Im Tunnel der Radikalisierung
Antisemitische Botschaften haben auf Tiktok ein neues Maß an Grausamkeit erreicht. Wie das aussieht, legt die Bildungsstätte Anne Frank in einer Studie dar. Ein Gespräch mit Eva Berendsen, eine der Autorinnen.
Antisemitische Botschaften haben auf Tiktok ein neues Maß an Grausamkeit erreicht. Wie das aussieht, legt die Bildungsstätte Anne Frank in einer Studie dar. Ein Gespräch mit Eva Berendsen, eine der Autorinnen.
Die wichtigsten Berater des argentinischen Präsidenten Javier Milei sind seine Schwester Karina und Rabbi Shimon Axel Wahnish. Letzterer wird nun argentinischer Botschafter in Israel.
Gegenüber der AfD müsse die Politik klare Kante zeigen, sagt der hessische Ministerpräsident Boris Rhein. Das habe er in der Vergangenheit vermisst, entgegnet der Frankfurter Publizist Michel Friedman in einer Debatte über Judenfeindlichkeit.
Strike Germany? Warum eigentlich? Vielleicht sind es gar nicht die Deutschen, die wegen ihrer Haltung zu Israel einen Knacks haben, sondern die, die nicht sehen, dass die Deutschen sich bei der Israelkritik nicht vordrängeln sollten.
Julia Schneidawind forscht den Bibliotheken von fünf deutsch-jüdischen Autoren nach.
Was die Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft in der Villa Bonn bespricht, bleibt eigentlich dort. Bei einem Thema will der Klub aber Flagge zeigen.
Um aufzuklären, sammelt der Holocaust-Überlebende Arthur Langerman antisemitische Bilder, Karikaturen und Figuren. Seit dem Massaker der Hamas gibt es davon mehr denn je. „Spiegel TV“ hat ihn begleitet.
Er ist ein Suchender und Sammelnder mit einem Hang fürs Extreme: der jüdische Belgier Arthur Langerman. Als Überlebender der Shoah besitzt er die weltweit größte Privatsammlung antisemitischer Hassobjekte. Er fragt sich: Woher stammen die weit verbreiteten Stereotypen über Juden? Warum wurden seine Familie, Kultur und Sprache fast ausgelöscht? Und weshalb halten sich diese Stereotype bis heute?
Seit dem Massaker der Hamas am 7. Oktober haben antisemitische Inhalte auf Tiktok eine neue Grausamkeit erreicht. Auch an Schulen macht sich Judenhass immer breiter, wie ein Report der Bildungsstätte Anne Frank zeigt.
Der Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin muss Folgen haben, verlangt der Zentralrat der Juden in Deutschland. Der mutmaßliche Täter müsse von der Universität ausgeschlossen werden, fordert Zentralratspräsident Josef Schuster.
Ein jüdischer Student landet mit Knochenbrüchen im Gesicht im Krankenhaus. Laut Polizei wird ein Mitstudent verdächtigt, zugeschlagen und -getreten zu haben. Berlins Regierungschef ist erschüttert.
Makkabi ist der jüdische Sportverband in Deutschland und hat seinen größten Ortsverein in Frankfurt. In einer Zeit, in der Angriffe auf jüdisches Leben zunehmen, versuchen Trainer und Verein, den Spaß am Sport zu erhalten und gegen Antisemitismus vorzugehen.
In einem Schreiben reagiert Papst Franziskus auf die Kritik jüdischer Gelehrter an seiner Haltung zum Konflikt in Nahost. Er beklagt die Spaltung in der Welt – und bemüht sich um Annäherung.
Mehrere hunderte Palästina-Unterstützer haben am Samstag in Frankfurt demonstriert. Die Veranstalterin warf der Stadt und der Bundesregierung vor, Demonstranten zu verleumden und einen „Genozid“ zu unterstützen.
Während gerade im Bundestag der Opfer des Holocausts gedacht wurde, leben Juden auf deutschen Straßen wieder gefährlich. Im F.A.Z. Podcast für Deutschland sprechen wir mit dem Publizisten Michel Friedman über Antisemitismus, verfahrene Debatten und die Nazis der frühen Bundesrepublik.
Die jüdischen Israelis berufen sich im Streit um Land auf die Bibel, die Palästinenser auf ihr Geburtsrecht. Dabei müssen beide Seiten lernen, dass auch das jeweils andere Volk zum Land gehört. Ein Gastbeitrag.
