Zu wenig historischer Kontext, zu viel Ritual und zu viel erzählt?
Italien streitet über eine geplante antiisraelische Demonstration am Holocaust-Gedenktag und stellt die Erinnerungskultur im Schulunterricht infrage.
Italien streitet über eine geplante antiisraelische Demonstration am Holocaust-Gedenktag und stellt die Erinnerungskultur im Schulunterricht infrage.
Der Internationale Gerichtshof will im Eilantrag gegen Israel entscheiden, bundesweit wird wieder demonstriert, das „Bündnis Sahra Wagenknecht“ hält seinen ersten Parteitag ab und für Deutschland geht es in zwei Sportarten um den Einzug ins Finale. Der F.A.Z. Newsletter.
Der Antisemitismusbeauftragte ist „erschüttert“ über „das beschämend hohe Niveau“ judenfeindlicher Taten und beklagt mangelnde Solidarität mit Juden. Der Zentralrat will das mit einer Kampagne ändern.
Das Jubiläumsmotiv der Kluge-Köpfe-Kampagne der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erscheint zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar – fotografiert wurde die Holocaustüberlebende Margot Friedländer von Regisseur Wim Wenders.
Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sagte, viele Jüdinnen und Juden gäben sich aus Angst nicht mehr als solche in der Öffentlichkeit zu erkennen.
Kilian Riedhofs Film „Stella“ erzählt die Geschichte einer Berliner Jüdin im Holocaust, die andere Juden an die Gestapo verraten hat – und verhebt sich an seinem schwierigen Stoff.
Palästinensische Studenten werben mit Primo-Levi-Zitaten für eine anti-israelische Demonstration in Rom. Die Vorsitzende der jüdischen Gemeinden in Italien fordert, die Erinnerung an Holocaust-Überlebende nicht zu beleidigen.
Das Drama der Gründung: Von Anbeginn liegt der Schatten der jüdischen Landnahme und der Vertreibung der Palästinenser auf dem Staat Israel. Ein Gastbeitrag
Auch für Sonntag sind in vielen deutschen Städten Demonstrationen gegen Rechtsextremismus und für Demokratie angekündigt. Am Samstag waren bundesweit mindestens 300.000 Menschen auf die Straße gegangen.
„Stella. Ein Leben“ – ein Film ohne ästhetische Haltung. Kilian Riedhof erzählt von der Jüdin, die Juden an die Gestapo verriet.
Und doch kehrten viele von ihnen ins Land der Täter zurück: Eine Ausstellung im Berliner Dokumentationszentrum Topographie des Terrors erzählt die Geschichte des Holocaust in der lettischen Hauptstadt Riga.
Intellektuelle wie Masha Gessen und Deborah Feldman gerieren sich als Opfer proisraelischer Zensur. Doch ihre Argumente sind wirr und widersprüchlich. Ein Gastbeitrag.
Die Entscheidung fiel nach langem Restitutionsprozess: Ein Gemälde von Pissarro darf in Madrid bleiben. Doch das stößt auf Kritik. Spanien hat sich in den Museen immer noch nicht der NS- und Franco-Vergangenheit gestellt.
Amerikanische Medien beurteilen die deutsche Debatte über den Krieg in Nahost. Harte Kritik kommt vor allem aus einer Richtung.
In der litauischen Hauptstadt Vilnius eröffnet ein Museum für die einst große jüdische Gemeinde. Es macht mit wichtigen Persönlichkeiten jüdisch-litauischer Herkunft bekannt. Trotz sich ausbreitenden Antisemitismus ist die Solidarität mit Israel im Land stark.
Ein Mann hat im Juni 2021 Benzin an die Wand der Ulmer Synagoge geschüttet und es entzündet. Das Landgericht Ulm hat jetzt geurteilt.
Fortwährender Antisemitismus: Die Nazis haben den Juden mit dem Holocaust das vermeintliche Privileg einer negativen Erwählung aufgebürdet – und sie damit aufs Neue zum Hassobjekt der Völker gemacht. Ein Gastbeitrag.
