Der Hunger ist ein Mühlstein
In seinem Buch „Aber ich lebe“ hat Gilad Seliktar Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden im Stil von Graphic Novels illustriert. In der Wiesbadener Ausstellung überzeugt die Form.
In seinem Buch „Aber ich lebe“ hat Gilad Seliktar Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden im Stil von Graphic Novels illustriert. In der Wiesbadener Ausstellung überzeugt die Form.
Nicht nur in den großen Karnevalshochburgen Mainz, Köln und Düsseldorf setzt der 11. November Menschen in Bewegung. Die Fastnachtskampagne strebt ihrem Höhepunkt am 12. Februar entgegen ‒ den Kriegen und Krisen zum Trotz.
Ein Unbekannter hat die Fahne auf dem zentralen Luisenplatz vom Mast gerissen.
In Frankfurt gedenken die Stadt und die Jüdische Gemeinde der Novemberpogrome. Doch keine Veranstaltung blickt nur zurück: Der wachsende Antisemitismus heute steht im Zentrum.
Deutsche Szene: Der Künstler Mischa Kuball ruft die Große Synagoge in Düsseldorf in Erinnerung.
Ist Israel eine Kolonie, ein Unterdrückerstaat? Ein Interview mit dem Historiker Michael Brenner über Gründung und Geschichte des jüdischen Staates.
Robert Kraft, Eigentümer der New England Patriots, spricht exklusiv über seinen Kampf gegen Antisemitismus, seinen Besuch im Konzentrationslager Bergen-Belsen und jüdisch-arabische Football-Teams.
Nach dem Angriff der Hamas befand sich Israel zunächst in Schockstarre. Doch die Wirtschaft im Land will sich nicht unterkriegen lassen. Ihre Devise: Ein neues Unternehmen für jeden Toten.
Gedenken in der Frankfurter Paulskirche: Führende Politiker fordern abermals dazu auf, jüdisches Leben in Deutschland besonders zu schützen. Derweil gab es juristischen Streit um eine weitere angemeldete Demonstration.
Eine mögliche Koalitionsentscheidung der CDU in Hessen, ein Treffen der Justizminister und eine Statistik zu betrunkenen Jugendlichen: Der F.A.Z.-Frühdenker mit allem, was heute wichtig wird.
Im Jüdischen Museum Frankfurt wurden am Vorabend des Gedenktags zur Pogromnacht Texte von Holocaust-Überlebenden gelesen. Ein Abend gegen das Vergessen.
Wenn Lachen zum Heilmittel wird: Der New Yorker Comedy-Star Modi Rosenfeld begeistert bei den „Jüdischen Kulturwochen“ in Frankfurt. Sein Auftritt endet mit einer starken Geste.
Sechsmal zwei ist mehr als zwölf: Der Bundespräsident lud Juden und Muslime zum Gespräch, die tun, was im Land immer weniger zu klappen scheint: Zuhören, aushalten, einander respektieren.
Auf der Gedenkfeier zum 9. November spricht Josef Schuster über den „Pogrom unserer Zeit“. Und der Kanzler erinnert an das Versprechen, das nach 1945 wieder und wieder gegeben wurde.
Eine Woche nach Habecks viral gegangener Rede gegen Antisemitismus interviewt er in einem Video den deutsch-jüdischen Pianisten Igor Levit. Der sieht das jüdische Leben 85 Jahre nach der Reichspogromnacht in Gefahr.
Frankfurt ist die „beste Stadt für Juden“ – gilt das noch? Antisemitische Taten häufen sich. Doch es gibt auch viele, die sich klar positionieren.
Zum 85. Jahrestag der Reichspogromnacht hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) jede Form von Antisemitismus in Deutschland verurteilt.
Um an die Pogrome im November 1938 zu erinnern, sind am Donnerstag viele Frankfurter zusammengekommen. In der Paulskirche, in der Westend-Synagoge und an den vielen Stolpersteinen auf den Straßen wird der Opfer des Nationalsozialismus gedacht.
Aus Sicherheitsgründen: Auf eine Bitte der Israelitischen Kultusgemeinde München hin soll die Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ in neutralen Umschlägen an ihre Mitglieder geschickt werden.
Bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome sprechen unter anderen Bundeskanzler Scholz und der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster. Verfolgen Sie die Veranstaltung im Livestream.
Kurz vor dem Novemberpogrom verboten die Nazis alle jüdischen Presseorgane. An ihre Stelle trat auf Anweisung von Propagandaminister Joseph Goebbels das „Jüdische Nachrichtenblatt“.
Nach der Pogromnacht vom 9. November 1938 wurden mehr als 3000 jüdische Männer aus dem Rhein-Main-Gebiet festgenommen und von der SS gedemütigt. Die sadistischen Quälereien setzten sich auf dem Transport nach Buchenwald fort.
Der islamische Antisemitismus ist nicht nur im Nahen Osten und Europa weit verbreitet. Seine Ursachen sind vielfältig. Nie-Wieder-Rufe reichen nicht aus, um ihn zu bekämpfen.
Über einen Monat nach der Attacke der Hamas fühlen sich Juden in Deutschland unsicher und allein gelassen. Einer sagt: Die Antisemiten haben ihr Ziel erreicht.
Einst fanden Tausende Juden Zuflucht „Down Under“. Am Jahrestag der Novemberpogrome schlagen 102 von ihnen in einem offenen Brief Alarm.
Bildungsbürger aufgepasst: Es gibt neben dem Hass noch ein weiteres fatales Gefühl. Ein Gespräch mit der Philosophin Hilge Landweer über Pro-Palästina-Demonstranten, Friedrich Merz und importierten Antisemitismus.
Der Staat kann kein friedliches Zusammenleben befehlen, aber die Voraussetzungen dafür schaffen. Haltung und Konsequenz, Bildung und Beispiel sind gefordert.
Der „Führer“ höchstselbst gab die Anweisung zu den Ausschreitungen, denen vor 85 Jahren Tausende Juden zum Opfer fielen. Von spontanem „Volkszorn“ kann keine Rede sein.
Deutschland gedenkt der Opfer der Reichspogromnacht vor 85 Jahren. In Frankreich findet eine Hilfskonferenz für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen statt. Und Deutsche Bahn und Lokführergewerkschaft GDL starten ihre Tarifverhandlungen.
Auch ohne Donald Trump, der die Debatte ignorierte, zogen einige republikanische Präsidentschaftsbewerber kräftig vom Leder. Bei der Unterstützung Israels waren sie sich einig, bei der Ukraine nicht. Einer bezeichnete Präsident Selenskyj als „Nazi“.
Seit dem Hamas-Angriff auf Israel häufen sich in Deutschland antisemitische Vorfälle. Am Gedenktag für die Opfer der Reichspogrome nimmt die Polizei jüdischen Einrichtungen noch mehr in den Fokus.
Jüdinnen und Juden in Deutschland fühlten sich sicher. Aber der Hass, der sich am 7. Oktober Bahn gebrochen hat, zeigt, dass Antisemitismus nicht mehr nur mit Reden bekämpft werden kann. Ein Gastbeitrag.
Zwölf Gäste, Juden wie Palästinenser, sind im Schloss Bellevue zusammengekommen. Nach dem Überfall der Hamas auf Israel appelliert der Bundespräsident an die arabische Gemeinschaft, sich von Antisemitismus zu distanzieren.
Hessische Politiker nehmen den 85. Jahrestag der Pogromnacht zum Anlass, die gegen Juden verübte Gewalt der zurückliegenden Wochen zu verurteilen. Der Ministerpräsident nimmt an der Gedenkstunde in Frankfurt teil.
Paula Schlier arbeitete 1923 als Schreibkraft beim „Völkischen Beobachter“. Sie notierte heimlich, was dort während des Hitlerputsches geschah. Sie war die erste undercover-investigative Journalistin. Die ARD stellt sie uns vor.
Die frühere Kanzlerin bezeichnet den Kampf gegen Antisemitismus als Bürgerpflicht. Juden müssten sich in Deutschland sicher fühlen können. Dazu gehöre auch, dass Israelkritik nicht als Vorwand für Hass missbraucht werde.