Das Ahrtal als Mahnung
Diesmal war vieles anders als vor drei Jahren: Die Regenprognosen wurden ernstgenommen, die Bürger gewarnt. Zu tun bleibt auch für die Politik noch viel. Trotzdem.
Diesmal war vieles anders als vor drei Jahren: Die Regenprognosen wurden ernstgenommen, die Bürger gewarnt. Zu tun bleibt auch für die Politik noch viel. Trotzdem.
Die Aufräumarbeiten haben in weiten Teilen des Saarlandes begonnen, dabei könnten die vergangenen Tage nur eine Verschnaufpause gewesen sein. Schon für Montagnachmittag werden wieder schwere Niederschläge erwartet.
In manchem erinnert das jetzige Hochwasser an die Ahrflut vor drei Jahren: Der Fachmann Holger Schüttrumpf erklärt, welche Defizite im Katastrophenmanagement herrschen und was im Saarland gerade gut läuft.
Die saarländische Ministerpräsidentin hat bestürzt auf den Tod einer 67 Jahren alten Frau reagiert, die nach einem dramatischen Hochwasser-Rettungseinsatz ihren Verletzungen erlegen ist.
Im Saarland haben die Aufräumarbeiten begonnen. Einsatzkräfte und Bewohner versuchen sich einen Überblick über die Schäden zu verschaffen. Aber in der Altstadt von Blieskastel steht das Wasser immer noch stiefelhoch.
Volle Keller, Stromausfall, überlasteter Notruf: In manchen Orten im Saarland läuft der Kampf gegen das Wasser noch, andernorts zeigen die Aufräumarbeiten Millionenschäden. Kanzler Scholz macht sich ein Bild der Situation.
Im Saarland und in anderen Regionen Westdeutschlands sorgt starker Niederschlag für Erdrutsche, Überschwemmungen und Stromausfälle. Polizei und Feuerwehr sind im Dauereinsatz. Es hat an einem Tag mehr geregnet als sonst in einem ganzen Monat.
Der Wiesbadener Magistrat hat zur Stärkung des Hochwasserschutzes die Renaturierung des Unteren Salzbachs beschlossen.
Die Überschwemmungen in Südbrasilien dauern an, die Zahl der Toten, Vermissten und Verletzten steigt. Im Bundesstaat Rio Grande do Sul sind fast 90 Prozent aller Städte betroffen.
Nach einem heißen Samstag drohen nun Gewitter: Der Wetterdienst hat mehrere Unwetterwarnungen für Teile Großbritanniens herausgegeben.
Der Starkregen in China beginnt dieses Jahr früher als bisher. An der Südostküste müssen zehntausende Bewohner die Häuser verlassen. Vier Tote wurden geborgen, mindestens elf Menschen werden vermisst.
Das Regenrückhaltebecken am Bad Sodener Niederdorfsbach wird in seiner Kapazität verdoppelt. Das soll Überflutungen nach Starkregen verhindern.
Die Hochwasserkatastrophe im Süden Russlands und im benachbarten Kasachstan nimmt zunehmend dramatischere Ausmaße an. Angesichts rasant steigender Pegelstände müssen immer mehr Menschen ihre Häuser verlassen.
In Südrussland herrscht Hochwasser, ein Damm ist an mehreren Stellen gebrochen – und die Lage könnte sich noch verschlimmern. Das Katastrophenschutzministerium spricht von „aktiver Schneeschmelze“.
Durch Hochwasser ist ein Damm im Gebiet Orenburg in Russland mehrmals gebrochen. Tausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Tausende Menschen sollen nach schweren Regenfällen aus der Stadt Orsk evakuiert werden. In vielen umliegenden Orten wurden bereits Häuser überschwemmt.
Begradigte Flüsse aus ihrem Korsett zu entlassen, schützt vor Hochwasser und rettet Tiere. Doch die Bauern wehren sich. Ein Ortsbesuch.
Geographin Sonja Jähnig vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei erklärt, wie 25.000 Kilometer Flüsse in Europa wieder frei fließen können.
