„Zäsur für Juden auf der ganzen Welt“
Am Montag jährt sich der Terrorangriff auf Israel zum ersten Mal. Die hessische Landtagspräsidentin erinnert an die besondere Verantwortung Deutschlands für den Schutz jüdischen Lebens.
Am Montag jährt sich der Terrorangriff auf Israel zum ersten Mal. Die hessische Landtagspräsidentin erinnert an die besondere Verantwortung Deutschlands für den Schutz jüdischen Lebens.
Israels Staatspräsident Izchak Herzog ruft dazu auf, den Hass in der Region zu überwinden. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Joseph Schuster, fordert mehr Zivilcourage.
In Deutschland erinnern Demonstranten an den Überfall auf Israel – aber auch an das Leid in Gaza. In Berlin wird eine Demonstration nach Eskalationen beendet.
Desinformation und Verschwörungstheorien fluten die sozialen Medien seit dem Angriff der Hamas auf Israel. Vor allem die junge Generation wird damit allein gelassen. Unser Bildungssystem hat dem bislang nichts entgegenzusetzen.
Israel solle verschwinden: Dieser Wunsch steckt hinter der eifrigen Kommentierung der politischen Folgen des Terrors vom 7. Oktober, die sich als links versteht.
Seit dem 7. Oktober nimmt der Antisemitismus zu, aber auch die Muslimfeindlichkeit. Der Austausch zwischen den Religionen ist eingeschlafen, dabei könnten gerade jetzt Gespräche helfen, die verfahrene Lage zu verbessern.
Der bayerische Antisemitismusbeauftragte Ludwig Spaenle wirbt dafür, den Schutz jüdischen Lebens als Staatsziel in die Verfassung zu schreiben. Gegner sagen, es gebe schon genug Schutz.
Der 7. Oktober hat die Welt verändert, auch fernab des Nahen Ostens. Ängste, starke Emotionen, traurige und wütende Demonstrationen und Diskussionen über die Grenzen des Sagbaren sind die Folgen von Attentat und Gazakrieg. Eine unvollständige Chronik aus dem Rhein-Main-Gebiet.
Religiös geprägtes Erbe: Ivan G. Marcus ortet die Wurzeln des modernen europäischen Antisemitismus im lateinischen Mittelalter.
Die Aufmerksamkeit für Deutschlands koloniale Vergangenheit wächst nicht nur im akademischen Betrieb – sondern ebenso in der Politik. Von Interesse ist dabei auch das Auswärtige Amt.
Wie Abraham wurde auch Hiob auf die Probe gestellt. Die exegetische Kontroverse um die göttliche Gerechtigkeit führt auf die Frage nach dem Anteil des Judentums an einer legitimen Moderne.
Am 7. Oktober jährt sich der Terror der Hamas. Und für diesen Tag rufen Palästina-Aktivisten zu einer Demonstration in Frankfurt auf. Sie gießen damit Öl ins Feuer.
In seinen Schriften zur Palästinafrage schuf der Begründer des Postkolonialismus Edward Said ein akademisches Modell für den Israelhass, auf das die heutigen Universitätsproteste aufbauen.
Weil fünf Schüler in einem Wiesbadener Programmkino am Ende des Films „Die Wannseekonferenz“ applaudiert hatten, hat die Staatsanwaltschaft ermittelt. Das Verfahren wurde eingestellt.
Auf einer Konferenz des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam wird mehr Solidarität mit Juden und Israel gefordert. Mancher Vortrag bleibt jedoch vage.
Eine Studentin steht auf einmal im Rampenlicht, ein Pädagoge wünscht sich einen Palästinenserstaat und eine Schriftstellerin kramt ihre alte Davidsternkette wieder hervor: Wie der 7. Oktober das Leben von deutschen Juden verändert hat.
In Frankfurt wird das Richtfest der Jüdischen Akademie gefeiert. Ende 2025 soll die Bildungseinrichtung des Zentralrats der Juden in Deutschland eröffnen.
