Sieben Mal Lebensmut
Niemand, der nicht da gewesen sei, kann verstehen, wie es war: Auf Anregung von Prinz Charles wurden Porträts von sieben Holocaust-Überlebenden angefertigt, die heute in England leben.
Niemand, der nicht da gewesen sei, kann verstehen, wie es war: Auf Anregung von Prinz Charles wurden Porträts von sieben Holocaust-Überlebenden angefertigt, die heute in England leben.
Vor 77 Jahren wurde Eva Szepesi von der Roten Armee aus dem Konzentrationslager Auschwitz befreit. Lange dachte sie, als einzige ihrer Familie das Grauen überlebt zu haben. Bis jetzt.
In einer Gedenkstunde wendet sich die Bundestagspräsidentin dagegen, aus falsch verstandener Toleranz nachgiebig gegen Antisemitismus zu sein. Die Holocaust-Überlebende Auerbacher wünscht sich die „Versöhnung aller Menschen“.
Nach einer Umfrage des Jüdischen Weltkongresses denkt jeder fünfte Deutsche antisemitisch. Unter den Jungen liegt der Anteil sogar noch deutlich höher. Das hängt auch mit den vielen Verschwörungstheorien über die Pandemie zusammen.
Die Kanadierin Rosemary Sullivan möchte klären, wer das Versteck von Anne Frank preisgegeben hat. Eine überzeugende Antwort findet sie nicht, aber die Lektüre ihres Buchs lohnt dennoch. Ein Gastbeitrag.
Der Herrscher, seine Töchter, die Babylonier, die Juden: Alle scheitern in der skeptischen Neuproduktion von Verdis Frühwerk, die Marcos Darbyshire auf die Bühne des Mainzer Staatstheaters gebracht hat. Auf ganzer Linie siegen hingegen Orchester und Chor.
Die Dokumentation „Ganz normale Männer - der ,vergessene Holocaust’“ geht der Frage nach, wie durchschnittliche Menschen Täter wurden und sich in die NS-Todesmaschinerie einfügten. Die Erkenntnis ist bis heute aktuell.
Anne Frank hatte kaum eine Chance: Von den mehr als hunderttausend aus den Niederlanden deportierten Juden überlebten nur fünftausend die deutsche Besatzung. Der Judenrat spielte dabei eine tragische Rolle.
Matti Geschonnecks Fernsehfilm über die Wannseekonferenz zeigt die menschlichen und bürokratischen Abgründe des nationalsozialistischen Völkermords. Aber seiner Darstellung fehlt die nötige Schärfe.
Eine Touristin ist am Sonntag auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz festgenommen worden. Die 29 Jahre alte Frau hatte vor dem Haupttor für ein Foto den Hitlergruß gezeigt.
Wie reagiert man, wenn Bekannte Verschwörungsmythen verbreiten oder sich radikalisieren? Klassische Herangehensweisen funktionieren oft nicht – weil sich die Szene vor allem im virtuellen Raum organisiert, könnten digitale Angebote helfen.
Ausgerechnet bei TikTok, wo sonst hibbelige Teenager Tänze aufführen, informiert die Gedenkstätte Neuengamme über die Shoa. Kann das gutgehen?
Die Generalversammlung in New York hat die von Israel und Deutschland verfasste Resolution ohne Abstimmung angenommen und sich auf eine klare Definition der Leugnung des Holocausts geeinigt.
Wenn Palästinenser auf die Schoa angesprochen werden, bringen sie oft die Nakba zur Sprache, die Vertreibungen im Zusammenhang mit der Staatsgründung Israels. Für einen israelischen Holocaustforscher und einen palästinensischen Politikwissenschaftler war das der Anstoß, ein Konzept des Dialogs über die nationalen Traumata zu entwickeln.
Das Haus der Wannseekonferenz, wo die Nazis 1942 den Holocaust planten, wurde erst 1992 zur Gedenkstätte. Vor allem die SPD war dagegen – das Haus wurde als Landschulheim genutzt.
Der Schauspieler starb am Mittwoch im Alter von 93 Jahren in Kalifornien. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Krüger einer der wenigen deutschen Schauspieler, denen eine internationale Karriere gelang.