Mehr Waffen und mehr Umarmungen gibt es – und wieder mehr Proteste gegen die Regierung. Die Historikerin Fania Oz-Salzberger, Tochter des Schriftstellers Amoz Oz, über die Lage in Israel.
Der Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober hat vieles verändert, auch für Juden in Deutschland und Frankfurt. Zeit für eine Bilanz.
Israel weist vor dem Internationalen Gerichtshof den Völkermord-Vorwurf Südafrikas zurück. Es habe das Recht, seine Bürger zu schützen. Denn dem Krieg vorausgegangen sei „der größte Massenmord an Juden seit dem Holocaust“.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde das erste jüdische Gotteshaus seit hundert Jahren auf arabischem Boden errichtet – gemeinsam mit einer Moschee und einer Kirche.
Am 9. Dezember 1948 verabschiedete die Generalversammlung der UN die Völkermord-Konvention. Sie war ein politischer Kompromiss im Kalten Krieg.
Die „Kölschen Kippa Köpp“ sind der erste und einzige jüdische Karnevalsverein der Welt. Wie feiern sie ihren Sessionsauftakt während des Krieges?
Die antisemitische Unterströmung im postkolonialen Denken hat eine lange Vorgeschichte. Eine ihrer Schlüsselszenen ist der Prozess gegen Klaus Barbie, den Gestapo-Chef von Lyon, im Jahr 1987. Ein Gastbeitrag.
Blinde Empörungen: Warum die Palästinenser als Ersatzproletariat dienen müssen und andere Irrwege der intellektuellen und ästhetischen Linken.
Früher hießen die Kampfbegriffe zwischen Israelis und Palästinensern Antisemitismus und Apartheid – heute sind es neuer Holocaust und Genozid.
Im vatikanischen Archiv ist ein Brief Else Lasker-Schülers an Papst Pius XII. aus dem Juni 1942 entdeckt worden. Darin erbittet die Dichterin vom Papst einen Freundschaftsdienst für Mussolini.
Das Jahr war voller Worte zum Erschrecken, Aufregen, Streiten, Lachen, Nachdenken und Sich-Wundern. Einigen davon sind wir noch einmal nachgegangen: Ein semantischer Rückblick auf 2023.
Zum Ende des Jubiläumsjahres der Paulskirchenversammlung eine Erinnerung an einen ihrer großen Pfarrer: Karl Veidt widerstand den Nazis, auch wenn er selbst nicht frei von Fehlern war.
Was ich meiner Mathelehrerin verdanke: Vom kleinsten banalutopischen gemeinsamen Nenner einer Zukunft, die wir miteinander gestalten. Ein Gastbeitrag.
Der indische Schriftsteller Pankaj Mishra hält Deutschland vor, den Krieg im Nahen Osten zu benutzen, um seinen Antisemitismus an Muslime abzuschieben. Für den realen Antisemitismus interessiert er sich wenig.
Vor 75 Jahren begründete sich die Jüdische Gemeinde Frankfurt nach dem Holocaust wieder. Ihre bewegte Geschichte, auch abseits von bekannten Persönlichkeiten, zeigt nun eine Ausstellung.
In der Öffentlichkeit wird Israel zunehmend als Aggressor dargestellt. Aber der Hamas-Terror hat das Elend im Gazastreifen selbst produziert. Ein Gastbeitrag.
Die Kupferstiche Bernard Picarts bieten faszinierende Einblick in jüdisches Leben. Sie sind eine frühe Werbung für Toleranz.
Wie aus Provenienzforschung eine persönliche Mission wurde: Der Kurator des Bayerischen Nationalmuseums hat Angehörige der ursprünglichen Besitzer von Alltagsobjekten aufgespürt.
Bald wird es keine Zeitzeugen mehr geben, die den Holocaust überlebt haben und davon erzählen können. Eine Künstliche Intelligenz soll die Lücke füllen – diese können Besucher in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt befragen. Funktioniert das?