In Frankfurt stellen jüdisch-muslimische Initiativen ihre Projekte vor. Der Frontenbildung nach dem 7. Oktober wollen sie etwas entgegensetzen.
Das „antisemitische Grundrauschen“ in der Gesellschaft ist stärker als bisher bekannt war. Das ist das Ergebnis einer aufwendigen Studie in Nordrhein-Westfalen.
In Frankfurt war jüdisches Leben stets besonders präsent. Ein Sammelband untersucht seine Geschichte von 1933 bis in die Gegenwart.
Die Antisemitismusforscherin Julia Bernstein hat den Anstieg der Judenfeindlichkeit an deutschen Hochschulen seit dem 7. Oktober dokumentiert. Jetzt ist sie selbst Opfer einer Hetzkampagne geworden.
Susanne Siegert klärt über den Holocaust auf: bei Instagram und Tiktok. Im Interview spricht sie darüber, wie sie stundenlange Recherchen in 90 Sekunden verpackt – und welche Stimmen sie bei der Erinnerungsarbeit in Deutschland vermisst.
Müssen Juden wieder über Flucht nachdenken? Darüber diskutieren der Publizist Michel Friedman und der Historiker Michael Wolffsohn in Frankfurt. Das eigentliche Problem, sagen sie, ist jedoch viel größer.
Rückblick auf 1966: „Deutsche und Juden – Dokumente einer Debatte“.
Vor den französischen Parlamentswahlen herrschte Heulen und Zähneklappern in Deutschland. Und seitdem? Warum die Republik unverwüstlich ist.
Der Film „Supernova“ rekonstruiert mit Handyvideos und Augenzeugenberichten den Anschlag vom 7. Oktober. Aber auch Aufnahmen der Hamas werden gezeigt.
Jeremy Eichler widmet sich auf beeindruckende Weise musikalischen Vergegenwärtigungen der Grausamkeiten des vorigen Jahrhunderts.
Bald jährt sich der 7. Oktober. Wie bereitet sich die jüdische Gemeinschaft darauf vor? Marc Grünbaum und Benjamin Graumann aus dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt sprechen über Enttäuschungen und Hoffnungen – und wie es sich anfühlt, für Israels Politik verantwortlich gemacht zu werden.
Jeden Sommer zieht es Tausende orthodoxe Juden ins schweizerische Davos. Das sorgt immer wieder für Spannungen mit den Einheimischen. Jetzt kam es zu antisemitischen Übergriffen.
Joshua Leifer ruft das Ende des amerikanisch-jüdischen Jahrhunderts aus. Mit seinem Buch „Tablets Shattered“ hat er sich auch Feinde gemacht.
Beim Auswärtsspiel der Eisbären Berlin in Polen ist ein Banner mit Bezug zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zu sehen. Die Gastgeber entschuldigten sich noch am selben Abend.
Über das, was sie im Holocaust durchmachen mussten, wollten die Eltern von Majer Szanckower nicht sprechen. Ein Vorabdruck aus dem Buch „Nie gefragt – nie erzählt“ von Hans Riebsamen.
Heiraten ist doch nicht politisch, oder? Das jüdisch-muslimische Paar Meron Mendel und Saba-Nur Cheema über interkulturelle Liebe und Missverständnisse und darüber, wie andere ihre Beziehung wahrnehmen – als Zeichen der Hoffnung, aber auch als Provokation.
Von der Aufforderung zu sprechen und der Unfähigkeit zu hören: Warum ich über meine schrecklichsten Erlebnisse schreibe.
Der Angreifer in München hat das Feuer auf die Polizei eröffnet. Kurz zuvor wollte er auf das Gelände des israelischen Generalkonsulats eindringen. Am Freitag teilte die Polizei den Ermittlungsstand mit.
Der Zentralrat der Juden will eine lange Phase von Turbulenzen für die liberale und konservative Rabbiner- und Kantorenausbildung in Deutschland beenden. Drei neue Seminare entstehen.