fast nur Gegner des inkriminierten Philosophen geladen. Wie kam es, dass sie trotzdem mit einem Punktsieg Heideggers endete?
Die brennende Frage in vielen osteuropäischen Ländern ist die Soziale. Wird sie nicht beantwortet, bleibt die Autokratie eine verlockende Alternative zur EU.
Kaum jemand in Europa gerät wegen toter Flüchtlinge noch in Panik. Vielmehr regiert die „Angst vor Flüchtlingen“. Wie auch in der Sendung von Sandra Maischberger. Leider.
Wie man mit dem Hammer moralisiert: Russlands Gesellschaft ist drauf und dran, eine Sklavenmoral zu entwickeln. Sie ist geprägt von Ressentiment und Erschöpfung.
Heute vor 25 Jahren: Genschers Rede. Eine, die alles irgendwie änderte, die von manchen als Beginn der friedlichen Revolution von 1989 angesehen wird. Aber wo stehen der Westen und der Osten jetzt?
Klar sollen Frauen auf Chefsesseln sitzen, Preise bekommen und zuhause selbst den Bohrer schwingen. Aber warum wird deshalb immer der „Haushalt“ geschmäht? Weg mit der falschen Hierarchie unserer Tätigkeiten!
Es fällt schwer, sich auf das Kreuzchen bei der Europawahl zu konzentrieren, wenn nach einem halben Jahr Revolution in der Ukraine ein entscheidender Wendepunkt bevorsteht. Und die Zukunft der Maidan-Bewegung ungewiss ist.
Immer schlanker, immer erfolgreicher und eine Angeberseite auf Facebook. So sieht für die Philosophin Ariadne von Schirach die Hölle aus. Deshalb hat sie ein Buch gegen die Selbstoptimierung geschrieben. Ein Treffen.
Das berühmteste Interview, das je im „Spiegel“ geführt wurde, liegt jetzt in Buchform vor: das Gespräch zwischen Rudolf Augstein und Martin Heidegger. Es wurde zur Lehrstunde für den Journalisten.