Nach dem verheerenden Dammbruch von 2021 liegt eine dauerhafte Lösung zum Schutz der Altstadt von Büdingen auf dem Tisch. Doch die Arbeiten verzögern sich unerwartet weiter. An anderer Stelle gibt es aber Fortschritte.
Haben Flüsse genügend Platz, breiten sie sich bei Hochwasser aus, und das Risiko von Überschwemmungen besiedelter Gebiete sinkt. Doch: Wird in Hessen genug getan, um die wichtigen Auen zu pflegen?
Die Pegelstände sind zwar nicht „überaus dramatisch“: Dennoch warnt der Sturmflutwarndienst auch für Dienstagvormittag vor schweren Böen – die in der Nacht zu Mittwoch noch stärker werden.
Zum Wochenbeginn wird es milder und teils stürmisch. Die wärmeren Temperaturen bringen den Schnee zum Schmelzen und erhöhen teils die Hochwassergefahr.
In Niedersachsen kommen nach dem Hochwasser die Kadaver vieler Rehe und Hasen zum Vorschein. Jäger sind darüber besorgt und wütend. Als Problem sehen sie nicht allein das Wasser, sondern auch das Verhalten mancher Menschen.
Ob Hochwasser oder Waldbrand: Feuerwehren sind oft mit Einsätzen in schwierigem Gelände konfrontiert. In einer alten Kiesgrube im Badischen lernen die Brandschützer, wie man immer und überall durchkommt.
Starkregen lässt sich nicht vermeiden. Das Ausmaß schon. Massivhausbauer Viebrockhaus hat eine Schwamm-Siedlung gebaut. So sollen Landhäuser trocken bleiben.
Die aktuarielle Beratungsfirma Meyerthole Siems Kohlruss wagt eine erste Prognose zu den Flutschäden – unter dem Vorbehalt, dass die Dämme nicht brechen. Fest steht: Für die betroffenen Hausbesitzer wird es teuer.
Über Schäden nach Flut, Hagel oder Sturm müssen sich Schweizer und Franzosen keine Gedanken machen. Dort gibt es Pflichtversicherungen. Ein Blick ins Ausland – und was Deutschland von dort lernen kann.
In mehreren Bundesländern kämpfen Rettungskräfte gegen das Hochwasser. Immer wieder werden sie durch Gaffer behindert oder sichten Kitesurfer, Kanuten und Schwimmer. Sie warnen vor diesem „lebensgefährlichen Unsinn“.
Auch wenn die Pegelstände wieder sinken: Die Überflutungen der vergangenen Tage sind eine Mahnung, im Kampf gegen den Klimawandel nicht nachzulassen. Er ist die zentrale Herausforderung der nächsten Jahrzehnte.
Die Gemeinde Lilienthal ist besonders heftig vom Hochwasser betroffen. Doch am Sonntag gibt es ein Aufatmen. An mehr als 20 Pegeln in Niedersachsen gilt weiterhin die Meldestufe 3. Zudem wird es jetzt frostig.
Nach tagelang steigenden Pegelständen sinkt das Wasser besonders an kleineren und mittleren Gewässern. Auch an Rhein und Main gehen die Pegelstände allmählich zurück.
Vor wenigen Wochen wurde die Sperrmauer instandgesetzt. Nun muss sie zeigen, was sie kann. Das Hochwasser am Unterlauf der Kinzig hat hingegen andere Ursachen.
Das Hochwasser der letzten Wochen sollte ein Weckruf sein. Wir brauchen eine Versicherungspflicht für Flutschäden. Für manchen wird das leider sehr teuer.
Warme Meere, feuchte Luft – trotz Unsicherheiten in den Daten ist klar: Die Hochwasserrisiken werden teurer und sie steigen im Winterhalbjahr, solange der Klimaschutz nicht zu wirken beginnt.
Es gibt so gut wie nichts, was es nicht gibt im Netz der Netze: Geniales, Interessantes, Nützliches und herrlich Überflüssiges. Diesmal: Aktuelle Infos zu Hochwasserlagen.
Hilft der Kälteeinbruch in Deutschland gegen instabile Deiche? Was können Hausbesitzer tun, die sich um ihr Mauerwerk sorgen? Und was heißen die Temperaturen für die Landwirtschaft?