Aharon Barak überlebte die Schoa. Heute ist er Israels Richter im Völkermord-Verfahren in Den Haag – und legt ausführlich dar, weshalb er die Entscheidungen seiner Kollegen gegen Israel für falsch hält.
Vor dem Deutschen Bundestag hat die Holocaustüberlebende Eva Szepesi an die Befreiung von Auschwitz erinnert. Sie selbst war dort inhaftiert, hatte aber lange geschwiegen. Zu groß waren Scham und Angst.
Erst spät begann man in Deutschland wie in Israel, den Überlebenden des Holocaust zuzuhören. Nun sterben die letzten Zeitzeugen. Führt das zum Ende der Erinnerung?
Eva Szepesi überlebte Auschwitz. Im Bundestag erinnerte sie daran, wie der Nationalsozialismus begann.
Die Holocaust-Überlebende Eva Szepesi und Marcel Reif, dessen Vater die NS-Gräuel knapp überlebte, haben anlässlich des Holocaust-Gedenktags im Bundestag gesprochen.
Leserreaktionen auf die „Kluge-Köpfe“-Kampagne mit Margot Friedländer +++ Missbrauch und die EKD +++ Prenzlau in Brandenburg +++ Ruanda-Abkommen
Michel Friedman ist Jurist, Publizist und Autor. Im Interview spricht er über die Ambivalenz von Oskar Schindler, über Judenhass in Deutschland – und darüber, was er tun würde, wenn die AfD in der Bundesregierung wäre.
Hierzulande wird vielfach demonstriert für die Rechte von Minderheiten und gegen Intoleranz: Warum bleiben die Reaktionen auf das Hamas-Massaker am 7. Oktober so indifferent? Ein Gastbeitrag.
Beim Gedenkakt sprechen die Auschwitz-Überlebende Eva Szepesi und der Sportjournalist Marcel Reif. Alle größeren Flughäfen werden bestreikt und Deutschland will dem AI Act zustimmen. Der F.A.Z. Newsletter
Eine Oper über Traumata, weit über den Holocaust hinaus, wird zum Versuch, mit dem Massaker des 7. Oktober umzugehen: Chaya Czernowins „Pnima ... ins Innere“ packend inszeniert am Staatstheater Darmstadt.
Am Holocaust-Gedenktag demonstrieren viele tausend Menschen gegen Rechtsextremismus, die Grünen wählen zwei neue Landesvorstände und analoge Fotografie kann, was digitale nur gerne könnte. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.
Israel, die USA und arabische Vermittler kommen einer Einigung über die Freilassung der Hamas-Geiseln offenbar näher. Doch es bleibt eine breite Kluft zwischen den Konfliktparteien.
Neben Bundeskanzler Olaf Scholz haben Politiker und Institutionen weltweit den Opfern des Holocausts gedacht. Viele von ihnen erinnerten an die Verantwortung jedes Einzelnen – und mahnten, dass sich ein solches Verbrechen nicht wiederholen dürfe.
Der 27. Januar verpflichte dazu, „immer wieder für die Juden einzutreten, auch für den Staat Israel“, sagt Oskar Lafontaine auf dem BSW-Parteitag. Zugleich kritisiert er Israel scharf.
Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer gab dem Mossad die entscheidenden Hinweise auf den Aufenthaltsort des NS-Völkermörders Adolf Eichmann. Der naziverseuchten deutschen Justiz hatte Bauer nicht getraut und sich an die israelischen Behörden gewandt.
Jüdische Eltern schicken ihre Kinder wieder auf jüdische Schulen und sorgen sich um die Sicherheit. Die Öffentlichkeit nimmt das einfach hin, als traurige Normalität.
Als Kleinkind entkam Eva Umlauf dem Holocaust. Das Trauma des Terrors sollte ihr Leben und das ihrer Kinder nicht bestimmen, sagte sie sich. Porträt einer unbeugsamen Frau.
Eva Szepesi gehört zu den letzten Holocaustüberlebenden, die noch von ihrem Leiden erzählen können. Zum Gedenktag der Befreiung von Auschwitz hat sie im Keller der Europäischen Zentralbank an die unermesslichen Verbrechen des Nationalsozialimus erinnert.
Zum Holocaust-Gedenken in Freital hatte dieses Jahr ein AfD-Politiker die Rede halten sollen. Daran gab es heftige Kritik. Nun hat die Stadt Konsequenzen gezogen und die Veranstaltung abgesagt.
Das Jubiläumsmotiv der Kluge-Köpfe-Kampagne der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erscheint zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar – fotografiert wurde die Holocaustüberlebende Margot Friedländer von Regisseur Wim Wenders.