Während die wissenschaftliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen voranschreitet, wird der Antisemitismus in der Bevölkerung stärker. Deshalb brauchen wir Gedenktage und Holocaust Education an den Schulen. Ein Gastbeitrag von Josef Schuster.
Integration von Afghanen +++ Gastbeitrag Wolfgang Reinhard +++ Jüdisch-deutsche Verständigung +++ Klammeritis
Als junge Frau wurde die Ungarin Lily Ebert aus Ausschwitz befreit. Nun ist die heute 98 Jahre alte Frau zum 35. Mal Uroma geworden.
Lange dachte man, es wäre eine Putzfrau oder ein Kopfgeldjäger gewesen. Jetzt gibt es Hinweise, dass ein niederländischer Notar das Versteck von Anne Frank und ihrer Familie verraten hat.
Die Parteispitze der Linke spricht sich trotz innerer Streitigkeiten und desaströser Bundestagswahl Mut zu. Für Aufsehen sorgt ein Hinweis auf die NS-Zeit des Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten.
Gastbeitrag Michael Hüther +++ Wolfgang Reinhard „Vergessen, verdrängen oder vergegenwärtigen?“
Der Bundestag befasst sich auf Initiative der Unionsfraktion mit den Antisemitismusvorwürfen gegen die Deutsche Welle. Man erwarte, das Ergebnis der Untersuchung der Anschuldigungen zu erhalten.
Die Neonazi-Gruppe „Atomwaffen Division“ hatte Journalisten und Aktivisten eingeschüchtert, die Antisemitismus aufgedeckt hatten. Sie gilt als extrem gewaltbereit.
Mit neuen Ausstellungshäusern und Gedenkstätten widmet sich Polen seiner Geschichte: In Białystok wurde ein „Museum des Gedenkens an Sibirien“ eröffnet, in Michniów ein „Mausoleum des Martyriums der polnischen Dörfer“.
Vor 50 Jahren kaufte der Freistaat Bayern ein Anwesen, auf dem einst Hans Albers und seine Partnerin lebten. Es sollte für die Allgemeinheit geöffnet werden, jetzt will es die TU München nutzen. Aber es gibt Widerstand.
Alles Klischee? Wer das Spiel totalitärer Macht nicht mitspielen will, kommt als Übersetzer ohne Sprachkritik nicht aus. Ein Gastbeitrag.
Walter Bingham hat den Holocaust überlebt. Er floh aus NS-Deutschland und kämpfte für die Alliierten. Er gilt als der älteste aktive Journalist der Welt. In seinem Studio hat er uns seine Geschichte erzählt.
Entfernen oder nicht? Der Umgang mit der sogenannten Judensau am Regensburger Dom ist seit vielen Jahren umstritten. Nun gibt es eine Einigung.
Trude Simonsohn ist tot. Frankfurt trauert um die Holocaust-Überlebende und würdigt ihr Wirken als Zeitzeugin. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages, zu denen auch wieder Corona gehört.
Im Alter von 100 Jahren ist die Frankfurter Ehrenbürgerin Trude Simonsohn gestorben. Sie überlebte die Schoa und setzte sich viele Jahre als Zeitzeugin für Frieden, Gedenkarbeit und die Jüdische Gemeinde ein.
Viele Menschen haben Hemmungen, mit Juden zu reden. Hanna hilft ihnen. Die Studentin macht mit bei „Meet a Jew“ und besucht zum Beispiel das Goethe-Gymnasium in Ludwigsburg.
Junge Freiwillige helfen im Pflegeheim von Ma’alot Opfern des Holocaust und tun das mit großer Hingabe.Ein Besuch im Beth-Elieser-Heim für deutsche Juden in Israel.
Für ihr Projekt Jewish Traces sind Augsburger Schülerinnen mit dem Rolf-Joseph-Preis ausgezeichnet worden. Ihre Lehrerin Joanna Linse über die Recherchearbeit.
Die verschwundene jüdische Gemeinde von Koprivnica und was der Friedhof erzählt. Eine Kuratorin und eine Ärztin erinnern an das Schicksal der Ermordeten.
Aschaffenburger Schüler tauschen sich mit Israelis aus und recherchieren Biografien zu Stolpersteinen. Sie erinnern an die Schicksale von Juden, Sinti, Roma, Widerstandskämpfern und Homosexuellen.